Zieh’s durch

Zieh’s durch

„Von nichts kommt nichts“….ein Spruch, den ich oft gehört habe…gilt übrigens auch für meine Hüften. In die wurde auch viel investiert…Gerade in diesem Moment, wo ich schreibe, habe ich extreme Lust auf Schokolade…aber das ist hier nicht das Thema.

„Von nichts kommt nichts“ – mit anderen Worten: „Du musst aktiv sein, wenn eine Veränderung eintreten soll“. Der Entschluss, etwas zu tun, ist ja oft nicht einmal das Problem. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Durchhalten das Problem ist. Wie oft schon habe ich in gut-aussehende Sportkleidung investiert mit dem Entschluss, nun richtig Gas zu geben und endlich wieder sportlich zu werden, wie ich es zu Teenagerzeiten war. (Ich erinnere mich an eine Fahrradtour, die wir mit meiner damaligen Kirche gemacht haben. Der Pastor, der übrigens ein krasser Sportler ist, meinte zu mir: „Wow, Desi, du siehst aber extrem sportlich aus!“ und meine Antwort war mein Motto: „Wenn ich es schon nicht bin, will ich wenigstens so aussehen!“) Nach einer Woche ging die Motivation aber dann verloren und die Kleidung sah geil aus, passte aber irgendwann nicht mehr…

Ich habe früher oft Dinge abgebrochen. Zuerst: Die große Motivation, dann wurde mir klar, dass es mit Anstrengung verbunden ist und ich beendete die Geschichte. Das war beim Klavier-Lernen so, Wirtschafts-gymi, Abi, Ausbildung….schnell gab ich auf und fühlte mich zu schwach, etwas durch zu ziehen. Ich beendete das Gymnasium in der 12. Klasse mit der Fachhochschulreife aus Angst, die Abiturprüfung nicht zu schaffen….

In den letzten Jahren habe ich aber immer mehr geschafft zu Ende zu bringen – das Studium zum Beispiel oder mein Internship in Südafrika. Das krasseste aber (und ich staune heute selbst darüber) war meine Bible-Challenge vor zwei Jahren: Die gesamte Bibel von Anfang bis Ende in 30 Tagen durchlesen. Das hieß: Pro Tag 30 Kapitel – mal kleine, mal lange. Jeden Morgen stand ich um 5 Uhr auf und las 2 Stunden und am Abend las ich noch einmal 2-3 Stunden. Am letzten Tag der 30 Tage hatte ich allerdings 90 Kapitel aufzuholen und las von morgens um 6 Uhr bis abends um 21 Uhr. Ich war fix und fertig aber: Ich hatte es geschafft. Es hatte mich geistlich weiter gebracht, herausgefordert und gleichzeitig hatte ich mir selbst bewiesen, dass ich etwas schaffen kann, wenn ich es wirklich will.

Heute nahm ich meine Challenge Bibel wieder in die Hand und schüttelte den Kopf: „Wie hab ich das nur geschafft?“ und sofort hörte ich die Antwort in mir: „Weil du es unbedingt wolltest!“

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“ passt also genau so  und ich habe einen neuen Entschluss gefasst: Mein WILLE muss mal wieder einen kräftigen Hinterntritt bekommen, denn dann werden plötzlich Kräfte wieder wach, die lange geschlummert haben.

Folgende Fragen können dabei helfen:

  • In welchen Bereichen bin ich in meinem Leben/ in meiner Arbeit unzufrieden?
  • WILL ich es ändern?
  • Was WILL ich ändern?
  • Was KANN ich ändern?
  • Was benötige ich dazu?

Wenn die Frage „WILL ich es ändern?“ mit einem klaren JA beantwortet werden kann, kann dich nichts mehr aufhalten, denn du wirst einen Weg finden. Und wenn es keinen gibt, beziehe doch Gott mit ein – denn er wird einen Weg aufzuzeigen!

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