Kinder – die eigentlich wahren Worshipper

In meiner Jugendzeit sangen wir in unserer Kirche im Teenkreis und den Jugendgottesdiensten einen Song mit dem Text

„I will dance, I will sing to be mad for my king. Nothing, Lord, is hindering this passion in my Soul!“

(„Ich will tanzen, ich will singen um für meinen König verrückt zu sein. Nichts, Herr, steht meiner Leidenschaft im Weg!“). Ich liebte diesen Song. Aber weißt du was? Der Song ist, wie leider so viele Worshipsongs in diese Richtung ein Song, der für mich heuchlerisch rüber kommt. Nämlich dann, wenn man steif da steht und wenn alles, was sich bei dem Satz „Ich will TANZEN“ bewegt, der Mund ist….

Was ich aber LIEBE ist zu sehen, wie meine Tochter bei Worshipsongs sofort „CHURCH“ schreit und anfängt zu klatschen und zu lachen. Ihr dritter Vorname ist Gioia (Italienisch: „FREUDE“). Wir haben ihr diesen Namen bewusst gegeben und es über ihr Leben ausgesprochen, dass sie ein Kind ist, das anderen Freude macht, das sich von Herzen freut und mit ihrer Freude andere ansteckt.

In Lukas 18,16 ist eine Situation beschrieben, in der Menschen ihre kleinen Kinder zu Jesus bringen, damit er sie segnet. Seine Jünger regen sich darüber auf, wollen die Kids verdrängen. Jesus weist seine Freunde aber zurecht und sagt sogar, dass man sich an ihnen ein Beispiel nehmen soll, wenn es darum geht, das „Himmelreich“ anzunehmen.

In Matthäus 18,7 sagt Jesus, dass niemand in das „Himmelreich“ kommt, der nicht wie ein Kind ist. Was hat das mit meiner Tochter und mit Worship zu tun?

Ich wünsche mir so viel mehr, dass wir Erwachsenen wieder lernen, leidenschaftlich und voller Freude zu sein. Viele schaffen das, wenn ihr Lieblingsverein beim Fußball gewinnt. Bei einem Konzert von Justin Bieber oder Helene Fischer. Menschen putzen sich heraus, können alle Songtexte auswendig und klatschen und hüpfen auf und ab. Manche benehmen sich DA tatsächlich wie die Kinder. Beim Worship….sind wir zurückhaltend und weisen uns gegenseitig und oft auch Kinder zu recht, weil sie zu laut sind?!

Ich möchte leidenschaftlich sein wie meine Tochter, wenn es darum geht, sich über Gott zu freuen und ihm die Ehre zu geben. Ich möchte ein worshipper sein – wie meine Tochter. Voller Leidenschaft und LAUT! Egal, was andere sagen!
Ich möchte, dass „die Freude am Herrn“ meine Stärke wird und dass das sichtbar ist. Nicht HÖRBAR durch das, was ich singe, sondern auch SICHTBAR, in dem ich das, was ich mit Worten singe, mit Körper, Seele und Geist ausdrücke – so wie meine Tochter!
Es ist eine große Baustelle – auch  bei mir. Aber man kann sich dafür entscheiden und los lassen. So wie die Kinder, die sich nach ihrem Herzen richten.

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