Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt

Alle Jahre wieder…Poetry-Slam Predigt

Meine Predigt vom 10.12.2017 in Poetry-Slam Form….hoffentlich trotzdem zum Nachdenken anregend:) (Vor der Message gab es ein Theaterstück zu sehen: Eine Familie am Weihnachtsabend bekommt plötzlich unerwarteten Besuch vom Geburtstagskind. Die Familie ist darüber gar nicht erfreut. Schließlich ist Weihnachten – das Fest im Kreise der engsten Familie…)

Ein typischer Heiliger Abend – so könnte es scheinen

Möchtegern heilig im typischen Chaos- möchte man meinen.

Das Tischlein gedeckt mit festlichem Essen

Um kurz darauf den Wettkampf zu starten – beim Geschenkemessen.

 

Aus den Lautsprecherboxen erschallt Michael Bublé

Mit den schönsten „Christmas Carols“ – die alljährliche Weihnachts CD.

Ja wir kennen das: Du, ich, wir alle

Sitzen jedes Jahr in der selben Weihnachtsfalle:

 

Alle Jahre wieder kommt die Weihnachtszeit

Wenn die Glocken nie süßer klingen und das Schneeflöckchen vom Himmel schneit.

Wenn die Mutter noch durch den Supermarkt rennt

Und dabei an die letzten Geschenke denkt

Wenn die Wunschliste kein Ende nimmt

Und George Michael zum millionsten Mal „Last Christmas“ anstimmt.

 

Wenn dunkle Gestalten, dämonengleich durch die Straßen ziehn

Aber die Leute, und auch die kleinsten, belustigt da stehen anstatt vor Angst zitternd zu fliehen.

Wenn die Jeans nicht mehr passen und wir Nähte auslassen

Weil die selbstgebackenen Kekse einfach zu verführerisch aussehen.

 

Wenn die Leute, die man sonst nie bedenkt

Eine Karte bekommen und ein kleines Geschenk.

Hauptsache Socken oder eine Flasche Wein

Eine kleine Aufmerksamkeit muss es schon sein.

Denn wie mit allem sagt man: Das macht man so

So feiert man Weihnachten – das ist Tradition.

 

Tradition ist es in Polen einen Platz frei haben

Am Tisch mit Gedeck und den köstlichsten Gaben.

Es heißt für den unerwarteten Gast ist das alles bereit

Wobei niemand wirklich damit rechnet, dass plötzlich ein Fremder vorbei schneit.

 

Aber wie wäre es denn, stell dir mal vor, das würde geschehen:

Dass genau das passiert, was wir gerade gesehen:

Am Weihnachtsabend, du hast gerade gegessen,

hast dir vorher noch in der Kirche den Hintern kalt gesessen,

klingelt es plötzlich an der Tür

und da steht jemand, der will wirklich zu dir!

Hat vielleicht ein bisschen Gepäck dabei

Und sagt dir, dass er gern ein paar Tage bleibt.

Der möchte dein Essen mit dir teilen

Und noch bei einem Glas deines besten Weines verweilen.

Und er erzählt und eröffnet dir dann,

dass es ihn gar nicht gibt: Den Weihnachtsmann.

Und dieser ganze Rummel, diese Tradition

Ist eigentlich, wenn wir ehrlich sind, nur Religion.

 

Aber hat das noch was mit Glaube zu tun?

 

Religion – das böse Wort, mit dem niemand mehr was anfangen will

Gleichzeitig aber genau das tut: Religiös lebt – ohne Sinn und Ziel.

Mit Traditionen und Bräuchen die weit weg sind vom Ursprung

Die den wahren Grund verdrängen aber gewinnen an Geltung.

 

Wie wäre es wohl, wenn er wirklich da säße

An deinem Tisch und gemeinsam mit dir dein Festmahl äße?

Das du für IHN gekocht hast, zu seinem Festtag

Und nicht weil’s dir schmeckt und du Ente einfach am liebsten magst.

Wie sieht es wohl aus, wenn du wirklich Jesus als Gast

An deiner Festtafel sitzen hast?

 

Könnte ein Schmunzeln erzeugen -und doch unangenehm

Es heißt, er könnte in die Herzen sehen…

Und dann? Würde er dich wütend anschauen

Oder mit hochgezogenen Augenbrauen?

Oder vielleicht mit diesem liebevollen Blick

Auf dich und deine Zukunft – und ohne Blick ins Zurück.

Wie wäre es, wenn dein Weihnachtsfest

Ganz anders aussieht als das Fest vom ganzen Rest?

Wenn da kein Baum ist, der nur symbolisch steht

Für ein immergrünes Leben, das man in der Ewigkeit lebt?

Wenn in der Ecke, wo die Krippe einst stand

Eine leere Fläche wäre – einfach die Wand?

Wenn statt Hände die offen sind für tausend Geschenke

Dein Herz offen wäre – für seine ausgestreckten Hände.

Wenn man nichts sagt, keine Weihnachtslieder singt,

sondern sich in der Stille auf Gottes Stimme besinnt.

Statt zu sagen, was man so gerne haben will

IHN fragt, und hinhört und man ist einfach mal still?

 

Wie wäre ein Fest, mit diesem neuen Blick

Mit Besinnung auf das Wesentliche zurück?

 

Wenn wir nicht nur in die Kirche gehen

Um Lieder zu singen und das Krippenspiel zu sehen

Bei dem die Kinder ja so lange geübt haben

Und gerade dieses Jahr eine wichtige Rolle tragen?

Wie wäre es, wenn das, was der Pastor dir sagt

Nicht nur die Oberfläche ankitzelt, sondern bis in die Tiefe des Herzens rein ragt?

 

Und wir los lassen würden von diesem ganzen Getue

Das uns doch eh nur stresst und sind wir ehrlich: Wir wollen doch nur unsere Ruhe.

 

Jedes Jahr nehmen wir es uns vor

Und liegen uns gegenseitig damit in den Ohren

Dass es dieses mal nicht stressig wird und ein Fest voller Frieden

Und Liebe und Harmonie mit all unseren Lieben.

Dabei verdrängen wir den, der Frieden ist

Und ersetzen ihn mit Geschenken – weil das einfacher ist.

Man kauft sie und strengt sich nicht mal dabei an

Das ist einfach und bequem und es kommt auch gut an.

Der andere denkt, er fühlt sich geliebt

Weil er bedacht und gesehen wurde und man ja auch was zurückgibt.

 

Fragt man, worum es an Weihnachten geht, sind die Antworten fast immer die selben:

 

Es geht um Liebe – das ist es, was man am meisten hört.

Dass die Bibel sagt, dass JESUS diese Liebe ist, wird weggelassen. Ist zu lang und zu religiös – das stört.

Es geht um Familie – ums miteinander feiern und das Zusammensein

Und trotzdem feiern so viele dieses Fest ganz allein.

 

Was eigentlich gar nicht schlimm ist, wenn man bedenkt,

dass auch hier wieder die falsche Annahme vom eigentlichen Grund ablenkt.

Wäre Jesus wirklich der Grund für das Fest,

wäre es egal ob man 100 einlädt oder jemanden alleine lässt.

Ich kann Jesus auch alleine feiern und drüber glücklich sein,

dass Gott Mensch wurde und mir dadurch zeigt: Desi, du bist nicht allein.

 

Wenn dieser Jesus wirklich wieder im Zentrum steht,

ist es egal, was es zu Essen gibt und wie die Wohnung aussieht.

Dann ist Weihnachten an jedem Tag,

an dem ich Jesus „Schön, dass es dich gibt und Happy Birthday“ sag.

Dann ist Weihnachten ein tägliches Fest

An dem man alle Tradition einfach Religion sein lässt.

 

Gott wurde Mensch – um dir zu begegnen

Um dich zu heilen, zu lieben und zu segnen.

Gott wurde Mensch-zu zeigen du bist nicht allein

Um mitzuleiden, mitzufühlen, mitten unter uns zu sein.

Gott wurde Mensch – DAS ist es um was es geht

Er ist das größte Geschenk – der Name der über allen steht.

JESUS ist der Grund für das Fest

Jesus ist der Grund – wenn du ihn Grund sein lässt!

 

Hat er noch Platz unter deinem Baum

Machst du für ihn in deinem Herzen Raum?

Darf er zwischen all den Geschenken

Deinen Blick und deine Gedanken auf ihn zurück lenken?

Hat er noch Platz bei dir, an diesem Fest

Oder ist er der unerwartete Gast, den du lieber vor der Tür stehen lässt?

Darf er dir liebevoll und güitg in die Augen sehen

Und dich bitten: Lass mich wieder an erster Stelle stehen?

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