Advent – Warten auf die Ankunft (von Weihnachten)

Advent – Warten auf die Ankunft (von Weihnachten)

Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud“ – so beginnt ein altes Weihnachtslied, das ich zwar lange nicht gehört habe, mir aber immer noch in Erinnerung ist…
Wir befinden uns mitten in der Advents-Zeit. Kinderaugen leuchten heute wie damals – nur, dass sie „damals“ vor Schaufenstern leuchteten – heute vor dem noch heller leuchtenden Bildschirmen der Online-Shops. Wir finden uns wieder, inmitten von vorweihnachtlichen Ritualen und Bräuchen. Wir versuchen, schon vorab den Stress nicht über die Besinnlichkeit kommen zu lassen und fokussieren uns darauf, die nächsten paar Wochen die wichtigsten Dinge zu erledigen und zwischendurch zur Ruhe zu kommen, damit die Festtage schön, gesellig, ruhig, friedvoll…werden. Denn wir feiern…WEIHNACHTEN. Die Heilige Nacht. Die Nacht, in der Christus der Retter geboren wurde…wohoo!!!!
Ich vermute, dass die meisten Menschen den GRUND für Weihnachten tatsächlich noch kennen – auch, wenn es längst hauptsächlich um Geld geht. Geld ausgeben und einnehmen für Bratwurst, Glühwein, Striezel und natürlich Geschenke.
Und trotzdem feiern wir. Wir feiern und warten aufs Feiern.
Wir warten.
Im Advent. Die Zeit der „Ankunft“ Christi.
Heute frage ich mich, ob wir wirklich auf CHRISTUS warten – oder eher auf den Heiligen Abend. Darauf, dass es was feines zu Essen gibt. Darauf, dass man sieht, wie sich ein anderer über das Geschenk freut. Vielleicht auch darauf, dass man Verwandte, die man lange nicht gesehen hat, endlich wieder an einem Tisch hat. Ja, darauf freue ich mich auch. Darauf warte ich auch und bereit mich darauf vor.
Aber mal ehrlich: Wenn Christus selbst nun kurz vor der Bescherung vor der Tür stehen würde…wenn er in dem Moment, als du den Festtagsbraten aus dem Ofen holst und alle am Tisch sitzen, klopfen würde und sagen würde: „Schön, dass ihr so lange gewartet habt. Da bin ich! Auf geht’s! Gema!“ – wie würden wir reagieren?
Mit den Augen rollen?
Darum bitten, nochmal nach dem Essen wieder zu kommen?
Würden wir ihn einladen, mit zu essen und dann bitte lieber mal bei den Nachbarn zu klingeln, die ihn ja nicht kennen und so gar nicht christlich sind?
Maranatha!“ – Herr, komm(t) bald! Das ist ein aramäischer Ausruf, den es in der Bibel scheinbar nur ein einziges Mal gibt. Er drückt zum einen aus, dass Jesus bald wieder kommt. Aber er kann auch den Wunsch danach äußern. Ich ertappe mich immer wieder dabei, diesen Wunsch im Gebet zu sagen. Ich habe mir sogar eine Kette mit diesem Schriftzug gekauft. Ich möchte mich darauf besinnen, dass wir vielleicht nicht mehr viel Zeit haben. Und ich möchte keine Panik machen oder bekommen – aber die Tatsache, dass die Christenverfolgung weltweit zunimmt ist nicht zu leugnen. Immer mehr Kirchen werden auch in Deutschland angegriffen – verbal aber auch ganz praktisch durch Vandalismus. Religionsfreiheit für alle – aber bitte nicht für die konservativen Christen. Meinungsfreiheit für alle – aber bitte nur für die, die die selbe Meinung wie „ich“ haben…Herr, komm(t) bald! Ich wünsche es mir. Aber bin ich ready?
Bin ich ERWARTUNGSVOLL? Lebe ich den Advent täglich und warte auf die Ankunft, die Wiederkunft Jesu?
Die Bibelstelle, in der Paulus diesen Begriff „Maranatha“ benutzt, ist übrigens sehr spannend. Er schreibt im dichten Kontext nicht einmal von seiner Sehnsucht danach. Er warnt viel mehr. Er schreibt:
„Und hier noch mein Gruß an euch, den ich, Paulus, mit eigener Hand schreibe. Wer den Herrn nicht liebt, den soll Gottes Urteil treffen! Unser Herr, komm! (Maranatha!) Die Gnade unseres Herrn Jesus sei mit euch!“ (1. Korinther 16,21-23)
Wow! Mit der Wiederkunft Jesu wird nicht einfach nur alles gut. ER wird (auch) zum Gericht kommen. ER wird urteilen. ER wird aussortieren und fragen: „Liebst du mich?“, bevor es zu ihm in die Ewigkeit geht.
Ich möchte dann sagen können: „Oh ja! Ich habe schon mein ganzes Leben auf dich gewartet!“
Wie möchtest du die restliche Advents-Zeit verbringen? Wartest du auf Weihnachten oder auf die Ankunft von Christus?

Ein Buch, das mir einen ganz neuen Horizont bietet! – „Maria, wer bist du?“

Maria, wer bist du?
Christophe Costi
Fontis Verlag


„Warum beten die Katholiken eigentlich Maria an? Ist das nicht Totenbeschwörung?“ – Diese und viele andere Fragen habe ich schon oft mit meiner lieben Freundin Dagmar, ihrem Mann Patrick oder meiner Schwägerin gestellt, die allesamt Teil der Katholischen Kirche sind. Oft wurde mir dabei erklärt, dass Maria nicht „angebetet“ sondern „verehrt“ wird und dies ein großer Unterschied sei. Auch die Frage nach „Heiligen-Verehrung“ oder ob Marien-Erscheinungen nicht schon fast okkult sind, haben mich immer wieder beschäftigt und mit anderen zum Austausch und Dialog geführt. Ganz verstanden oder nachvollziehen konnte ich die Antworten dabei nicht immer. Auch deshalb habe ich das Buch „Maria, wer bist du?“ mit großem Interesse gelesen: Ich wollte klare Argumente, Quellen und Erklärungen für diese meine Fragen bekommen.
Der evangelisch-lutherische Theologe und Pastor Christophe Costi geht in seinem Buch auf viele Fragen in einem der großen „Problemfelder“ der Konfessionen ein. Dabei bringt er viele verschiedene (historische) Quellen beider Seiten, diskutiert quasi beim Schreiben mit diesen und manchmal sogar mit sich selbst. In fast jedem Kapitel sorgte er bei mir dadurch für AHA-Momente. So erklärt er beispielsweise gleich zu Beginn, dass die „unbefleckten Empfängnis“ keineswegs die Bezeichnung für eine Schwangerschaft ohne sexuellen Kontakt sei, sondern dass dies den Glauben bezeichnet, dass Maria als einzige Frau der Menschheit ohne Erbsünde lebte. Costi arguementiert  nicht nur mit verschiedenen Quellen sondern auch mit der Bibel. Dabei stellt er genau die selben Fragen, die mich als Leserin immer wieder bewegen und be- bzw. widerlegt mit denselben Argumenten, die ich mit meiner Bibelkenntnis durch Bibelschule und durch mein Studium der evangelischen Religionspädagoik und Gemeindediakonie bringen würde. Die Gegenargumente überzeugen mich nicht immer, gleichzeitig erweitern sie meinen Horizont und regen zum Nachdenken an. Letztendlich stellt auch Costi sich immer wieder die Frage: „Würde mir ein Zacken aus der himmlischen Krone brechen, wenn…?“ Diese Frage stellt sich bei manchen Themen zurecht, bei anderen Themen ist es dann doch nicht so leicht. Zum Beispiel bei der Frage  „Ist Maria wirklich in den Himmel aufgefahren?“ und ob Marienerscheinungen real oder sogar okkult sind. An anderer Stelle fragt er sich aber: „Hilft sie (Maria) mir, Jesus mehr zu lieben und mich ihm mehr hinzugeben? Hilft sie, dass der Heilige Geist mehr Raum in meinem Leben hat?“ Immer wieder zeigt er auf, dass DIES das eigentliche Herz der katholischen Lehre in Bezug auf Maria ist, sie auf Jesus hinweisen soll. Hier weist er aber auch zurecht darauf hin, dass dieses Ziel manchmal aus den Augen verloren wird, und Maria bei den Gläubigen den selben- oder sogar einen höheren Platz als Jesus einnimmt.
Gleichzeitig muss ich mich selbst fragen: Ist es nicht in allen Konfessionen und Denominationen diese Falle: Dass bestimmte Rituale ursprünglich einen guten Sinn machten, dass ein richtiges Herz und Hingabe an Jesus dahinter steckten, sie aber von Menschen irgendwann missbraucht oder umgedeutet wurden? Wie oft wird das Vaterunser runtergeleiert ohne sich bewusst zu machen, was es bedeutet? Wie oft nehmen wir das Abendmahl ein, um dann zwei Stunden später das Leben weiter zu leben wie zuvor? Die Falle, dass die tiefe Bedeutung und das eigentliche Herz, Jesus in den Mittelpunkt zu stellen und ihn anzubeten, oft auf Abwege gerät haben doch tatsächlich alle und manche tappen auch immer wieder hinein.

Ich persönlich habe eine neue, weitere Sichtweise durch dieses Buch bekommen. Viele Argumente und Handlungen kann ich besser nachvollziehen und verstehe nun auch, wo die katholische Praxis der Marienverehrung seinen Ursprung hat. Mir gefällt, wie offen und wertschätzend Costi bei seiner Argumentation vorgeht: Ohne Verurteilung oder Abwertung, dafür offen, fragend und immer auch mit Bezug auf die Bibel. Dabei lässt er auch der Leserschaft die Möglichkeit, einen eigenen Standpunkt zu finden. Ich selbst kann jetzt nicht sagen, dass ich alles so praktizieren würde und Maria nun verehre oder mich vor einem Bildnis verneige….aber ich muss sagen, dass alle Argumente und Erklärungen mich zumindest dahin geführt haben, eine neue Perspektive in Betracht zu ziehen und zuzustimmen wenn gesagt wird, dass Maria nicht eine einfache Frau war, wie du und ich. Ich muss einmal mehr eingestehen, dass sie eine gewisse Art von Bewunderung verdient hat – so wie ich auch andere Personen bewundere oder mir ein Beispiel an ihnen nehme. Ich sehe vieles nun anders und kann gewisse Dinge stehen lassen und mir sogar eine „Scheibe davon abschneiden“.
Am besten finde ich die Empfehlung von Dr. Johannes Hartl, welche Costi am Ende des Buches zitiert: „Vielleicht würde sich Jesus freuen, wenn wir zu ihm kommen und fragen: ‚Welche Beziehung möchtest du, dass wir zu deiner Mutter haben?‘ Es ist die Aufgabe Jesu, uns zu zeigen, welchen Platz seine Mutter in unserem Leben haben soll und welche Gnaden er uns durch seine Mutter geben will.“
Wer dieses Buch mit einem offenen Herzen, unvoreingenommen und mit dem Wunsch nach Verständnis liest, dürfte – egal mit welchem Konfessionshintergrund – nicht enttäuscht werden.
Genau das ist es, was ich selbst tun möchte!

„Perspektive Ewigkeit“

„Perspektive Ewigkeit“

„Perspektive Ewigkeit“ hat mich bereits durch den Titel sehr angesprochen. „Entdecke einen Lebensstil, der inmitten der Herausforderungen des Alltags Kraft und Hoffnung schenkt“ – der Untertitel weckt Erwartungen und diese wurden- zumindest bei mir- nicht enttäuscht.

Gleich am Anfang nimmt Ronja Aselmann die Leser mit in die herausfordernde Zeit, in der ihr Sohn sich durch eine lange und schwere Krankheit kämpfen musste. Auch Herausforderungen in der Ehe, Verletzungen in Freundschaften, die große Frage nach dem Traumberuf oder das Thema „Kinder“ und „Kirche“ werden beleuchtet. Was mich als Leserin dabei sehr anspricht ist, dass ich mich gut hineinversetzen kann. Denn jede Beleuchtung der Themen findet aus der möglichen Perspektive einer verletzten, herausgeforderten oder frustrierten Person statt, bevor die Autoren dann dazu ermutigen, das große Bild zu sehen und eine neue Perspektive einzunehmen. So fühle ich mich als Leserin verstanden und nehme die Ermutigung und Ratschläge gerne an. „Perspektive Ewigkeit“ bedeutet auch, dass beide Autoren immer wieder den Blick auf die Bibel lenken und auf das große Ziel, das Gott mit dem Menschen hat. Beide schreiben ehrlich und nehmen kein Blatt vor den Mund. Die Tatsache, dass sowohl Ronja als auch Friedmund aus ihren verschiedenen Sichtweisen schreiben, ist sehr angenehm und spricht daher sicherlich eine große Leserschaft (jeden Geschlechts) an. Gleichzeitig ist jedoch genau das manchmal für mich etwas irritierend gewesen. An manchen Stellen ist sofort sichtbar, wer den Abschnitt schreibt, an anderen Stellen wurde es erst nach einigen Sätzen sichtbar. Der Lesefluss war für mich persönlich dadurch nicht ganz stetig. Vielleicht wäre eine sichtbare Abgrenzung durch eine unterschiedliche Formatierung der Texte hilfreich oder eine feste Struktur, nämlich dass zu jedem Kapitel BEIDE nacheinander aus ihrer jeweiligen Sicht schreiben. Vermutlich ist das aber für die wenigsten Leser ein Problem und tatsächlich auch der einzige, minimale „negative“ Punkt von meiner Seite.
Das Buch ist eine ehrliche, liebevolle und gleichzeitig direkte Erinnerung daran, sich nicht in der Opfer-Rolle aufzuhalten, sondern aufzustehen und die Herausforderungen gemeinsam mit Gott anzuschauen und anzugehen.
 Kurzum: Ich wurde einmal mehr ermutigt, Gott in allen Alltagssituationen nicht nur zu suchen, sondern auch einzubeziehen; seine Sichtweise einzunehmen und dadurch vielleicht auch manche Entscheidung anders zu treffen.

Titel: „Perspektive Ewigkeit“
Autoren: Ronja und Friedmund Aselmann
Verlag: Gerth Medien

Eine Anregung zur inneren Debatte und Ermutigung zur Positionierung

Eine Anregung zur inneren Debatte und Ermutigung zur Positionierung

Ein Buchtipp WÄHREND des Lesens

Normalerweise empfehle ich Bücher ja erst, wenn ich sie selbst bereits durchgelesen habe…Heute gibt es aber mal eine Empfehlung für ganze vier Bände, die ich derzeit lese.
Da ich vermutlich noch eine ganze Zeit benötigen werde, bis ich alle vier Bände gelesen habe, gibt es bereits jetzt eine Empfehlung, weil ich schon im ersten Band total begeistert bin:)

Eine kleine Vorgeschichte dazu:
Vor einigen Wochen scrolle ich durch Instagram und sehe einen Post einer christlichen Influencerin. Sie postet von der JESUS25 Konferenz und einem der Redner dort. Ich stutze. Den Namen kenne ich…allerdings habe ich dabei einen 12-Jährigen Jungen vor Augen, der auf Jungschartagen und Teenietagen des evangelischen Gemeinschaftsverbands in Rheinland-Pfalz und Saarland immer wieder zu sehen ist. Meistens dann, wenn die jüngeren Geschwister „meiner“ Clique mit uns gemeinsam dort sind. Könnte es sein….ich recherchiere ein bisschen und schreibe ihn an…und tatsächlich: Es ist derselbe Mensch, nur dass er nun einen Doktor-Titel besitzt, Theologe ist und am Forum Wiedenest unterrichtet. Ich sehe in seinen Posts, dass er für die besagte JESUS25 Konferenz vier Bände mit dem Titel „Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit“ herausgegeben hat und bekomme noch größere Augen, als ich die Inhalte sehe: Die Bände haben die Titel „Der unveränderte Stellenwert der Heiligen Schrift„, „Die alles entscheidende Bedeutung von Jesus Christus„, „der kostbare Schatz biblischer Ethik“ und „Die gegründete Einheit der evangelikalen Bewegung„. Ich muss nicht lange überlegen und bestelle direkt bei ihm über Instagram.

Zu den Bänden:
Titel: „Christlicher Glaube in den Herausforderungen unserer Zeit“
Vier Bände.
Herausgegeben von Dr. Martin P. Grünholz und Dr. Frank Hinkelmann.
Verlag: Verlag für Glaube, Theologie und Gemeinde (VGTG)

Jeder Band enthält Aufsätze verschiedener Autoren zum entsprechenden Thema des Bandes.
Darunter zum Beispiel Ulrich Parzany, Philipp Bartholomä, Nicola Vollkommer, Rainer Harter oder Dr. Markus Till.
Verschiedene Aspekte, unterschiedliche Sichtweisen, ergänzende Gedanken von Theologen und christlichen „Denkern“ mit unterschiedlichen Hintergründen also.
Da die Bände gezielt für die JESUS25 Konferenz zusammengefasst wurden, ist es nicht verwunderlich, dass die Autoren der verschiedenen Beiträge und Artikeln vor allem aus dem Bereich der evangelischen Landeskirche und dem „evangelikalen Spektrum“ kommen. (Ich persönlich bin derzeit kein großer Fan von Kategorisierungen und Betitelungen, da sie meiner Meinung nach viel zu oft nicht mehr klar definiert und umkonstruiert werden. Der Begriff wird aber im Rahmen dieser Artikel und Konferenz selbst verwendet.)

Jeder Band ist in zwei Teile gegliedert: Im ersten Teil finden sich kürzere und „allgemeinverständlichere“ Beiträge, während im zweiten Teil vor allem wissenschaftliche Artikel zu finden sind.
Ich persönlich finde das sehr bereichernd, da ich es liebe, in ruhigen Zeiten einfach mal „allgemeinverständliche“ Gedanken zu lesen und darüber nachzudenken und es gleichzeitig vermisse, wissenschaftliche Artikel wie im Studium zu lesen. So habe ich die Möglichkeit, mich mit beidem, je nach Zeit und „Hirnaktivität“ auseinander zu setzen:)

Bereits Band 1 „Der unveränderte Stellenwert der Heiligen Schrift“ hat mich begeistert. Denn allein hier tauchen diverse Fragen auf, die unsere christliche Welt aufwühlen. Ist die Bibel vom Heiligen Geist inspiriert oder genau so eingegeben worden? Ist sie nicht doch einfach eine Auflistung von menschlichen Erinnerungen, bestückt mit vielen Fehlern? Wieso wird sie überhaupt als „WORT GOTTES“ bezeichnet? Wie ist dieses Wort Gottes zu verstehen? Ist es Fundament für Fundamentalisten oder können wir es nicht doch mit unserem Verstand umdeuten und dem Zeitgeist anpassen, damit Gott attraktiver wirkt? Diese und viele weitere Fragen werden beleuchtet – aus unterschiedlichen Winkeln.
Und ich als Leserin? Kann mir Gedanken machen. Was sehe ich genauso? Was sehe ich anders? Worauf gründe ich mein Verständnis? Worauf meinen Glauben?

Warum empfehle ich etwas, was ich selbst noch nicht fertig gelesen und durchgearbeitet habe?
Weil diese Artikel und Beiträge zum Dialog ermutigen, zum Nachdenken inspirieren und zur eigenen Positionierung beitragen. In den letzten Jahren tauchen viele Fragen auf. Theologie wird zum Streitthema, Spannungsfelder werden kaum noch ausgehalten – jeder möchte einfach eine klare Antwort- und, wie oben schon erwähnt, Kategorisierungen und Betitelungen werden immer mehr radikalisiert, negativiert und schon fast als Beschimpfung verwendet. Was glauben wir noch? Warum glauben wir? Wo stehen wir als Christen? Vermeiden wir die Herausforderungen unserer Zeit oder gehen wir gar aggressiv damit um? Ist Dialog, Debatte und Positionierung überhaupt noch möglich, ohne dass es in Beschimpfung und Radikalisierung endet? Diese Fragen stelle ich mir. Geben mir die Bände Antwort darauf? Ja und Nein. Sie bieten mir durch die Vielzahl der Artikel und Meinungen die Möglichkeit, meine eigene Meinung zu reflektieren, zu hinterfragen und/oder auch klar zu begründen.

Wie gesagt, bin ich selbst noch am Durcharbeiten und lesen – es braucht (zumindest bei mir) Zeit, das Gelesene sacken zu lassen, Fragen, die durch den Artikel aufkommen zu beleuchten und eben für mich selbst eine Position zu finden. Und doch ermutige ich dazu, diese Bände (einzeln oder alle) zu erwerben und sich Zeit dafür zu nehmen. Zeit – die sich kaum noch jemand nimmt. Zeit, eigene Antworten zu finden, bevor Streitgespräche unreflektiert und vor allem ohne jeglichen Respekt losgetreten werden.

Wer sich also mit den Sichtweisen verschiedener Theologen und Denker auseinandersetzen möchte und dadurch eine eigene Sichtweise vertiefen will, ist mit dieser Reihe gut bedient.

Wo bekommt man die vier Bände?
Die Bände sind für 14,90€ bzw. 15,90€ einzeln (oder auch als „Pack“) im Handel erwerbbar.
Wer alle 4 Bände kaufen möchte, kann dies direkt für 49 Euro inklusive Versand über Martin Grünholz direkt tun. Ansonsten einfach beim Buchhandel deines Vertrauens:-)
(Instagram: Martin P. Grünholz)


Wie wir kämpfen sollten

Vor einigen Wochen war ich in Texas.
Ich lernte dort eine Frau kennen, mit der ich mich über die sehr lockeren Regelungen bezüglich Besitz und Nutzung von Waffen in ihrem Bundesstaat austauschte. Sie erzählte mir stolz, wie sicher sie sich fühle. Zum einen, weil sie durch ihre langjährige Erfahrung beim Militär wisse, wie man mit Waffen umginge, zum Anderen, weil in ihrer Nachbarschaft viele Leute lebten, die wüssten, wie man sich verteidigte. „Im Falle eines Krieges oder einer Bedrohung währen wir in unserer Nachbarschaft super safe. Wir wissen, wie wir uns verteidigen.“
„Verteidigung“ ist ein Thema, das mich in den letzten Tagen generell beschäftigt.
Seit zwei Tagen bekomme ich auf Instagram nur noch Meldungen und Meinungen zum Tod von Charlie Kirk angezeigt. Ich muss zugeben, dass ich, als ich die Meldung in den Nachrichten sah, während ich in Nordamerika war, erstmal schauen musste, wer denn Charlie Kirk ist. Ich hab vorher noch nie von ihm gehört und wusste daher nichts über ihn. Umso erstaunter war ich, wieviele Menschen auch in Deutschland plötzlich RIP Posts machten, sagten, wie sehr sie trauern  – entweder sind sie alle einfach dem Hype gefolgt oder ich bin die einzige, die keine Ahnung hatte.

Wie komme ich jetzt dazu, auch etwas zu diesem Menschen zu sagen? Mir ist etwas aufgefallen, woraus ich lernen möchte und hoffe, dass wir alle darüber nachdenken…
Wofür war Charlie Kirk bekannt? Er suchte die Debatte. Er war scheinbar nicht zu feige, um sich den schwierigen Fragen zu stellen, sich hinzusetzen und zu streiten und für Werte und seine Meinung einzustehen. Er stellte sich denen, die auf der einen Seite für Meinungsfreiheit kämpfen, die sich gegen „Schubladen“ und Kategoriesierungen stellen und gleichzeitig seine Meinung nicht akzeptierten und IHN in verschiedene Kategorien steckten: Rechtspopulist, Homophober, Rassist und was weiß ich. Interessant also, dass sich das extreme Verhalten der „Gegner“ hier genau dem widerspricht, wofür sie kämpfen, nämlich dass verschiedene Meinungen gelten und stehen gelassen werden sollen und man sein und glauben kann, was man will…scheinbar allerdings nur, solange es DAS ist, was SIE glauben und sein wollen…
Was mich aber am meisten zum Nachdenken brachte ist folgender Gedanke: Was würde Jesus tun? Bzw. Was hat Jesus getan? Wie ist das „richtige“ Verhalten und die Antwort der Christen?
Alles scheint lauter, extremer und aggressiver zu werden. „Die kleine Gruppe ist so laut und macht so viel Lärm – warum sind `Wir`so leise?“, „Die Kirche muss lauter werden!“, „WIR müssen für unsere Werte kämpfen!“ – all das sind Gedanken, die ich selbst immer wieder hatte oder die mir durch diverse Posts entgegenprasselten. Und ich fragte mich: „Ist das der JESUS-Weg?“

Müssen wir kämpfen? Revolutionieren? Müssen wir es auf dieselbe Art wie alle anderen tun? Laut werden? Argumente bringen? Die Debatte anfeuern und uns groß machen?
Interessanter Weise dachten das die Jünger damals schon. Sie hatten die Schnauze voll von den Römern. Wollten Gerechtigkeit. Israel hoffte auf DEN Retter. DEN Messias. Und als Jesus auftauchte, bekamen sie Hoffnung. Sie wollten und erwarteten, dass ER aufsteht, einen Aufruhr startet, vielleicht einen Krieg anzettelt, den ER dann gewinnt. Petrus schlug mit dem Schwert auf einen Wachmann ein, wollte mit allen Mitteln kämpfen. Und was machte Jesus? Er heilte das Ohr dieses Wachmanns. Er erdultete alles still. Er antwortete ruhig und geduldig, gab Zitate aus der Tora wieder, um den Schriftgelehrten zu antworten. Aber er handelte so anders, als die Jünger es gedacht haben. Anders, als die Israeliten gedacht haben. Er sagte zwar, dass er gekommen ist, um das Schwert zu bringen, aber es war eine andere Art von Schwert, als Petrus dachte.
Im Epheserbrief wird das Schwert als Teil der geistlichen Waffenrüstung benannt und steht symbolisch für das „WORT Gottes“.
Ich frage mich, ob wir wirklich verstanden haben, wie wir Jesus-Like kämpfen können und sollten: Mit dem WORT Gottes in die GEISTLICHE Welt. Es ist ein geistlicher Kampf der Werte, ein Kampf der Ideologien. Menschlich kämpfen würde bedeuten: Wir gehen auf die Straße. Wir demonstrieren! Wir machen Flaggen, posten, kommentieren, verurteilen, stecken in Schubladen, kategorisieren, bringen Argumente über Argumente. Aber wie ich am Anfang schon gesagt habe: Die Argumente machen keinen Sinn und sind unlogisch, weil hier nicht mit Logik gekämpft wird.


Wir brauchen als Christen einen anderen Blick und der geht über diese Welt hinaus. Jesus hatte diesen Blick. Er betete. Er sagt: „Liebt eure Feinde“, er sagte „Halte die andere Wange hin!“ – er betete, er klagte und er weinte, weil GOTT den Überblick hat. GOTT wird richten. GOTT wird urteilen.
Ich glaube, dass ich derzeit immer mehr lernen und einsehen darf, wofür ich meine Energie und meine Gaben nutzen soll. Und das ist nicht, einen Streit zu gewinnen oder radikal für etwas einzustehen und zu kämpfen. Menschen werden dadurch nicht erleben, dass Gott LIEBE ist. Dass ER allmächtig ist und dass er kommen wird um die Lebenden und die Toten zu richten. Ich möchte daher erstmal IHN fragen, was ich tun, sagen und auch lassen soll. Und IHM vertrauen, dass ER früher oder später für Gerechtigkeit sorgen wird. Ich muss das, Gott sei Dank, nicht tun.
Bevor wir den Mund aufmachen, bevor wir andere verurteilen oder ihnen irgendwas wünschen – sollten wir damit zu Gott gehen. Und IHN urteilen und richten lassen. Und bis Jesus wieder kommt alles daran setzen, dass genau diese Menschen, die wir menschlich anschauen und (vielleicht auch menschlich zu recht) verurteilen, lernen zu lieben und ihnen mit Geduld, in Frieden, mit Freude, mit Freundlichkeit etc. entgegentreten können.


Bedeutet dass, das wir alles zulassen sollen? NEIN – aber es bedeutet, dass wir mit Gebet und in Wahrheit und Geist kämpfen, in dem wir unsere geistliche Wafffenrüstung anziehen und mit Vollmacht und Autorität beten. Den Heiligen Geist einladen zu wirken. Dass wir Erkenntnis und Offenbarung lösen im Namen Jesu, dass wir unsere Herzen und Gedanken von Gott schützen lassen und dass wir Hass, den Geist des Todes, Jähzorn, Verblendung und so vieles mehr im Namen Jesu BINDEN. Wir dürfen den Heiligen Geist bitten uns zu zeigen, was wir beten dürfen und wir dürfen und sollten die Vollmacht nutzen, die Jesus seinen Jüngern und damit auch uns gegeben hat. Ansonsten…kämpfen wir gegen Windmühlen und werden bald müde und verletzt am Boden liegen.

Wenn Gott klar sagt, dass ich diskutieren soll und ER mir Weisheit dazu gibt, dann kann ich das tun. Wenn er sagt, wie und ob ich kämpfen soll, dann ok. Charlie Kirk hatte die Gabe und den Willen, seine Werte (und die vieler anderer) zu verteidigen und in den Dialog zu gehen. Man wollte ihn mundtot machen -und doch hat es Gott umgedreht und die Stimme Kirks ist nun lauter und bekannter als zuvor. Seine Argumente und Werte haben mehr Befürworter und Unterstützer als zuvor. Die Stimmung ist aufgeheizt-nun heißt es, sich zu beruhigen, mit Gott ins Gespräch zu gehen und lauter zu beten und mit IHM in den Dialog zu gehen, damit es nicht ausartet!

Bücher: Hinterlassene Nachrichten

Bücher: Hinterlassene Nachrichten

Wien im Juli 2025. Es ist Sommer – aber es fühlt sich nicht so an. Der Himmel ist bedeckt, die Luft schwül, die Straßen nass vom Regen. Es ist kein perfekter Sommertag – aber ein perfekter Tag, sich die Nationalbibliothek – genauer gesagt den „Prunksaal“ anzuschauen. Leider dachten sich das auch viele andere Besucher – schnell wird mir klar: Dass ich in aller Seelenruhe in diesem ehrfurchterregenden Saal sitze und alles auf mich wirken lassen kann – das ist nur eine Illusion. Ich freue mich trotzdem.
Mein Mann hatte schon vorab Tickets besorgt, um mir eine Freude zu machen und wir stiefeln die alten Stiegen hinauf in den großen Saal.
Über 200 000 Bücher aus dem 15.-18. Jahrhundert befinden sich darin. Parallel gibt es eine Ausstellung über die politische Geschichte Österreichs. Sicher auch interessant, für mich heute aber nicht der Fokus. Ich möchte eintauchen in diese Atmosphäre und staune.

Umberto Eco – ich bezeichne ihn gerne als „Literarischen Wundermenschen“, hat zahlreiche Vorträge und Aufsätze geschrieben, in denen er sich über die Liebe zu Büchern, zu Worten, zur Schrift und zur Geschichte äußert. Vor allem aber macht er deutlich, wie wichtig Schriftwerke sind. Während ich in dieser Nationalbibliothek – zwischen all den vielen Büchern (und Influencern) stand, kamen mir direkt mehrere Sätze von ihm in den Sinn. Unter anderem auch dieser: „Jeder Autor, der nicht bloß des Geldes wegen schrieb, sondern aus Liebe zum eigenen Werk, wußte, daß er seinem Buch eine Nachricht anvertraute, die noch in Jahrhunderten lesbar sein würde.“ (U. Eco, 2011, dtv, Die Kunst des Bücherliebens., S.21)
Ich fragte mich, welche Nachrichten, welche Gedanken, welche Poesie, wissenschaftliche Erkenntnisse, Philosophien wohl in diesem Raum steckten. In all diesen Büchern. Die so nah und gleichzeitig so weit entfernt in diesen Regalen standen.
Und dann sah ich auf die vielen Menschen in diesem Raum und erkannte, dass die eine Hälfte mit der Ausstellung beschäftigt war, während die andere Hälfte nach dem perfekten Spot für ein tolles Foto suchte -nicht etwa von den Büchern oder der kunstvollen Stuckarbeit oder den Fresken – sondern vor allem von sich selbst. Im Mittelpunkt.

Ich setzte mich auf einen Stuhl und versuchte, meine Gedanken zu fassen.
Was bleibt?
Was bleibt, wenn wir einmal gehen? Wenn ich einmal gehe?
Welche Nachricht hinterlasse ich? Welche Nachricht möchte ich hinterlassen?
Was hinterlasse ich?
Fotos, auf denen ich lächle? Materielles?
Bleiben Worte, die ich sagte oder Gedanken, die ich aufschrieb?

Warum lese ich?
Um mich abzulenken? Um als intellektuell zu gelten? Um zu lernen?
Warum kaufe ich Bücher?
Um meine Regale präsentieren zu können? Um Schriftsteller zu unterstützen? Um mich zu bilden?
Oder, um Menschen kennen zu lernen? Die, die schrieben. Die, die ihre Nachrichten, ihre Gedanken, ihre Poesie, ihre Geschichten hinterließen, damit ihr Innerstes, ihre Fragen, ihre Erkenntnisse Ausdruck finden?
Sehe ich Bücher und Schriftwerke als Staubfänger oder als Schatz – als Teil eines Lebens eines Menschen?

Viele Fragen, die mich seit dem beschäftigen und ermutigen.
Sie ermutigen mich, einmal mehr zu schätzen, was in diesen Büchern steckt. Zu schätzen, dass ein Mensch sich Zeit nahm um etwas zu hinterlassen. Eine Nachricht.
Zu schätzen, dass ich dadurch nachdenken, reflektieren und lernen darf.
Und dass ich selbst schreiben darf – als Frau. Frei.
Ich darf etwas hinterlassen – ob Menschen eines Tages das, was ich schreibe, lesen und darüber nachdenken oder ob es ihnen egal ist – das kann ich nicht beeinflussen.
Aber ich kann für mich entscheiden, warum ich lese und warum ich schreibe: Weil ich lernen möchte.

Warum liest du?

Holy Mountain – Der perfekte Wanderführer für das Abenteuer „Jüngerschaft“

Holy Mountain – Der perfekte Wanderführer für das Abenteuer „Jüngerschaft“

„Holy Mountain- Von den Bergen für unsere Jesus-Nachfolge lernen“
Samuel Holzhäuer
Hänssler Verlag

(Rezensions-Exemplar)

In der Schule gehörte ich zu den Schülern, die (vor allem in Mathe) immer wieder die Frage stellten: “Wofür muss ich das lernen?”. Beispiel “Kurvendiskussion” oder die Berechnung von irgendwelchen Brücken – “Ich will doch kein Ingenieur werden” habe ich dann immer gesagt. Wurde ich auch nicht – lernen musste ich es trotzdem, auch wenn es mir in meinem persönlichen Alltag nicht wirklich nützlich war und ich es auch nicht mehr kann. Ich hab’s gelernt, nie angewandt und dadurch irgendwann vergessen.
Wenn ich aber einen “Nutzen” daraus habe, es in meinem Alltag anwenden kann oder es mir auf irgendeine Weise gut tut und mich weiter bringt – dann LIEBE ich es zu lernen.

Ich gehe gerne in die Berge. Man unterstellte mir eine ganze Zeit lang, dass ich Wandern nicht mögen würde – aber auch da: Wenn die Landschaft stimmt, (Wiesen und Wald in guter Balance, Sonne, ein paar Quellen und eine schöne Aussicht schon auf dem Weg zum Ziel) LIEBE ich es, in den Bergen unterwegs zu sein und zu wandern. Nun werde ich es noch mehr lieben! Denn “Holy Mountain” macht Jüngerschaft UND die Berge nicht nur schmackhaft – das Buch hilft mir, die Dinge anders zu sehen, zu deuten und das auf ganz praktische Art und Weise.
Samuel Holzhäuer liebt die Berge und Jesus ist sein Leben – das schreibt er bereits auf den ersten Seiten und das kann man nicht nur lesen sondern auch spüren.
In 14 Kapiteln geht er auf verschiedene Themen der Jesus-Nachfolge ein ( z.B. geistliche Anfechtungen, Ruhezeiten, “das Kreuz auf sich nehmen”, Jesus-Nachfolge in Zeiten des Leids…), betitelt die Kapitel dabei aber nicht mit diesen frommen Worten, sondern passend zum Thema wie in einem Wanderführer (zum Beispiel “Brotzeit und Wanderlust”, “Hüttenzeit” oder “Alpine Gefahr”).
Jedes Kapitel ist logisch aufgebaut und unterteilt durch Erlebnisse während einer Bergtour “Tourentagebuch”, einer Überleitung bzw. Umdeutung auf Alltags-Situationen “Abenteuer Alltag” und wird am Ende durch eine Reflexions-Seite mit einer Frage “Bergschule”, einem kurzen Gedanken mit Bibelvers “Bergrast” und einem Gebet abgeschlossen.
Immer wieder zitiert der Autor Songtexte, Gedichte und Bibelverse und ansprechende Fotos machen Lust auf die nächste Bergtour.
Ein echtes Bonus ist ein QR-Code zu einer passenden Playlist mit verschiedenen christlichen Songs, die man beim Lesen, während der Reflexion oder einfach bei der nächsten Bergtour anhören kann.
Samuel Holzhäuer schafft es, die besonderen Momente in den Bergen ganz praktisch mit der Jesus Nachfolge zu verknüpfen und vor allem Theologie praktisch und spürbar zu machen. Seine Sprach- bzw. Schreibart hat mich beim Lesen direkt mit in die verschiedenen Situationen hineingenommen. Ich konnte mir seine Tourentagebuch-Einträge nicht nur gut vorstellen sondern die ein oder andere Situation fast spüren. Das Buch ist super als tägliches Andachtsbuch geeignet oder zum Mitnehmen auf den nächsten Gipfel.
Wer einen “Wanderführer für die Jüngerschaft” sucht, wird mit diesem Buch nicht nur fündig sondern vor allem bereichert. Ich werde es in jedem Fall weiterschenken und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es bald in einer netten Pension am Dachstein stehen, damit alle Gäste es dort lesen können:-)

Dein Leben. Dein Impact

Dein Leben. Dein Impact

Titel: Dein Leben. Dein Impact. – Entspannt und fokussiert Gottes Welt bewegen
Autor: Lukas Herbst
Verlag: R. Brockhaus


Mein Jahresmotto ist „Entspannt gespannt“ und ich bin immer noch auf der Suche nach der richtigen Balance. Ich möchte gespannt sein auf das, was Gott vor hat. Ich möchte Vorfreude verspüren und weniger Stress in meinem Leben. Ich spüre, dass ich Fokus brauche auf die Dinge, die JETZT und HIER dran sind und diese Schritte entspannt und gelassen angehen, bis der nächste Schritt dran ist. Aber wie funktioniert das mit so vielen Dingen im Kopf und im Kalender???
„Zufällig“ sind gleich zwei neue Bücher auf dem Markt, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Das eine ist von Dr. Johannes Hartl und liegt bereits auf meinem TBR Stapel.
Das andere „Dein Leben. Dein Impact“, konnte ich als Rezensionsexemplar ergattern.

Entspannt und fokussiert Gottes Welt bewegen” – Tatsächlich hat mich vor allem der Untertitel, obwohl nicht so sichtbar wie der eigentliche Titel dieses Buches, am meisten angesprochen. “Entspannt” und “Fokussiert” treten beim Lesen auch immer wieder auf und betiteln auch die verschiedenen Abschnitte “Teil 1”, “Teil 2” und “Teil 3”, was mich als struktur- und ordnungsliebender Mensch sehr anspricht.
Im ersten Teil “Entspannt” erklärt Lukas Herbst zuerst anhand der gesellschaftlichen Überzeugungen unserer Zeit, warum das Leben Vieler unentspannt ist und gibt dann theoretische und vor allem praktische Ideen, wie man das Leben entspannter angehen kann (z.B. mit Grenzen richtig umgehen oder Rhythmus finden).

Den Abschluss des ersten Teils bildet passend ein sogenanntes “SELA” – ein Gebet, das dazu dienen soll, einen Moment der Ruhe und Entspannung zu nehmen, bevor es mit dem zweiten Teil des Buches fokussiert weiter geht.

Der 2. Teil (“Fokussiert”) thematisiert vor allem verschiedene Lebensbereiche, die es zu betrachten gilt, um dann (im dritten Teil beschrieben) zu entscheiden, welche Schritte bzw. welcher Fokus nun als nächstes dran ist, welcher Bereich als nächstes weiterentwickelt werden möchte, um einen positiven Einfluss zu haben.
Dabei geht Herbst nicht nur auf die bekannten Bereiche “Körper” oder “Zeit” ein, sondern betrachtet auch weitere Lebensbereiche wie “Berufung”, “Charakter” oder auch “Kompetenzen”.

Der Autor gibt in diesem Buch nicht nur bloße Theorie oder theologische Betrachtungen weiter, sondern nimmt eigene Erfahrungen immer wieder als Beispiel und gibt praktische Tipps. Unter der Überschrift “Sehen und Säen” bekommt die Leserschaft dann immer wieder Möglichkeiten, verschiedene Bereiche für sich zu reflektieren, um dann am Ende das Reflektierte zu nutzen und die nächsten Schritte zu gehen.

Lukas Herbst schreibt in einem sehr jungen Stil und spricht damit sicherlich vor allem jüngere LeserInnen an. Immer wieder redet er bewusst die Leserschaft an (“Du willst wissen warum?” , „Nett, dass du fragst!“ oder “Merkst du was?”). Er fordert direkt heraus, ermutigt dazu, mal kurz Pausen zu machen oder gibt in seinen Fußnoten persönliche Einblicke und Tipps. Aber nicht nur das “DU” oder die jugendliche Sprache “Das klingt ein bisschen steil…” oder “Crazy oder?!” sprechen dafür, dass er vor allem junge Menschen ansprechen möchte, sondern auch die Formatierung der Seiten: Immer wieder gibt es Lücken. Einzelne Sätze und größere Absätze. Das Buch liest sich dadurch nicht wie ein klassisches Sachbuch, sondern fühlt sich wie das Anhören eines Podcasts oder einer Folge von “Checker Tobi” an.
Obwohl ich bereits am Anfang kurz innehielt, um zu prüfen, ob mich diese sehr jugendliche Schreibart stört, (Ich dachte, ich fühle mich jung – aber beim Lesen hab ich dann doch gemerkt, dass ich älter geworden bin:-)) habe ich das Buch gerne und interessiert weiter gelesen, denn es ist praktisch, strukturiert und vor allem hilfreich.
Entspannung und Fokussierung müssen sich nicht ausschließen – das macht Lukas Herbst durch dieses Buch deutlich. Meine Empfehlung: Bereits beim Lesen das Gelesene umsetzen und die Kapitel entspannt und mit Fokus lesen und reflektieren, bevor es ans nächste geht.

Jetzt die große Frage: Habe ich durch das Buch eine Antwort auf die Frage erhalten, WIE ich Entspannt gespannt sein kann bzw. wie ich entspannt fokussiert leben kann? Ja und Nein. Es gibt den Blick auf die Wurzel, es gibt Reflektionsmöglichkeiten, es gibt auch praktische Tipps und vor allem Entspannung bei der Panikmache („Das alles soll/muss ich JETZT auf EINMAL ALLES umsetzen?“) und doch ist es mit dem Lesen nicht getan: Es ist an MIR, am Leser, sich Zeit zu nehmen um alles zu reflektieren und zu prüfen, welcher Schritt dran ist. Und es ist an MIR, einen Plan und eine Struktur zu entwickeln, die es mir möglich macht. Was ich aber sagen kann: Ich wurde inspiriert und ermutigt, die Tipps und Ideen aus dem Buch nun praktisch anzuwenden!

FAZIT:
Ein Buch, das auf frische, ermutigende und persönlich ansprechende Art dabei hilft, sich persönlich ohne Stress oder Druck, dafür mit entspanntem Fokus, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

FÜR WEN EMPFEHLE ICH DAS BUCH?
Für junge Leserschaft
Für Menschen, die es praktisch mögen
Für LeserInnen, die sich nicht durch einen jungen Schreibstil abschrecken lassen und sich auf den Inhalt konzentrieren
Für alle, die es lieben, genauer hinzusehen, zu hinterfragen und Schritt für Schritt weiter zu kommen.
Für das 16-Jährige ICH von damals:)

Wozu Kirche?!

Wozu Kirche?!

„Daraufhin forschten die Propheten, wann und wie dies eintreffen sollte. Gott ließ sie wissen, dass diese Offenbarungen nicht ihnen selbst galten, sondern euch. Nun sind sie euch verkündet worden, und zwar von denen, die euch die rettende Botschaft gebracht haben. Gott hat sie dazu durch den Heiligen Geist bevollmächtigt, den er vom Himmel zu ihnen sandte. Diese Botschaft ist so einzigartig, dass selbst die Engel gern mehr davon erfahren würden.“ (1. Petrus 1,11-12)

„Darum seid bereit und stellt euch ganz und gar auf das Ziel eures Glaubens ein. Lasst euch nichts vormachen, seid besonnen und richtet all eure Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit, die er euch in vollem Ausmaß an dem Tag erweisen wird, wenn Jesus Christus für alle sichtbar kommt.“ (1. Petrus 1,13)

Seit ein paar Tagen beschäftigt mich mal wieder die Frage: „Wozu eigentlich Kirche?“. Ich frage mich das nicht für mich – sondern für einen Freund:-)
Im Ernst: Ich persönlich BRAUCHE Kirche und die Gemeinschaft im Glauben – obwohl ich an sich Ruhe, Zeit und möglichst wenig Menschen um mich brauche, spüre ich trotzdem immer wieder in Fragen hinein, die andere Menschen haben könnten. Ausgelöst wurde die Frage bei mir, als ich innerhalb kurzer Zeit Einladungen zu Online-Angeboten bekam: Eine Smallgroup mit Input, ein Magazin mit verschiedenen Impulsen, Podcasts, Inspiration, Online-Workshop etc. etc. und ich fragte mich: Worin sehen oder finden Menschen heute noch den Sinn von Kirche, wenn es doch alles zu jeder Zeit online abrufbar ist? Welche Erwartungen haben sie? Welche Erwartungen hast du?
Ist die Erwartung an Kirche, dass man am Sonntag guten Worship von einer Band bekommt? – Warum dann nicht einfach eine Spotify Playlist laufen lassen?
Erwarte ich eine gute Predigt und Impulse? – Die Landschaft der Podcasts und Impuls-Geber im World Wide Web scheint doch grenzenlos!
Suche ich Gemeinschaft? – Kann ich doch in einer Kleingruppe mit meinen engsten Freunden haben, die am besten noch genauso denken wie ich und möglichst wenig Anlass zu Diskussionen geben…
Ist Kirche noch zeitgemäß?
Für manche ist Kirche langweilig. Für manche eine reine Show. Für manche reines Abrackern im Dienst der anderen – für manche eine nette Unterhaltung und eine Abwechslung im Alltag…
Was ist Kirche für dich?
Für mich ist Kirche notwendiger denn je. Warum?
Ich schaue zurück und voraus gleichzeitig.

1. Kirche ist unser Auftrag!
Jesus sammelte verschiedene Menschen um sich. Jeder hatte seine Eigenarten. Da waren Frauen und Männer mit verschiedenen Hintergründen, Begabungen und Berufungen. Und doch bekamen am Ende alle einen Auftrag: Sie sollten aus ihrer Komfortzone, aus ihrem „inner Circle“ hinaus gehen und Menschen lehren, ihnen beibringen, was Jesus gelehrt hatte und sie taufen. Niemand von ihnen tat das alleine. Nicht einmal Jesus. Petrus sammelte Begleiter um sich, Paulus tat das auch. Als Jesus noch unter seinen Jüngern war und sie aussandte, schickte er sie immer zu zweit aus. Sie sollten sich gegenseitig Zeugen sein, unterstützen und halten. Und er sagte: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen“. Wir sind nicht für langfristige Isolation oder Alleingänge geschaffen – sondern zur Ergänzung und Unterstützung untereinander. Und wenn dann noch die unterschiedlichen Geistesgaben dazu kommen…uhuhuuu!

2. Kirche bereitet uns vor
Jesus hatte seinen Jüngern angekündigt, dass die „Endzeit“ nicht leicht werden wird. Im Gegenteil. Jeder wird sich gegen jeden stellen. Naturkatastrophen zunehmen, Kriege und Streitereien an der Tagesordnung sein. Familienmitglieder werden gegeneinander kämpfen und falsche Zeugen werden aussagen.
Und dann? Dann wünsche ich mir, nicht alleine in einem Zimmer zu sitzen. Ich wünsche mir, dass ich die Wahrheiten kenne, dass ich in all den Fake-Videos und Stimmen unterscheiden kann, was wahr und was falsch ist. Ich wünsche mir, dass ich Menschen an meiner Seite habe, die mich an das erinnern, was ich glaube, was ich weiß, was ich erlebt und erfahren habe. Sie können mich daran erinnern, weil ich meine Erlebnisse und meine Gebetsanliegen – auch die Wunder – mit ihnen geteilt habe. Und ich kann wiederum sie ermutigen. Wir können uns helfen, unterstützen und vor allem unsere geistlichen Gaben einbringen – prophetische Eindrücke teilen, Worte der Ermutigung, Worte der Weisheit. Wir können Hände auflegen und Heilung aussprechen. Wir können uns gegenseitig stärken und Halt bieten, wenn alles um uns herum zerfällt. Wir können uns an die Perspektive Ewigkeit erinnern und uns stärken durchzuhalten bis zum Ende.

3. In der Kirche werden Geistesgaben ausgegossen

Wie oben schon erwähnt, sagte Jesus, dass er selbst mitten unter uns sein würde. Das ist er durch den Heiligen Geist. Im Neuen Testament erklärt der Apostel Paulus die verschiedenen „Geistesgaben“ – Begabungen, die der Heilige Geist den Menschen unterschiedlich schenkt und die dazu da sind, um Gottes Wirken sichtbar zu machen. Diese Gaben sind vielfältig und unterstützend. Je mehr Menschen diese unterschiedlichen Gaben einbringen, desto gesünder und funktionierender der „Leib Christi“.
Der Heilige Geist kann wirken und Menschen werden erfüllt, wenn er wirkt.

Es geht um so viel mehr!
Warum Kirche also HEUTE wichtig ist? Weil es unser Auftrag ist, uns gegenseitig zu stärken und auszurüsten für die Zeiten, die auf uns zukommen. Es geht nicht um Show oder um nette Abwechslung. Es geht um unsere Seelen und unseren Geist. Es geht um die Zukunft. Es geht darum, dass wir den Himmel auf diese Erde holen – im Geist spürbar, in der Seele heilbar und am Körper wahrnehmbar – auch wenn alles andere dagegenspricht. Ist es anstrengend? Ja! Ist es sinnlos? Nein!
Bedeutet es, dass ich immer wieder an meine Grenzen komme? Ja!
Ist es unbequem? OH JA.
Aber es lohnt sich!
Ich wünsche mir so sehr, dass DAS der Grund ist, warum Menschen die Gottesdienste und Kirchenangebote aufsuchen: Um den Himmel auf Erden zu erleben und sich darin zu verwurzeln – egal was kommt.
DAS ist der Grund, warum ICH Teil einer Kirche bin.
Das ist das, was mich antreibt. Es ist mein Herzschlag. Es ist der Gegenpuls der Zeit!

Eine letzte Ermutigung
Ich möchte dich ermutigen, am kommenden Sonntag in eine Kirche zu gehen. Mit offenem Herzen und offenem Geist. Mit einem offenen Notizbuch und einer vollen Tintenpatrone. Und dann – einmal mehr oder neu zu sagen: Gott, was willst du mir mitgeben? Was darf ich heute lernen? Und: „Wo möchtest du mich heute gebrauchen als Teil dieser Gemeinschaft – um mich selbst und andere im Glauben zu stärken und auszurüsten?“

„Wie ein neugeborenes Kind nach Milch schreit, so sollt ihr nach der unverfälschten Lehre unseres Glaubens verlangen. Dann werdet ihr im Glauben wachsen und das Ziel, eure endgültige Rettung, erreichen.“ (1. Petrus 2,2)

Schon wieder eine neue?

Schon wieder eine neue?

„Schon wieder eine neue Bibel?“ – das könnte man mich fragen, hab ich doch erst vor einigen Wochen die MENGE-Übersetzung angepriesen. Wer aber aufmerksam meinen Beitrag dazu gelesen hat weiß, dass ich es liebe, immer wieder neue Übersetzungen und Ausgaben zu lesen. Ich wechsele da auch gerne mal durch. Heute erhielt ich ein neues Rezensions-Exemplar der „Hoffnung für Alle“, genauer der „Breathe“-Edition. Und ich möchte gleich vorweg sagen: Nur, weil es ein Rezensions-Exemplar ist, bedeutet es nicht, dass ich blind Werbung mache und Dinge anpreise, die ich nicht wirklich gut finde. Ich bin ehrlich. War ich schon immer und ich denke jeder, der mich kennt oder schon öfter Predigten von mir gehört – oder Beiträge gelesen hat, weiß das.
Ich bin also auch ehrlich, was diese Ausgabe angeht:-)
Das Schöne ist: Das WORT GOTTES ändert sich nicht. Die Wahrheit, die tiefe Liebe Gottes zu den Menschen, seine Geschichte mit dem Menschen und mit seinem Volk – sie ändert sich nicht. Sie lässt sich nicht bewerten. Bei Bibeln geht es rein um die Art der Übersetzung, des Formats, der Gestaltung oder auch der Anhänge. Ist die Bibel gut lesbar? Ist die Wortwahl entsprechend der Zielgruppe? Ist sie handlich oder schwer, lädt sie zum Lesen und Vertiefen ein? Ist sie geeignet für das einfache Lesen oder besser zum Arbeiten? – Das sind alles Fragen, die ich in meiner Rezension berücksichtige und – wie auch bei Kirchen – ist meine Meinung: Die Auswahl ist riesig. Der Kern sollte nicht verändert sein. Jeder finde das, was für ihn am besten passt und ihn oder sie in ihrer Beziehung zu Gott wachsen lässt.
Die Menge-Bibel war daher für all jene ansprechend und empfehlenswert, die sich gerne in der Wortwahl verlieren -die die alte Sprache lieben und gerne über einzelne Formulierungen nachdenken, vielleicht sogar meditieren.
Die „Hoffnung für Alle“ ist das nicht. Sie ist aber für alle LeserInnen gut und empfehlenswert, die das Wort Gottes leicht verständlich lesen möchten, die die Sprache der Zeit sprechen. Diese Ausgabe der „Breathe Edition“ ist zudem noch für alle LeserInnen geeignet, die sich nicht in Markierungen oder Notizen verlieren möchten, sondern einfach lesen möchten.
Genauere Details findest du hier:

Die Übersetzung
“Man muss den Leuten aufs Maul schauen”, sagte Luther bereits und laut Herausgeber dieser Bibel ist es auch heute noch Motto jeder Bibelübersetzung. Die “Hoffnung für Alle” Übersetzung soll Menschen ansprechen, die die Sprache dieser Zeit sprechen. Das Wort Gottes ist deshalb auch in dieser Ausgabe für den Leser leicht verständlich gemacht und verzichtet daher möglichst auf altmodische Begriffe. Durch Fußnoten und Hinweise auf Erklärungen im hinteren Teil der Bibel wird das Verstehen des Textes ebenfalls erleichtert.

Die Anhänge
Die Wörter, die kulturell, soziologisch, historisch oder theologisch bedingt trotzdem Fragen aufwerfen könnten, werden im hinteren Teil dieser Bibel, unter “Sacherklärungen” knapp und dennoch ausreichend erklärt. Im Biblischen Personen -und Ortsverzeichnis kann der Leser zudem zusätzlich weitere Informationen erhalten. Eine Zeittafel gibt einen Überblick über historische Entwicklungen zur Zeit des Ersten- und Neuen Testaments und auch drei Karten (davon zwei über die Reise des Apostel Paulus) im Anhang helfen beim Verständnis. Die Gestaltung der Zeittafel finde ich persönlich sehr gelungen, da sie in verschiedene Abschnitte mit entsprechenden Überschriften unterteilt ist und die Spalten “Israel” und “Zeitgeschichte” beinhaltet, was einen schnellen und einfachen Überblick ermöglicht.

Das Papier
Die Seiten sind auf 30g/qm ThinOpaque-Papier gedruckt, was die Bibel trotz Gesamt-Ausgabe recht handlich macht, gleichzeitig aber leider das Markieren oder Unterstreichen nur mit einem sehr dünnen Holzstift ermöglicht. Alle anderen Stiftarten würden auf der Rückseite durchschimmern oder durchdrücken, was dann das Lesen erschwert und die Gesamterscheinung unordentlich und chaotisch wirken ließe. Gleichzeitig ist die Auswahl des sehr dünnen Papiers der Grund dafür, dass diese Bibel gut und einfach in einer Tasche mitgenommen werden kann, ohne dieses Buch als Last zu empfinden.

Das Cover
Die Covergestaltung ist vermutlich der größte (und manchmal auch einzige) Unterschied zu anderen aktuellen Ausgaben der “Hoffnung für Alle”. Dieses Cover ist sehr hell gestaltet und zeigt einen wehenden, leichten Vorhang, ein großes Fenster und den Teil eines leeren Raumes. “Breathe” (Atmen) heißt diese Edition und der Name scheint passend. Beim Aufschlagen der Bibel atme ich automatisch durch, spüre Leichtigkeit und Sehnsucht gleichzeitig. Dies ermöglicht mir eine Offenheit beim Lesen – wie ein leerer Raum, der mit frischem Wind durchweht, durchgelüftet und aufgeräumt wird.

Fazit
Alles in allem eine schöne, ansprechende Bibel für alle, die das Wort Gottes gerne in moderner Sprache und verständlich lesen und auf das “Arbeiten” mit Markern oder Stiften verzichten können.