Urlaub – die Zeit des frühen Aufstehens

Urlaub – die Zeit des frühen Aufstehens

Vor wenigen Tagen kamen wir aus unserem Urlaub zurück.
„Urlaub“. Wenn man dieses Wort hört, hat man meist Meer, Sonne, Strand und Freiheit im Kopf. Ungebunden, ohne Termine. Man braucht keine Uhr. Keinen Terminplan. Man macht, was man möchte und vor allem: Man schläft aus!

Ich bin langsam in der Phase meines Mama-Seins angekommen, wo ich nach und nach realistisch werde und zumindest bei einem Großteil der genannten Begriffe und Vorstellungen verstanden habe, dass sie nicht mehr zutreffen.
Spätestens nach dem Lesen eines Posts einer Bekannten auf Instagram, die darüber berichtet hat, wie ihr Urlaub war (nämlich so gar nicht, wie man sich das wünscht und erhofft), wurde mir erneut klar: Mit Kind ist alles anders.

Ausgeschlafen habe ich in den letzten Wochen kein einziges Mal. Dafür waren mein Mann und ich spät im Bett. Zu sehr genossen wir es, am Abend noch mit der Familie zu spielen, zu erzählen oder einfach die Sommernacht zu genießen. Ausschlafen wäre da super gewesen. Wenn ich darüber nachdenke, bin ich mehr übermüdet als vor dem Urlaub😉

Aber unsere kleine Tochter stand jeden Morgen um 6 Uhr in ihrem Bett. Streckte sich nach uns aus und rief laut „Mamaaaaa. Papaaaa! Wach!“. Meist haben wir es geschafft, sie nochmal bei uns im Bett zum Schlafen zu bringen – sie schlief dann noch 1-2 Stunden aber ich war hell wach. Na toll. So sehr ich mir Schlaf gewünscht hätte: Es war gleichzeitig so rührend zu sehen, wie unsere Maus da in ihrem Bett stand. Verschlafen aber motiviert, endlich aufzustehen. Den Tag zu begrüßen. „Mama, play!“ (Mama, spielen!), „Mama, essen!“ und wenn ich mich dann aus dem Bett quälte, strahlte sie, lachte und konnte es kaum erwarten in den Tag zu starten, am Frühstückstisch zu sitzen und in ihr Croissant zu beißen. Mit mir und mit Papa.

Es hat mich trotz Müdigkeit glücklich gemacht. Jeden Morgen!

Meine Tochter möchte am Morgen als erstes in den Arm genommen werden. Sie ruft „Mama, Papa!“ und streckt sich nach uns aus, damit wir mit ihr in den Tag starten. Sie sagt uns, was sie vorhat. Worauf sie sich freut. Am Abend, wenn wir sie ins Bett bringen, erzählt sie uns strahlend mit ihren 3-Wort-Sätzen, was sie am Tag erlebt hat „Oma, Opa. Berg! Mama auch Berg. Simea play, Wasser!…“ und das Ganze dann noch einmal, wenn wir gemeinsam beten. Sie dankt Jesus für jeden, den sie am Tag gesehen hat und für alles, worüber sie sich gefreut hat.

Was für ein tolles Vorbild.
Es hat in mir die Sehnsucht hervorgerufen, wieder und noch mehr diese Tochter Gottes zu sein. Die sich am Morgen als erstes nach Papa-Gott ausstreckt. Ihn begrüßt. Sich bei ihm das geistliche Frühstück abholt und erzählt, was sie vorhat. Die Tochter, die am Abend ins Bett geht und Papa-Gott danke sagt und bei ihm los wird, was sie belastet.

Die Tochter, die die Nähe ihres Papas sucht, sich nach ihm ausstreckt und Geborgenheit sucht und holt.

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