Autor: Desirée Rosemann

Urlaub – die Zeit des frühen Aufstehens

Urlaub – die Zeit des frühen Aufstehens

Vor wenigen Tagen kamen wir aus unserem Urlaub zurück.
„Urlaub“. Wenn man dieses Wort hört, hat man meist Meer, Sonne, Strand und Freiheit im Kopf. Ungebunden, ohne Termine. Man braucht keine Uhr. Keinen Terminplan. Man macht, was man möchte und vor allem: Man schläft aus!

Ich bin langsam in der Phase meines Mama-Seins angekommen, wo ich nach und nach realistisch werde und zumindest bei einem Großteil der genannten Begriffe und Vorstellungen verstanden habe, dass sie nicht mehr zutreffen. Weiterlesen „Urlaub – die Zeit des frühen Aufstehens“

Immanuel Kant und das Commitment

Immanuel Kant und das Commitment

Ich liebe Worship. Schon immer.
Und ich liebe es, mich einzubringen, aktiv zu sein, Dinge zu verändern und einen Beitrag zu leisten.
Auch schon immer. So bin ich.

Als ich Teeanger war, probierte ich mich in vielen Dingen aus: Ich moderierte eine wöchentliche Nachmittagssendung beim lokalen Radiosender, sang in der Band meiner Kirche, half bei Kinderbibelwochen mit, spielte Basketball…die Pallette war bunt gemischt.

Aber bunt gemischt waren auch oft meine Emotionen. Und so reagierte ich oft emotional.
An sich ist es nicht verkehrt, emotional zu sein, Gefühle zu haben und diese zu zeigen. Problematisch war und ist es dann, wenn meine Emotionen meine Reaktionen, mein Handeln und meine Haltung komplett übernehmen und bestimmen. Emotionen können einen wie fremdsteuern und das kann blöde Folgen haben. Nicht nur für einen selbst, sondern vor allem für andere.
Weiterlesen „Immanuel Kant und das Commitment“

„Einfach mal die Klappe halten“ oder „Ich will nen Keks und ein Baby und zwar sofort!“

„Einfach mal die Klappe halten“ oder „Ich will nen Keks und ein Baby und zwar sofort!“

Meine Tochter liebt Kekse. Und Schokolade. Und Eis.

Wen wundert es – bei DEN Eltern;)
Und auch sonst hat sie viel von meinem Mann und mir übernommen: Sie weiß, was sie will. Sie ist energisch und sie bleibt dran, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Das kann manchmal ganz schön nerven. Vor allem, wenn es eben um Eis oder Kekse oder Schokolade geht. Hat man einmal erwähnt, dass es eventuell SPÄTER einen Keks gibt, kann man kurz danach sein eigenes Wort nicht mehr verstehen, weil es übertönt wird von „Tetse! Teeetsseeeee! Tetse! Mamaaaa Tetseee!“ Der Fokus meiner Tochter ist auf „Tetse“ „= KEKSE“ eingestellt und nichts und niemand kann sie ablenken. Selbst wenn ich ihr in Ruhe erklären möchte, dass ich etwas anderes für sie vorbereitet habe, bis es den Keks gibt – Sie will es nicht hören.
Während ich mich vor Kurzem darüber aufregte musste ich schmunzeln….die Situation kommt mir sehr bekannt vor.  Weiterlesen „„Einfach mal die Klappe halten“ oder „Ich will nen Keks und ein Baby und zwar sofort!““

„Die offene Tür“ oder „Carcassonne, Jerusalem und du“

„Die offene Tür“ oder „Carcassonne, Jerusalem und du“

Am 18. April 1973 wurde ein kleiner Junge in Frankreich geboren.
Vielleicht hatte er eine kleine Dreirad-Gang in seiner Nachbarschaft.
Vermutlich spielte er als 10-Jähriger gerne Fußball, wie viele anderen Jungs in seinem Alter.
Vielleicht hielt er als 15-Jähriger seine Eltern auf Trab mit verrückten Ideen.
Vielleicht war er in der Schule eher unauffällig aber dafür fleißig.
1999 beendete er als Jahresbester die Militärakademie.
Seine Lehrer beschrieben ihn als fleißig und als Kämpfer. Jemand der nicht aufgibt und sich durchbeißt. Weiterlesen „„Die offene Tür“ oder „Carcassonne, Jerusalem und du““

HEIM@ – Wo ist dein Zuhause?

HEIM@ – Wo ist dein Zuhause?

„Wo ist deine Heimat?“ oder „Wo kommst du her?“ 

– diese Frage wurde mir und meinem Mann schon seit Beginn unserer Beziehung immer wieder gestellt. und sie war schon immer schwer zu beantworten…Als wir direkt nach der Hochzeit gemeinsam nach Freiburg im Breisgau zogen und dort das Studium begannen, hörte man uns an, dass wir keine Ur-Freiburger waren. Wir benutzten immer noch das „ST“ anstatt dem „SCH“ und die Melodie unserer Sprache war doch eher neutral😊 Als wir dann nach Südafrika zogen, war die Frage natürlich auch an der Tagesordnung. Zwar gibt es in der Regenbogen-Nation viele unterschiedliche Akzente, doch der Deutsche Akzent im Englischen ist doch sehr anders als der Afrikaanse. Als „Happy Germans“ verließen wir schließlich nach zwei Jahren Südafrika und leben seitdem in Bayern, direkt an der Grenze zu Österreich. Obwohl wir deutsch sind, fallen wir auch hier, im bayerischen Dorf, sehr auf. Ich muss gestehen, dass ich Afrikaans besser verstehe als das tiefe Urbayerisch mancher Nachbarn und auch in Österreich bin ich dankbar für Freunde, dir mir manche Wörter übersetzen😊 

Wir waren also immer „Dahergezogene“ und obwohl ich in Rheinland-Pfalz aufgewachsen bin, fällt es mir schwer, die Pfalz als „HEIMAT“ zu bezeichnen.

Warum ist das so? Weiterlesen „HEIM@ – Wo ist dein Zuhause?“

Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt

Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt

Meine Predigt vom 10.12.2017 in Poetry-Slam Form….hoffentlich trotzdem zum Nachdenken anregend:) (Vor der Message gab es ein Theaterstück zu sehen: Eine Familie am Weihnachtsabend bekommt plötzlich unerwarteten Besuch vom Geburtstagskind. Die Familie ist darüber gar nicht erfreut. Schließlich ist Weihnachten – das Fest im Kreise der engsten Familie…)

Ein typischer Heiliger Abend – so könnte es scheinen

Möchtegern heilig im typischen Chaos- möchte man meinen.

Das Tischlein gedeckt mit festlichem Essen

Um kurz darauf den Wettkampf zu starten – beim Geschenkemessen. Weiterlesen „Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt“

Lebenswege

Lebenswege

Ein alter Text vom November 2014 – und immer wieder aktuell

Es ist manchmal unglaublich, wie stark der Gegenwind sein kann.

Du läufst deinen Langstreckenlauf des Lebens.

Es gibt verschiedene Etappen, mal bergauf, mal bergab.

Mal ist die Straße eben, mal mit kleinen Steigungen.

Manchmal läufst du auf glatten Asphalt, manchmal auf sandigem Boden.

Mal brauchst du Schuhe, mal genießt du es, Barfuß über den Rasen zu laufen.

Es gibt Tage, da raubt dir der Nebel aus Angst, Zweifel und Sorge die Sicht auf das eigentliche Ziel.

Der Wind kann erfrischend sein, wenn der Schweiß der Anstrengungen von der Stirn rinnt.

Der Wind kann Kraft rauben, wenn er dir entgegen peitscht.

Er kann dich vorantreiben, wenn du ihn im Rücken hast.

Und doch gibt es da immer wieder diese kleine Fratze,

die dich versucht davon abzuhalten, auch das kleinste Etappenziel zu erreichen.

Sie schickt die Nebel der Zweifel, bis du dich darin verlierst.

Sie legt Fallen auf dem Weg – du verfängst dich und verletzt humpelst du weiter.

Sie schmeißt Steine, die nicht nur deinen Körper sondern auch dein Herz verletzen und du fühlst dich kaum in der Lage weiter zu rennen.

Und doch:

Wenn du dich konzentrierst, kurz innehältst und dein Schritttempo verringerst, hörst du sie wieder:

Die Stimme in der Ferne, die dir die Richtung weist.

Und doch, wenn du dich konzentrierst, kurz innehältst und dein Schritttempo verringerst, siehst du es wieder:

Das durch den Nebel schwache – aber sonst grelle Licht, das dir die Richtung weist.

Und doch, wenn du dich konzentrierst, kurz innehältst und dein Schritttempo verringerst, spürst du sie wieder:

Die Hand, die dich mitzieht und dir die Richtung weist.

Es lohnt sich zu kämpfen.

Jeder Schweißtropfen der deine Stirn runter rinnt lohnt sich.

Jeder Muskelkater zeigt die Anstrengung, die du bereits hinter dir hast und dass dein Muskel weiter ausgebaut wurde.

Nimm dir Zeit. Atme durch.

Trink vom Wasser des Lebens.

Iss das lebendige Brot.

Höre wieder die Stimme, sieh wieder das Licht und spüre wieder die Hand.

Du bist nicht allein und das Ziel ist erreichbar!

 

Zieh’s durch

Zieh’s durch

„Von nichts kommt nichts“….ein Spruch, den ich oft gehört habe…gilt übrigens auch für meine Hüften. In die wurde auch viel investiert…Gerade in diesem Moment, wo ich schreibe, habe ich extreme Lust auf Schokolade…aber das ist hier nicht das Thema.

„Von nichts kommt nichts“ – mit anderen Worten: „Du musst aktiv sein, wenn eine Veränderung eintreten soll“. Der Entschluss, etwas zu tun, ist ja oft nicht einmal das Problem. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Durchhalten das Problem ist. Wie oft schon habe ich in gut-aussehende Sportkleidung investiert mit dem Entschluss, nun richtig Gas zu geben und endlich wieder sportlich zu werden, wie ich es zu Teenagerzeiten war. Weiterlesen „Zieh’s durch“

Wenn neue Schritte mühsam sind

Wenn neue Schritte mühsam sind

Lesezeit: 3 Minuten

Gehörst du auch zu den Menschen, die immer neue Herausforderungen suchen? Sei es im Job, im Sport, beim Körper….?

Ich bin so jemand. Zwar bestimmt nicht auf sportlicher Ebene, aber ich liebe es, Dinge weiter zu entwickeln. Nicht stehen zu bleiben und weiter zu wachsen.

Innerlich weiter zu wachsen. Persönlich weiter zu wachsen. Im Glauben weiter zu wachsen.

Wenn ich zurück blicke, auf die Desirée von vor einem Jahr, möchte ich nicht sagen: „Es hat sich nichts geändert.“ Im Gegenteil: Weiterlesen „Wenn neue Schritte mühsam sind“

„Von der Illusion der Perfektion“ oder „Wer enttäuscht nicht?“

„Von der Illusion der Perfektion“ oder „Wer enttäuscht nicht?“

Lesezeit ca. 3 Minuten

Kennst du Crystal Pepsi?

Klingt wie eine neuer Art einer Droge – hätte es auch sein können, war aber ein ziemlich schickiges Getränk in den 90ern: Das Aussehen von Wasser, der Geschmack von Pepsi Cola.

Auf diese Art war es echt cool, denn man erwartete einen „langweiligen“ Geschmack und hat plötzlich puren, süßen Zucker auf der Zunge. Es könnte schlimmer sein… Weiterlesen „„Von der Illusion der Perfektion“ oder „Wer enttäuscht nicht?““