Gesunde Grenzen und die eigentliche Bedeutung

Gesunde Grenzen und die eigentliche Bedeutung

Freundlich“ muss nicht gleich freundschaftlich sein!

Vergebung“ muss nicht gleich „Versöhnung“ sein. 

Eine „Begrüßung“ muss nicht gleich eine  Unterhaltung sein. 

Eine offene Tür muss nicht gleich ein Einzug sein.

Grenzen müssen nicht bedeuten, dass man diese nur durch einen Angriff oder mit Gewalt überwinden kann.

Grenzen bieten die Möglichkeit, sich zurück zu ziehen und zu schützen, aber gleichzeitig durch das bewusste Öffnen und Schließen der Zugbrücke einer Person das Privileg zu gestatten, einen privaten Raum zu betreten. Ganz ohne Gewalt, einfach weil man eingeladen wurde.

Wenn jemand die Existenz deiner gesunden Grenzen als Angriff sieht und sich verletzt fühlt- wenn er aufgrunddessen versucht, diese Grenzen zu ignorieren und mit Gewalt oder durch Manipulation zu überwinden, ist es ein Zeichen dafür, dass es richtig und gut ist, die Zugbrücke vorerst wieder zu schließen!

Verschließe dich nicht, aber baue deine gesunden Grenzen so, dass DU mit freiem und liebenden Herzen für andere und für dich, entscheiden kannst, wann und für wen du sie öffnest und wann und für wen du sie aus Vorsicht schließt! 

Behalte ein reines Herz, stehe für dich und dein Herz ein und lass dich nicht bedrängen oder unter Druck setzen, wenn jemand damit nicht klar kommt!

Meine ich damit, dass du dich ewig verschanzen sollst oder Besucher, die um Einlass bitten, mit Kanonen und Gewalt feenhaften sollst??? NEIN!

Ich meine damit: wahre deine GESUNDEN Grenzen, damit du geschützt und unbehelligt heilen, verarbeiten und leben kannst. Mit den Menschen, die du einlässt. Damit du irgendwann die Zugbrücke auch für die (zumindest einen Spalt oder für eine kurze Zeit) öffnen kannst, die dich verraten, enttäuscht oder verletzt haben oder dich sogar als Feind gesehen und angegriffen haben.

Diese Grenzen können zum Beispiel bedeuten:

  • Freundlich „Hallo“ sagen, und weiter gehen!
  • Zuhören, aber nicht zu viel von sich erzählen.
  • Für eine Person im Gebet einstehen, sich aber nicht praktisch zu tief hineinzugeben.
  • zu vergeben und die Wunden und den Schmerz mit Gott zu bearbeiten, ohne Kontakt mit der anderen Person aufzubauen.
  • Sich Zeit zu nehmen und mit Bedacht zu antworten, anstatt sofort so zu reagieren, wie sich die andere Person das erhofft.

Definiere!

Definiere die Handlungen.

Definiere die Grenzen.

Definiere die Öffnungszeiten und Ruhezeiten!