Autor: Desirée Rosemann

Vom Suchen und Halten

Vom Suchen und Halten

Suche!
Suche die Stille um das Laute in dir zu finden!
Suche das Chaos um dann neue Ordnung zu schaffen!
Suche die Wunde um Heilung zu empfangen!
Suche den Schmerz um zu spüren!
Suche die Konfrontation um Frieden zu erfahren!
Suche den Konflikt um weiter zu kommen!
Suche den Sturm um zu erleben, wie sich dessen Stillung anfühlt!
Suche die Fragen um Antworten zu erhalten!

Um zu Suchen musst du halten!
Halt inne – um dann auszuhalten!
Halte die Anspannung – um die Entspannung zu spüren.
Halte fest – um wieder hochgezogen zu werden.

Das Chaos in dir wird sich erst dann ordnen, wenn du dich auf die Suche danach begibst, genau hinschaust und dann Stück für Stück zu sortieren. Wie gut, dass ich darin nicht alleine bin!

„Wer sucht, der wird finden!“
„Kommt her alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken!“

Jesus.


Du hast mir (nicht) gesagt…

Du hast mir (nicht) gesagt…

Du hast mir nicht gesagt, dass es so hart wird.
Das war auch besser so – denn sonst hätte ich „Nein“ gesagt.

Du hast mir nicht gesagt, dass mich das Gefühl des Allein-seins immer wieder überrollen wird.
Das war auch besser so – sonst würde ich nicht lernen, deine Nähe zu suchen.

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Versagt oder Gewonnen?

„Ich habe versagt“ – diese Antwort hätte ich vor ein paar Jahren noch auf die Frage gegeben, ob ich meine 40-Tage-Bibellese-Challenge durchgehalten habe. „Ich hab es nicht geschafft“, könnte ich auch sagen. Aber ich habe beschlossen auf diese Frage anders zu antworten: „Ich habe sie nicht durchgehalten und trotzdem habe ich gewonnen.“

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Ein (un)attraktiver Auftrag

„Ich möchte Jesus ähnlicher werden“- das ist ein Satz den ich immer wieder höre und selbst sage. Dabei dachte ich immer daran, dass ich einmal genauso lieben möchte wie Jesus. Bedingungslos. Ich möchte nicht nachtragend sein, ohne Zögern vergeben, Mitleid haben, segnen. Ich möchte erleben dass meine Stimme gehört wird, wenn ich für andere im Gebet einstehe, möchte Wunder sehen, Heilung bezeugen und weise Worte sprechen… so muss es sein, wenn man Jesus ähnlich ist. Dachte ich! Aber dann fiel mir auf, was es auch bedeutet, Jesus ähnlicher zu werden: es bedeutet, dass Menschen sich distanzieren, sich auf den Schlips getreten fühlen. Es bedeutet, dass du lernen musst Grenzen zu ziehen, die Stille zu erkämpfen, wenn du belagert wirst-und dann auszuhalten, wenn sich die anderen zurück ziehen; weil es ihnen zu unbequem wird, weil sie nicht einverstanden sind mit dem was du von dir gibst oder weil sie deine gesunden Grenzen als Ablehnung oder Ignoranz verstehen. Es bedeutet, dass dich manchmal auch Einsamkeit überrollt, du verlassen oder sogar verraten wirst. Es bedeutet, dass du schwierige Fragen gestellt bekommst und manchmal sogar dadurch getestet wirst.

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Mein 40-40 Experiment

Mein 40-40 Experiment

In wenigen Tagen erreiche ich, so Gott will, die 40.
Ich muss zugeben, dass mich diese Zahl ehrfürchtig macht. Nachdenklich. Das hätte ich nie gedacht. Seit Wochen beschäftigt mich dieser Geburtstag – zuerst, weil ich mit mir gerungen habe, ob ich diesen Geburtstag groß oder klein oder gar nicht feiern soll. Welche Erwartungen habe ich selbst, welche haben andere? Warum will ich lieber alleine sein und fühle mich dabei doch unglücklich? Was steckt dahinter…?

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Empfangen vs. geben und nehmen

„Tu so viel Gutes, wie du kannst, und mach so wenig Gerede wie möglich darüber“
Dieser Spruch stand einmal auf einem Sprüchekalender in meinem Wohnzimmer. Ich fand diese Aufforderung damals gut und immer wieder kommt sie mir in den Sinn.
Ich wollte nicht in die Gefahr kommen, mir selbst oder anderen beweisen zu wollen, was für ein guter Mensch ich bin. Wenn andere erzählen, wo sie jemandem eine Freude gemacht haben, wann sie jemanden zum Essen eingeladen haben oder was andere an ihnen schätzen – dann fühle ich mich innerlich dazu herausgefordert, mich zu vergleichen. Bin ich genug für andere da? Bin ich auch so großzügig? Ich bin dankbar, dass ich diesen Spruch damals in meinem Wohnzimmer hatte und dadurch immer wieder versuche, eben nicht zu vergleichen oder anderen zu erzählen, wem ich wann etwas Gutes getan habe – auch wenn es mir grundsätzlich zu wenig vorkommt.

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Freudige Demut

Heute feiert die christliche Welt Ostern. Das Fest der Hoffnung. Das Fest der Auferstehung.
Es gibt meines Wissens keine Bemühungen, dieses Fest ausfallen zu lassen oder die Feiertage zu kürzen. Warum auch? Die Welt liebt es zu feiern! Je nachdem, wo man in Deutschland (oder auch in den anderen Ländern) hinfährt, trifft man immer wieder auf Gründe zu feiern: Das Weinfest – Wir feiern die Weinernte. Das Mandelblütenfest – wir feiern die Blüten am Mandelbaum. Das Mai-Fest – wir feiern die Fruchtbarkeit, der Feuerwehr-Hock – wir feiern…die Feuerwehr. Es gibt Gründe über Gründe, das Leben zu feiern und wenn es keinen Grund gibt, dann wird einer gefunden.
Aber wie ist es mit dem Thema „Mahnen und Erinnern“? Da gibt es dann wieder ein kleines Problem. Einen ruhigen Tag – ein Tag mit „Tanzverbot“? So was mögen wir dann doch lieber nicht. Wer will uns denn verbieten zu feiern, zu tanzen und die ernsten Themen zu vergessen?

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Egal

Ich will nicht, dass du mir egal bist,

dass mir egal ist, was du tust oder machst,

ob du weinst oder lachst,

ob du gerade Schmerzen hast.

Ich will nicht, dass du mir egal bist!

Ich will nicht dass du mir egal bist,

weil mir nicht egal ist

wenn du mich ignorierst,

dich in deinen Lügen selbst verlierst,

weil mir nicht egal ist,

was du denkst über dich,

was du sagst über mich,

ob du glaubst oder nicht,

ob dein Herz zerbricht.

Aber weil meines noch ganz ist

und du noch mitten drin bist,

kann ich so nicht weiter gehn!

Ich kann dich einfach nicht verstehn.

Meine Worte kommen nicht mehr an,

ich weiß nicht, was ich noch machen kann,

ausser mich zu distanzieren,

damit ich mein Herz nicht verlier.

Ich will nicht wütend auf dich sein

Also lass ich dich allein,

Ich denk an dich in diesem Tal

Und merke: dir wirst mir egal

Weil Wut so viel schmerzreicher ist!

Du bist mir egal-

auch wenn ich nicht will, dass du es bist!

Segen oder Fluch?

Segen oder Fluch?

„Lasst keine verderblichen Reden aus eurem Mund kommen, sondern nur solche, die gut zum Aufbau sind, je nach Anlass, damit sie denen, die es hören, Gnade schenken.“ (Epheser 4,29)

Hast du schon mal abends für dich reflektiert, was du am Tag alles so von dir gegeben hast? Hast du dich abends schon mal rückblickend gefragt, wie und was du gesagt hast, über wen du wie gesprochen hast?

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