Lebenswege

Lebenswege

Ein alter Text vom November 2014 – und immer wieder aktuell

Es ist manchmal unglaublich, wie stark der Gegenwind sein kann.

Du läufst deinen Langstreckenlauf des Lebens.

Es gibt verschiedene Etappen, mal bergauf, mal bergab.

Mal ist die Straße eben, mal mit kleinen Steigungen.

Manchmal läufst du auf glatten Asphalt, manchmal auf sandigem Boden.

Mal brauchst du Schuhe, mal genießt du es, Barfuß über den Rasen zu laufen.

Es gibt Tage, da raubt dir der Nebel aus Angst, Zweifel und Sorge die Sicht auf das eigentliche Ziel.

Der Wind kann erfrischend sein, wenn der Schweiß der Anstrengungen von der Stirn rinnt.

Der Wind kann Kraft rauben, wenn er dir entgegen peitscht.

Er kann dich vorantreiben, wenn du ihn im Rücken hast.

Und doch gibt es da immer wieder diese kleine Fratze,

die dich versucht davon abzuhalten, auch das kleinste Etappenziel zu erreichen.

Sie schickt die Nebel der Zweifel, bis du dich darin verlierst.

Sie legt Fallen auf dem Weg – du verfängst dich und verletzt humpelst du weiter.

Sie schmeißt Steine, die nicht nur deinen Körper sondern auch dein Herz verletzen und du fühlst dich kaum in der Lage weiter zu rennen.

Und doch:

Wenn du dich konzentrierst, kurz innehältst und dein Schritttempo verringerst, hörst du sie wieder:

Die Stimme in der Ferne, die dir die Richtung weist.

Und doch, wenn du dich konzentrierst, kurz innehältst und dein Schritttempo verringerst, siehst du es wieder:

Das durch den Nebel schwache – aber sonst grelle Licht, das dir die Richtung weist.

Und doch, wenn du dich konzentrierst, kurz innehältst und dein Schritttempo verringerst, spürst du sie wieder:

Die Hand, die dich mitzieht und dir die Richtung weist.

Es lohnt sich zu kämpfen.

Jeder Schweißtropfen der deine Stirn runter rinnt lohnt sich.

Jeder Muskelkater zeigt die Anstrengung, die du bereits hinter dir hast und dass dein Muskel weiter ausgebaut wurde.

Nimm dir Zeit. Atme durch.

Trink vom Wasser des Lebens.

Iss das lebendige Brot.

Höre wieder die Stimme, sieh wieder das Licht und spüre wieder die Hand.

Du bist nicht allein und das Ziel ist erreichbar!

 

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