Die Woche war voll. Etwas zu voll. Das bemerkte ich nicht nur gestern, als mein Körper mir anzeigte, dass er nun auch noch dringend Ruhe brauchte – ich bemerkte es heute morgen, als ich in die Küche kam und einen leeren Brotkorb vorfand. Außer Müsli, das ich diese Woche täglich hatte, gab es nichts, was ich frühstücken konnte. Keine Zeit gehabt zum Einkaufen. Es hatte gerade bis gestern gereicht. Ein kleiner Geistesblitz kam mir: Mein Mann hatte gerade erst das Haus verlassen, um in den Nachbarort zu fahren. Vielleicht käme er ja nochmal kurz Zuhause vorbei, bevor er ins Büro fährt? Ich rief an.
Weiterlesen „Danke, Papa“Autor: Desirée Rosemann
Der Wert einer „Zweierschaft“
Gerade habe ich mein Gespräch mit einer lieben Freundin beendet und lächle.
Ich bin begeistert zu sehen, welche tiefen Themen man in einem 1,5 Stunden langen Gespräch miteinander bereden kann und vor allem, was da so alles ans Tageslicht kommt. Vor allem aber begeistert es mich zu sehen, wie viel sich in den letzten Jahren bei uns geändert hat. Wie viele Berge wir schon im bildlichen Sinne erklommen haben, welche Täler durchquert und welche Hürden gemeistert.
Mama-Sein – ein (Fulltime) JOB?
Kennst du den Satz „Mama-Sein ist ein Fulltime job!“?
Dieser Satz hat viel in mir ausgelöst.
Also setzte ich mich hin und versuchte, das, was in mir passierte zu ordnen!
Also:
Das Wort „JOB“ hat mich in diesem Kontext am meisten irritiert.
Was ist ein Job?
– Ein Job ist für mich eine Aufgabe, die ich tue, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen.
oder es ist etwas, was mir aufgetragen wird.
– Ich KANN dafür eine Leidenschaft haben, muss es aber nicht zwingend.
– Ein JOB muss getan werden, weil es bestimmte Rahmenbedingungen und Abmachungen gibt, die diesen Auftrag klar definieren.
– Es ist etwas, wofür man eine Entlohnung bekommt – meist in Form von Geld.
Tatsächlich kann ich mich selten erinnern, dass jemand, der aus Leidenschaft und mit Liebe etwas tut, sagt: „Das ist mein Job“– meist ist es genau dann der Fall, dass jemand sagt: „Das ist nicht einfach nur mein Job! Ich LIEBE, was ich tue!“ oder „Das ist mein Leben!“. Das sind meist Menschen, die eine „Extrameile“ gehen – mehr tun als von ihnen erwartet wird, mehr geben, als der Arbeitsvertrag offiziell möchte. Weil Liebe und Erfüllung dahinter steckt. Daher habe ich den Eindruck, dass „JOB“ meist dem entgegengesetzt wird, was man aus Leidenschaft oder Liebe tut.
Identität als (Nicht-)Mutter
Ich habe gerade auf dem Herzen, diese Message mit euch zu teilen.
Ich habe schon mal darüber geschrieben, aber irgendwie drängt es mich gerade, noch einmal dieses Thema zu teilen.
Vielleicht ist jemand da, der es heute hören soll.
Ich hielt diese Predigt am Mutter-Tag. Ein Tag, an dem die Mamas, die Mama sind, geehrt werden für alles, was sie tun und sind. Es ist aber auch der Tag, der für die, die keine Mutter sind, obwohl sie es gerne wären, schmerzhaft sein kann.
Leben vs. Hochsensibilität?
Als ich ein Teenager war, war ich ständig unterwegs: Auf Freizeiten, Jugendtagen, Jugendwochenenden, Veranstaltungen und Events. Ich wollte Menschen um mich haben und liebte es, mich zu engagieren und neue Leute kennen zu lernen. Ich war immer wieder auf Konzerten, stand meist weit vorne und kam nachts vom Springen und Mitsingen verschwitzt nachhause. Mit 18 Jahren kam eine ausgeprägte Depression. Zeitweise durfte ich keine Besuche empfangen, weil ich schon nach einer Person aufgewühlt und panisch wurde. Ich musste mich komplett zurück ziehen, sollte sogar ein Jahr mit der Schule pausieren, damit es nicht zu viel für mich wird und ich erst wieder langsam in den Alltag starten konnte. Innerhalb weniger Monate hatte ich mich zu einem anderen Menschen verändert. Die junge Frau, die immer extrovertiert, leidenschaftlich und überschwänglich war, war plötzlich schüchtern, konnte keine fremden Menschen ansprechen und brauchte Ruhe. Hinzukam, dass innerhalb weniger Monate die Kleidergröße von 36 auf 44/46 gewachsen war…
Ich hatte lange damit zu kämpfen und habe mich gefragt, warum ein Mensch so komplett unterschiedlich sein kann.
War ich denn nun extrovertiert oder bin ich eigentlich introvertiert?
Liebe ich es, unter Menschen zu sein oder liebe ich es, allein zu sein?
Wer bin ich denn nun eigentlich?
Hatte ich mich selbst so in mir getäuscht?
Hatte ich etwas gespielt, was ich eigentlich nicht war? Oder noch viel mehr: Wollte ich jemand krampfhaft sein, der ich eigentlich nicht war und auch nicht sein konnte? Hatte ich mich mit einem Schauspiel überfordert?
Welcome Home
Vor ein paar Monaten bereits, hatte ich mit zwei Freundinnen eine Fahrt in die Schweiz zu einer Frauenkonferenz geplant. Ich hatte mich schon lange darauf gefreut, denn es ist für mich ein besonderes Wochenende, an dem ich auftanke, Inputs bekomme, mich mit anderen Frauen austauschen kann und einfach mal für zwei Tage weg von Zuhause bin.
Eine der beiden Freundinnen sagte ein paar Wochen vor der Konferenz wieder ab und so fuhren wir zu zweit.
Als kurzfristig unsere Übernachtungsmöglichkeit aufgrund von einem Coronafall ausfiel, mussten wir umdisponieren. Wie gut, dass meine Schwiegereltern nicht weit und nahe der Schweizer Grenze wohnen.
Ich rief also gerade mal drei Tage vor der Konferenz bei meinem Schwiegervater an und fragte, ob ich kurzfristig mit einer Freundin für ein Wochenende bei Ihnen übernachten könnte. „Na klar, du hast ja den Schlüssel“ – war die Antwort.
Von Schafen, Hirten und Schäferhunden
Als ich Kind war, war eine meiner Lieblingsgeschichten aus der Bibel „das verlorene Schaf“. Ich hatte ein süßes Kinderbuch, in dem diese Geschichte nicht nur wunderschön erzählt – sondern auch mit sehr niedlichen Bildern illustriert wurde. Ich liebte dieses Bild: Ich bin das kleine Schäfchen. Eins von einer großen Herde und da ist dieser Jesus, der mich so sehr liebt, dass er für mich alles stehen und liegen lässt und nach mir sucht…
Weiterlesen „Von Schafen, Hirten und Schäferhunden“Beschütze dein Herz
Dies ist eine kurze Zusammenfassung meiner Predigt. Falls du lieber die gesamte Predigt hören oder sehen möchtest, klicke hier!
Sprüche 4,23: “Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.”
Dieser Vers begleitete mich in den letzten Jahren immer wieder und vor allem in den Jahren 2019 und 2020 wurde mir dieser Vers zu einem Schatz.
Wusstest du, dass das mit „Herz“ in diesem Kontext viel mehr gemeint ist, als das Organ?
Weiterlesen „Beschütze dein Herz“BE READY
Vor wenigen Tagen fand ich mich mit Tränen in den Augen im Schlafzimmer. Ich hörte die Berichte über den Krieg in der Ukraine, wartete auf Nachricht von einer Pastorin, die sich auf der Flucht befand und packte Taschen mit Kleidung zusammen. Ich wollte etwas tun. Fühlte mich hilflos und überwältigt.
Mein Handy zeigte neue Nachrichten an. Ich hatte noch einiges an Aufgaben für die Kirche zu erledigen und wusste nicht, was ich tun sollte: Zwei Inputs mussten noch geschrieben werden (Thema: „Die Dreieinigkeit Gottes“ und „Geistlicher Kampf!“), am Abend hatte ich noch ein Meeting und der Vision-Sunday in unserer church stand an. Ich setzte mich aufs Bett und hatte keine Ahnung, warum ich mich überhaupt an meine Aufgaben setzen sollte. Was macht es für ein Sinn? Tatsächlich hörte ich mich selbst halblaut die Frage stellen, warum ich das alles machte. Ist es wichtig, weiter Pläne zu schmieden? Kann ich hier sitzen und einen Kurs für die nächsten Wochen vorbereiten, wenn ein paar Hundert Kilometer weiter Krieg herrscht?
Mein Mann betrat das Zimmer, fragte, wie es mir geht. Ich öffnete den Mund und es sprudelte aus mir heraus:
„Wir müssen am Sonntag den Menschen klar machen, dass es gerade jetzt wichtig ist, Vision zu haben. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir lernen Gottes Stimme zu hören. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir Kirche sind. Beten. Worshippen und der geistlichen und irrdischen Welt sagen, wer Gott ist. Gerade jetzt, wo die Bedrohung von allen Seiten zu sein scheint, müssen wir Menschen darauf aufmerksam machen, dass der Schöpfer des Universums eine Beziehung mit uns will und dass wir eine andere Perspektive brauchen. Das Leben hier ist endlich. Aber haben wir den Blick auf das, was danach kommt?“ Und ich hörte, wie ich zu mir selbst predigte. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich meine geistliche Brille abgesetzt hatte. Ich sah das, was derzeit passierte. Ich sah nicht das, was einmal kommen würde. War mir nicht mehr bewusst, was ich glaubte? Worauf ich eigentlich vorbereitet sein musste?
Jesus warnte seine Jünger vor dem, was noch kommen würde. Gott warnte mich vor einiger Zeit und sagte: „SEI READY!“. Ich weiß jetzt neu, was es bedeutet. Ich tue derzeit alles, um selbst vorbereitet zu sein – praktisch. Aber auch geistlich. Ich will ready sein für das, was kommt. Und ich will ready sein für die Ewigkeit.
FOKUS und WEITSICHT
„Endzeit“ – dieses Wort taucht seit einigen Jahren, vermehrt in den letzten Monaten und vor allem in den letzten Tagen in meinen Gedanken auf. Und auch das Thema „Prophetie“ beschäftigt mich in den letzten Jahren immer mehr. Interessanter Weise höre ich bei diesen Themen immer wieder dieselben Reaktionen: „Oh, bei Prophetie bin ich vorsichtig!“ oder „Ach, dass es Zuende geht haben sie schon vor Hunderten von Jahren gedacht. Und wir sind immer noch da!“
Dabei sagt der Begriff END-ZEIT ja schon viel. Es ist nicht ENDE sondern END-ZEIT also geht es um eine Zeitspanne, die ein Ende darstellt. Für mich bedeutet das, dass es natürlich schon lange Kriege, Zerstörung, Umweltkatastrophen etc. gibt und wir uns damit schon lange in dieser Zeitspanne befinden. Es ist wie ein Zeitstrahl, der bei 0 anfängt und bis 100 geht und wir befinden uns einfach immer näher Richtung 100. Die Tatsache, dass es schon immer Katastrophen gab, sollte uns nicht davon abhalten, bestimmte Dinge ernst zu nehmen. Wenn ich die Bibel ernst nehme, kann ich doch nicht auf der einen Seite daran glauben, dass die Welt von Gott geschaffen wurde, dass er selbst Mensch wurde und nach seinem Tod am Kreuz auferstanden ist – aber auf der anderen Seite die Warnungen und Reden über die Endzeit und auch die prophetischen Eindrücke von Propheten wie Hesekiel, Jesaja, Daniel und Johannes ignorieren.
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