Schlagwort: Jesus

GEH-WEG(!)

GEH-WEG(!)

In den letzten Wochen hatte ich mehrere Situationen der selben Art, die mich jedes Mal zum Schmunzeln brachten:

Menschen liefen auf der Straße.
Ich rede jetzt nicht von dem Demonstrationen, die man immer wieder in den Nachrichten sieht. Ich rede von der Tatsache, dass mir mehrfach Menschen begegnet sind, die es vorziehen mitten auf der Straße zu laufen, anstatt den GEHweg zu benutzen.
In der ersten Situationen fuhren wir als Familie gerade mit dem Auto los und amüsierten uns darüber, dass eine ältere Frau mit ihrem Rollator einfach mitten auf der Straße geradeaus lief, anstatt drei Meter weiter rechts zu laufen. In der zweiten Situation stand ein Pärchen mitten auf der Straße und unterhielt sich stehend – der Gehweg frei und leer.

Und gerade gestern erst konnte ich nur meinen Kopf schütteln: Die Straße glatt und noch mit etwas Schnee bedeckt, der Gehweg freigeräumt und bestreut und doch fühlten sich zwei Personen offensichtlich wohler dabei, genau in der Mitte der Straße zu laufen und mit ihren kleinen Trippelschritten auf der glatten Fahrbahn die Autos zum (noch) langsameren Fahren zu zwingen.

Der erste Gedanke „Wie blöd sind manche Leute?!“ wurde schnell zur Seite geschoben, als ein anderer Gedanke Platz einnahm: „Ja, so ist das mit euch Menschen!“
Ich wurde stutzig und schaut kurz um mich – Nein, ICH lief auf dem Gehweg. ICH stand nicht mitten auf der Straße und ICH hielt keine Autos auf. „ICH bin auf dem GUTEN Weg“ antwortete ich meinen Gedanken halblaut, merkte aber, dass ich nicht das letzte Wort in dieser Diskussion hatte. Schlagartig verstand ich, was diese „innere Stimme“ mir sagen wollte:

Der Gehweg ist dazu da, um Fußgängern das Gehen in einem sicheren Rahmen zu ermöglichen. Autos fahren auf der Straße und sollten das ungehindert tun, Fußgänger können dafür in ihrem Tempo gehen und befinden sich im optimal Fall dadurch nicht in Gefahr. Daher wird der Gehweg auch bei Schnee schnellstmöglich freigeräumt: Niemand soll in Gefahr kommen und stürzen. Wenn ein Hausbesitzer nicht dafür sorgt, dass der Gehweg bei Schnee und Glätte freigeräumt ist, kann er mit satten Geldstrafen rechnen.

In unserem Leben haben wir auch immer wieder die Wahl, auf dem Gehweg oder auf der Straße zu gehen. Gott gibt uns immer wieder die Wahl, ob wir mitten auf der Straße laufen möchten (kann man machen – MUSS man natürlich nicht) oder ob wir den Gehweg nutzen wollen. Der Gehweg – der Weg, der uns Sicherheit bietet, der bei Glätte geräumt wird und der uns dazu dienen soll sicher voran zukommen ist der Weg mit Jesus. ER hat sogar selbst gesagt, dass er „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist (Johannes 14,6). Es gibt Begrenzungen und Regeln, die auf diesem Weg gelten. Und obwohl manche sich gegen „Gebote“ und „Ratschläge“ der Bibel aufregen, sie als altmodisch oder gar „irrelevant“ bezeichnen, sind sie genau wie Regeln im Straßenverkehr zu unserem Schutz da. Ich KANN die Straße einfach überqueren ohne zu schauen, ich KANN einfach den Gehweg entlang rennen und dabei jede Ausfahrt ignorieren, ich KANN den Gehweg mit Hindernissen vollstellen – aber es ist nicht unbedingt sicher. Genau so kann ich mitten auf der Straße laufen, den Gehweg ignorieren und die entsprechenden, sinnvollen „Richtlinien“ um diesen Gehweg zu nutzen – aber es ist nicht sinnvoll.

Viele Menschen ziehen es vor, mitten auf der Straße zu gehen, sich den Gefahren auszusetzen und andere dabei ebenso in Gefahr zu bringen oder sogar zu nerven (das Hupkonzert der Autos kann man sich wohl vorstellen).

Was tun wir? Was tust DU?

Wo gehen wir?

Und wenn wir jemanden mitten auf der Straße gehen sehen – wie reagieren wir?
Schütteln wir, wie ich, den Kopf und schmunzeln über die „Blödheit“ der Menschen? Helfen wir ihnen, den Gehweg wahrzunehmen? Entscheiden wir uns vielleicht, selbst doch lieber auf der Straße zu laufen?


Im Nachhinein weiß ich: Ich werde das nächste Mal (in der Realität und auch im übertragenen Sinne) hingehen und freundlich darauf aufmerksam machen, dass es sicherer ist, den Gehweg zu benutzen. Ob die Person den Hinweis annehmen möchte, den GEHWEG zu benutzen oder ob sie dann mit einem „GEH WEG!“ reagiert, ist dann ihr überlassen.

Weihnachten mal RICHTIG

Weihnachten mal RICHTIG

ein Blogbeitrag auf estherstoechter.wordpress.com) Es Weihnachtet sehr…zumindest teilweise: Unser Christbaum steht, die Lichter leuchten schon seit Wochen, der Teller ist stets mit Lebkuchen und Plätzchen gefüllt und die Spotify-Liste spielt das Weihnachtsalbum von Michael Bublé rauf und runter. „Alles wie sonst auch“ – könnte man meinen und trotzdem weiß wohl jeder, dass es in diesem Jahr nicht so ist, wie sonst auch. „Same procedure as every year?“ – nicht 2020. Aber ist das schlecht? Ist es dadurch „nicht weihnachtlich“? Wenn die Verwandten nicht kommen, die große Weihnachtsgans in diesem Jahr nur aus zwei kleinen Entenbrüsten besteht? Wenn die Christmette am TV geschaut wird und der Glühwein statt auf dem Weihnachtsmarkt doch in der eigenen Küche verzehrt wird? Ich selbst befinde mich im Zwiespalt. Ich liebe die Weihnachtstraditionen. Ich liebe die Adventszeit und alles, was dazu gehört und doch merke ich, dass ich in diesem Jahr richtig froh bin, dass „alles anders“ ist. Denn jedes Jahr wünsche ich mir, dass mir der Grund für das Weihnachtsfest mehr bewusst wird: Gott wurde Mensch um uns durch Jesus zu zeigen, wie er ist und um durch den Tod und die Auferstehung Jesu später klar zu machen, dass ER eine Beziehung mit uns möchte, dass ER dem Tod trotzt und ewiges Leben anbietet. Dieses ewige Leben kann hier und jetzt beginnen, wenn wir diesen Gott, diesen Jesus, diesen Heiligen Geist in unserem Leben und somit auch im Alltag einbeziehen. DAS ist der Grund, warum ich Weihnachten feiern möchte. SEIN Geschenk an UNS -nicht UNSERE Geschenke an alle anderen. In diesem Jahr wird mein Wunsch einmal mehr wahr: JESUS hat weniger Chancen aus der Mitte gedrängt zu werden:) Wie oft feiere ich Weihnachten mit all den Traditionen, ohne diesen Gott, diesen Jesus einzubeziehen. Wie oft beten wir im Alltag, halten Fürbitte, hören uns Predigten an, fragen Gott um Rat und an Weihnachten – da geht es schon irgendwie um Jesus aber im Mittelpunkt steht doch dann viel mehr das Essen, die Familie, die Geschenke und die Traditionen. „Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie“ wird so oft geantwortet, wenn man fragt, was einem Weihnachten bedeutet. Aber wie wäre es, wenn Weihnachten in diesem Jahr wirklich anders aussehen würde: Wenn man Betet, hin hört, Worship macht Zuhause, Fürbitte hält, schaut, was Gott einem aufs Herz legt für die Tage, für das nächste Jahr? Nicht: „Weihnachten mal anders“ sondern „Weihnachten mal RICHTIG“. Wir möchten unserer Tochter ein Weihnachtsfest zeigen, in dem es um Jesus geht und in dem wir bewusst machen: Die Geschenke, sind ein Segen. Sie sind Versorgung und durch Versorgung können wir anderen Freude machen. Weil Gott uns segnet und es liebt uns Freude zu machen. Das Christ-Kind bringt also die Geschenke – Jesus selbst segnet uns. Wir feiern seinen Geburtstag, wir laden ihn ein, Teil des ganzen Festes zu sein. ER ist unsere Kontaktperson an Weihnachten – und er ist alles, was wir brauchen:) Es laufen nicht zwingend Weihnachtslieder sondern Worship, wir essen nicht Plätzchen sondern Geburtstagskuchen und wir fragen Gott, wie er sich die Tage mit uns wünscht. Weihnachten mal „anders“ – nämlich so, wie wir Beziehung mit Gott täglich leben PLUS noch einen draufgesetzt:)

Dein Platz

Dein Platz

(Blogbeitrag bei Esthers Töchter)

Es gibt Fragen, die in meinem Leben irgendwie immer wieder auftauchen.

Eine Frage, die ich mir schon vor vielen Jahren einmal stellte ist: „Wo ist mein Platz?“

Diese Frage war meist darauf bezogen, wo ich mich irgendwie positiv einbringen konnte.

Vielleicht kennst du diese Frage auch in genau dieser Art. Vielleicht drückt sie sich aber auch bei dir anders aus. Denn wenn ich mir genauer Gedanken über diese Frage mache, steckt noch etwas Tieferes darin und der tiefe Kern kann sich in verschiedenen Fragen verstecken:

„Was soll ich machen?“
„Was sind meine Talente die ich einbringen kann?“
„Wo werde ich gebraucht?“
„Wo mache ich einen Unterschied?“

Für mich steckte darin aber auch die Frage nach der Individualität und Identität. „Wo ist mein Platz“ könnte auch so ausgedrückt werden: „Wo in diesem Puzzle ist MEINE Lücke, wo ich als fehlendes Puzzlestück hineinpasse?“

Immer wieder stellte ich mir diese Frage, wo ICH, Desi, einen ganz individuellen Beitrag leisten kann um die Welt ein Stückchen besser zu machen.

Aber es steckt, wie gesagt so viel mehr dahinter:
Der Wunsch nach Bedeutsamkeit.
Der Wunsch nach Wertschätzung.
Der Wunsch danach, relevant und erkannt zu werden.
Der Wunsch, einen Sinn zu machen in dieser Welt und zu spüren, warum ich bin.

Ich befinde mich derzeit in meinem Sabbatjahr und verbringe ganz bewusst viel Zeit mit Lesen, Beten, Nachdenken, Schreiben und damit, in der Stille ins Gespräch mit Gott zu gehen und ihm die verschiedensten Fragen zu stellen und – und das ist das, was so oft nicht passiert ist vorher – auf die Antworten zu warten und gegebenenfalls sogar mit ihm zu diskutieren.

Und vor einigen Wochen stellte ich ihm wieder genau diese Frage: „Gott, wo ist nächstes Jahr mein Platz?“ – denn ich würde so langsam gerne wissen, wie es nächstes Jahr bei mir und mit mir weiter geht. Ob ich wieder in den alten „Job“ zurück kehre oder etwas ganz anderes mache. Wie ich mich in der Kirche neu oder wieder einbringen kann…

Ich stellte also diese Frage und ich spürte in mir plötzlich diese Antwort.

Einen Satz, der mir, obwohl er mir bekannt vor kam, ganz neu bewusst wurde und mir Gänsehaut verpasste.

Es war die Antwort, die Gott mir mitten ins Herz gab: „Dein Platz ist…auf meinem Schoß!“

Und ich hatte dieses Bild vor Augen von mir – gar nicht mal als Kind, sondern als 36 Jährige Frau, die auf dem Schoß Gottes sitzt – wie ein verliebter Teenager auf dem Schoß des Freundes.

Und mir wurde neu bewusst: Mein erster Platz, der Platz an dem ich relevant bin, an dem ich mich einbringe, an dem ich genau rein passe und für den ich bestimmt bin ist in erster Linie der Platz, der Gott am nächsten ist: Sein Schoß – meinen Kopf an seine Brust angelehnt und seinen Herzschlag hörend.

Genau das ist es: HIER an diesem Platz möchte ich meine Sorgen und Ängste zu allererst vorbringen.

An diesem Platz möchte ich mich ausweinen (nicht bei 20 Leuten, die damit nicht umgehen können).

An diesem Platz bekomme ich gute Ratschläge, Lob, echte Liebe, echte Wertschätzung und gleichzeitig liebevolle Ermahnung, Weisung und gleichzeitig Verständnis aus erster Hand.

An diesem Platz mache ich einen Unterschied, weil ich hier alles abgebe, was belastet und den Herzschlag dessen spüre, der mich geschaffen hat.

HIER ist mein Platz und DANN lege ich los. Ich setze das, was ich gehört habe um. Ich gehe, befreit von meinen Sorgen, wieder in den Alltag.

Ich bringe mich DANN dort ein, wo ich den Herzschlag Gottes weiterhin spüre und höre, denn DORT weiß ich, was zu tun ist.

„Dein Platz ist auf meinem Schoß!“

So bekannt dieser Satz auf der einen Seite ist, so neu und wahr ist er für mich geworden.

Ich möchte dich ermutigen, mit genau dieser Frage zu Gott zu gehen. Stelle ihm die Frage: WO IST MEIN PLATZ?

Und dann gehe in die Stille, setze dich in Gedanken auf den Schoß Gottes, wenn DIES auch dein Platz ist. Vielleicht ist dein Platz auch zu seinen Füßen, neben ihm, an seiner Hand, stehend an seiner rechten Seite….wo auch immer. Aber nimm dir Zeit, deinen Platz in seinem Thronsaal zu suchen, nimm ihn immer wieder ein und suche Gemeinschaft mit ihm. Denn DAS ist die Bestimmung, die wir in erster Linie haben – Gemeinschaft mit ihm.

Und dann ….klappt es auch mit der Welt😊

Die 10 Gebote vs. die 10 Geschenke

Die 10 Gebote vs. die 10 Geschenke

Ein paar Gedanken, die mir beim Lesen der 10 Gebote in den Sinn kamen:
Die Gebote Gottes an sein Volk waren nicht einfach Regeln, die umzusetzen waren.
Sie waren ein Zeichen!
Sie waren ein Abkommen.
Sie waren ein Vertrag.
Dabei ging es aber nicht darum, ihn zu erfüllen.
Jesus sagte, das wichtigste Gebot sei „Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deiner Kraft“ und das zweiwichtigste „Liebe deinen nächsten, wie dich selbst.“ (Matthäus 22,34-40)

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„Risotto“ oder: „Erinnerungen schaffen“

„Risotto“ oder: „Erinnerungen schaffen“

Kennst du das, dass du bei bestimmten Gerüchen oder sogar Geschmäckern innerlich an bestimmte Situationen erinnert wirst und dann sogar die damit verbundenen Gefühle wieder aufploppen?
Bei mir ist das zum Beispiel bei Risotto so.
Wenn ich am Esstisch sitze, der Duft mir in die Nase steigt und spätestens wenn ich die frischen Tomaten, den Parmesan und den bissfesten Reis auf der Zunge schmecke, bin ich wieder 9 Jahre alt und sitze gedanklich bei meiner Nonna in ihrer kleinen Küche in einem kleinen italienischen Dorf in Piemont. Ich höre sie reden, ich spüre die Wärme der Sonne und freue mich plötzlich wieder auf den Nachmittag am See. Alte Gefühle kommen wieder hoch und es sind schöne Gefühle und wunderbare Erinnerungen. Obwohl ich schon seit langer Zeit nicht mehr dort war und obwohl meine Nonna bereits vor vielen Jahren gestorben ist, wird das alles wieder lebendig.

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Die „gut gemeinten Ratschlägen“ von Merkel, Söder und…Gott

Die „gut gemeinten Ratschlägen“ von Merkel, Söder und…Gott

Seit drei Wochen herrscht das sogenannte „Kontaktverbot“ in Deutschland. Obwohl „herrschen“ würde ich das nicht nennen. Sagen wir: Die Politik wollte Führung übernehmen, das Beste für das Volk und die Menschheit schützen und hat dafür „Regeln“ aufgestellt, die aber für manche Menschen nach bereits wenigen Tagen eher als „gute Ratschläge“ gesehen wurden. Manche hielten sich an gar nichts, andere halten sich bisher an alle Regeln, einige suchen Kompromisse und eigene Lösungen.

Ich gebe zu: Ich bin ein Mensch, der sich gerne an Regeln hält. Weiterlesen „Die „gut gemeinten Ratschlägen“ von Merkel, Söder und…Gott“

Gehörtraining

Gehörtraining

In meinem letzten Post habe ich ja kurz angekündigt, dass ich beim nächsten Mal auf das Thema „Gottes Stimme hören“ bzw. „hörendes Gebet“ eingehen möchte.
Tatsächlich glaube ich, dass es mehr als denn je dran ist, sich darum zu bemühen, Gottes Stimme besser hören und vor allem von anderen „Stimmen“ unterscheiden zu können.
Warum? Weil ich glaube, dass es mehr als je zuvor Ermutigung, Liebe und Gottes Führung braucht.
Viele kennen Begriffe wie „Apokalypse“ oder „Endzeit“. Es gibt zahlreiche Hollywood Produktionen, die sich mit diesem Thema auseinander setzen. Entweder drohen Kometen die Erde zu zerstören, Aliens nehmen die Erde ein oder Umweltkatastrophen führen zum Ende der Welt. Interessanter Weise entstammen diese „verrückten“ Ideen aber nicht irgendwelchen genialen Drehbuchautoren, sondern sie stehen schon in der Bibel.
Okay- da steht nichts explizit von „Aliens“, die grüne Glibbermasse von sich geben aber wenn man in der Offenbarung oder in Hesekiel liest, wie die Engel beschrieben werden – dann ist das gar nicht so weit her geholt:)
Wir leben in dieser Welt, die immer wieder Umweltkatastrophen, Krankheiten, Seuchen, Kriegen und anderen Bedrohungen ausgesetzt ist. Und manche reden von der „Endzeit“, wenn sie von der jetzigen Zeit, in der wir leben, sprechen.
Die Handlungen im Buch der Offenbarung in der Bibel sind schwere Kost und nur schwer zu verstehen oder zu deuten. Daher möchte ich dich hier heute damit gar nicht überfordern.
ABER:
Wie auch immer man die Zeit jetzt theologisch deuten will: Wir stellen uns immer häufiger wichtige Fragen.
Warum leben wir?
Was ist unser Auftrag?
Was für Spuren möchte ich hinterlassen?
Gibt es einen Gott?
Haben die Heuschreckenplage in Afrika und dieser schreckliche Virus tatsächlich was mit der „Endzeit“ zu tun?
und so weiter.
Wir werden aber auch immer häufiger und intensiver davon abgehalten, uns diese Fragen zu stellen. Und wenn wir sie uns stellen, fliegen uns die Antwortmöglichkeiten auf allen Kanälen entgegen.
Auch Theologen und Geistliche werden bei diesen Fragen oft zu Rate gezogen und haben dann gute Antworten bereit.
Weißt du aber, WANN sie am besten bei diesen Fragen helfen können? Wenn sie selbst in ihrem Leben immer mehr danach streben, Gottes Stimme zu hören und IHN um die Antworten bitten.
Denn, wenn es diesen Gott gibt, der DICH geschaffen hat, dann weiß auch nur ER, warum er das getan hat. Dann weiß auch nur er, was dein Auftrag ist. Dann weiß auch nur er, was diese Zeit für uns zu bedeuten hat.
Und jetzt kommt der Clue. Aufpassen: Du kannst lernen, diese Fragen zu beantworten, weil DU lernen kannst, Gottes Stimme zu hören!
DU kannst auch Gott um Antworten bitten. Jesus sagt in der Bibel: „Trotz all eurer Bosheit wisst ihr Menschen doch, was gut für eure Kinder ist, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist schenken, die ihn darum bitten.“ (Lukas 11,13)
Der Heilige Geist wiederum kann uns Dinge klar machen, verständlich machen. WENN wir ihn darum bitten. Er ist der „Vermittler“, wenn du so willst. Denn ER ist Gott und kennt sein Herz und er kennt DEIN Herz und weiß, was du wie am besten verstehst.
Wie kann das jetzt genau passieren?
  1. DU musst für dich entscheiden, ob du Gottes Stimme durch den Heiligen Geist hören möchtest. 
  2. Drücke diesen Wunsch in einem Gebet aus.
Das ist das erste! Mein Mann sagt immer „Der Heilige Geist ist ein Gentleman!“  – er drängt dir nichts auf. Aber wenn du ihn bittest, gibt er gerne:)
Dann wird es praktisch:
ÜBE!
Du kannst
a) Einfach mal los laufen und sagen: „Gott, ich möchte deine Stimme mehr wahrnehmen. Mach mich sensibel für dein Reden!“
Persönliches Beispiel: Ich habe das vor 6 Jahren an einem Morgen gemacht. Bin losgegangen bei Sonnenaufgang und habe genau das Gebet gesprochen. Und plötzlich hatte ich ein paar Gedanken, die sich kurz darauf bestätigt haben. Ich ging zum Strand (damals lebte ich in Kapstadt) und während ich auf dem Weg dorthin war hatte ich den Gedanken: „Heute wirst du auf der linken Seite nur einen Kite-Surfer sehen!“. Normalerweise waren um diese Uhrzeit und bei DEM Wetter schon zahlreiche Kitesurfer dort. Aber genau so war es. Während ich spazieren ging und betete hatte ich den Gedanken „Du wirst auf dem Rückweg eine einsame Frau am Strand sehen. Sprich sie an!“ Ich mag es eigentlich gar nicht, einfach fremde Leute anzusprechen. Ich hoffte, mich verhört zu haben.
Aber was passierte? Als ich umkehrte, stand am Ausgang an der Dühne eine Frau und sah auf den Tafelberg gegenüber. Ich wusste, dass ich sie ansprechen sollte, wusste aber nicht was ich sagen sollte, also sagte ich nur „Good morning!“. Sie schaute mich an und wir begannen zu erzählen und redeten 30 Minuten.
Es stellte sich heraus, dass sie zum Urlaub in Kapstadt ist, eigentlich aus Johannesburg kommt und auch Christin ist.
Einige Tage später sah ich sie wieder am Strand und auch an diesem Morgen hatte ich vorher „gespürt“, dass sie wieder da sein wird. Während meines Spaziergangs hatte ich Gott meine Not geplagt: Wir hatten in diesem Monat wieder weniger Spenden bekommen und wussten nicht, wie es weiter gehen sollte. Ich traf auf meinem Heimweg wieder auf die nette Frau. Und nach kurzem Reden sagte sie: „Ich habe heute in meiner Gebetszeit den Eindruck gehabt, ich solle dir und deinem Mann diesen Umschlag geben! Seid gesegnet!“ Wir beteten und sie ging. Ich habe sie nie wieder gesehen. Im Umschlag waren rund 100 Euro…
So begann es bei mir mit dem „Sensibel werden“.
Heute spricht Gott auf unterschiedliche Weise immer wieder:
  • Visionen oder Bilder in meinen Gedanken
  • Sätze/ Worte in meinen Gedanken
  • Ideen / Blitzgedanken
  • Bibelverse die mir plötzlich in den Sinn kommen
  • durch Predigten oder etwas, was jemand zu mir sagt
  • durch die Bibel beim Lesen
  • Aktionen oder Handlungen
b) Lies die Bibel zum Überprüfen.
Um eine Stimme zu erkennen ist es hilfreich, die Person hinter der Stimme zu kennen. Nur, wenn du eine Person kennst, kannst du einschätzen, wie etwas gemeint ist und ob das, was du hörst, auch zum Herz der Person passt.
Nur bei einer Person, die ich gut kenne, kann ich besser heraushören, ob die Stimme verstellt ist oder echt.
Du kannst Gott durch die Bibel kennen lernen. Durch die Bibel können wir Gottes Herz für uns Menschen kennen lernen. Durch Jesus können wir sehen, wie Gott ist.
Und nur dann, wenn du das mehr und mehr verstehst, kannst du die Stimme Gottes auch klarer und besser verstehen.
c) Suche dir gute Freunde, an denen du „üben“ kannst
Wenn du trainieren möchtest, wie man prophetische Eindrücke zur Ermutigung bekommt, kannst du einfach jemanden, der Gott ebenfalls kennt, bitten, dir dabei zu helfen.
Beispiel: Die Worshipleiterin Jenn Johnson von Bethel hatte mich dazu mal sehr inspiriert durch ihre eigene Geschichte.
Auch sie bat einmal ein befreundetes Ehepaar, an ihnen die Gabe der Prophetie auszuprobieren. Sie wusste, dass sie es selbst gut einordnen konnten und für sich prüfen konnten.
Komischer Weise hatte sie den Eindruck, sie sollte diesem Ehepaar Wasser ins Gesicht spritzen (und das soll man mal biblisch prüfen:))
Aber die beiden ließen sich darauf ein. Sie gingen in die Küche, Jenn spritzen ihnen Wasser aus einer Schüssel ins Gesicht. Aber dann…. sprudelten plötzlich Worte aus ihrem Mund. Sie redete plötzlich davon, was Gott über das Ehepaar denkt und was er sieht. Und das Ehepaar? Brach weinend zusammen denn alles stimmte. Jenn konnte nichts davon wissen.
Was war passiert? Jenn hatte sich danach ausgestreckt, diese Gabe der Prophetie zu erhalten.
Sie hatte Gott darum gebeten, die Bibel gelesen und war mutig genug, sich jemanden zu suchen, der sie nicht verurteilte oder dadurch verunsichert wurde.
Und dann tat sich das, was Gott ihr sagte.
Genau so habe ich das dann auch gemacht. Ich habe zwar kein Wasser ins Gesicht von jemandem gespritzt, aber ich habe immer wieder Menschen, die es für sich selbst einordnen und prüfen konnten, in mein Training mit einbezogen, bis ich lernte, sensibel für Gottes Herz und seine Stimme zu werden um andere zu ermutigen.
ERMUTIGEN ist dabei der Kern! Ermutigung braucht jeder!
Also: Warum heute Abend mal statt dem TV deine inneren Ohren anmachen? Mit der Bibel in der Hand einfach mal da sitzen, Gott bitten zu reden und dann schauen was passiert?
Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt

Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt

Meine Predigt vom 10.12.2017 in Poetry-Slam Form….hoffentlich trotzdem zum Nachdenken anregend:) (Vor der Message gab es ein Theaterstück zu sehen: Eine Familie am Weihnachtsabend bekommt plötzlich unerwarteten Besuch vom Geburtstagskind. Die Familie ist darüber gar nicht erfreut. Schließlich ist Weihnachten – das Fest im Kreise der engsten Familie…)

Ein typischer Heiliger Abend – so könnte es scheinen

Möchtegern heilig im typischen Chaos- möchte man meinen.

Das Tischlein gedeckt mit festlichem Essen

Um kurz darauf den Wettkampf zu starten – beim Geschenkemessen. Weiterlesen „Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt“