Schlagwort: Leben

Dein Leben. Dein Impact

Dein Leben. Dein Impact

Titel: Dein Leben. Dein Impact. – Entspannt und fokussiert Gottes Welt bewegen
Autor: Lukas Herbst
Verlag: R. Brockhaus


Mein Jahresmotto ist „Entspannt gespannt“ und ich bin immer noch auf der Suche nach der richtigen Balance. Ich möchte gespannt sein auf das, was Gott vor hat. Ich möchte Vorfreude verspüren und weniger Stress in meinem Leben. Ich spüre, dass ich Fokus brauche auf die Dinge, die JETZT und HIER dran sind und diese Schritte entspannt und gelassen angehen, bis der nächste Schritt dran ist. Aber wie funktioniert das mit so vielen Dingen im Kopf und im Kalender???
„Zufällig“ sind gleich zwei neue Bücher auf dem Markt, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Das eine ist von Dr. Johannes Hartl und liegt bereits auf meinem TBR Stapel.
Das andere „Dein Leben. Dein Impact“, konnte ich als Rezensionsexemplar ergattern.

Entspannt und fokussiert Gottes Welt bewegen” – Tatsächlich hat mich vor allem der Untertitel, obwohl nicht so sichtbar wie der eigentliche Titel dieses Buches, am meisten angesprochen. “Entspannt” und “Fokussiert” treten beim Lesen auch immer wieder auf und betiteln auch die verschiedenen Abschnitte “Teil 1”, “Teil 2” und “Teil 3”, was mich als struktur- und ordnungsliebender Mensch sehr anspricht.
Im ersten Teil “Entspannt” erklärt Lukas Herbst zuerst anhand der gesellschaftlichen Überzeugungen unserer Zeit, warum das Leben Vieler unentspannt ist und gibt dann theoretische und vor allem praktische Ideen, wie man das Leben entspannter angehen kann (z.B. mit Grenzen richtig umgehen oder Rhythmus finden).

Den Abschluss des ersten Teils bildet passend ein sogenanntes “SELA” – ein Gebet, das dazu dienen soll, einen Moment der Ruhe und Entspannung zu nehmen, bevor es mit dem zweiten Teil des Buches fokussiert weiter geht.

Der 2. Teil (“Fokussiert”) thematisiert vor allem verschiedene Lebensbereiche, die es zu betrachten gilt, um dann (im dritten Teil beschrieben) zu entscheiden, welche Schritte bzw. welcher Fokus nun als nächstes dran ist, welcher Bereich als nächstes weiterentwickelt werden möchte, um einen positiven Einfluss zu haben.
Dabei geht Herbst nicht nur auf die bekannten Bereiche “Körper” oder “Zeit” ein, sondern betrachtet auch weitere Lebensbereiche wie “Berufung”, “Charakter” oder auch “Kompetenzen”.

Der Autor gibt in diesem Buch nicht nur bloße Theorie oder theologische Betrachtungen weiter, sondern nimmt eigene Erfahrungen immer wieder als Beispiel und gibt praktische Tipps. Unter der Überschrift “Sehen und Säen” bekommt die Leserschaft dann immer wieder Möglichkeiten, verschiedene Bereiche für sich zu reflektieren, um dann am Ende das Reflektierte zu nutzen und die nächsten Schritte zu gehen.

Lukas Herbst schreibt in einem sehr jungen Stil und spricht damit sicherlich vor allem jüngere LeserInnen an. Immer wieder redet er bewusst die Leserschaft an (“Du willst wissen warum?” , „Nett, dass du fragst!“ oder “Merkst du was?”). Er fordert direkt heraus, ermutigt dazu, mal kurz Pausen zu machen oder gibt in seinen Fußnoten persönliche Einblicke und Tipps. Aber nicht nur das “DU” oder die jugendliche Sprache “Das klingt ein bisschen steil…” oder “Crazy oder?!” sprechen dafür, dass er vor allem junge Menschen ansprechen möchte, sondern auch die Formatierung der Seiten: Immer wieder gibt es Lücken. Einzelne Sätze und größere Absätze. Das Buch liest sich dadurch nicht wie ein klassisches Sachbuch, sondern fühlt sich wie das Anhören eines Podcasts oder einer Folge von “Checker Tobi” an.
Obwohl ich bereits am Anfang kurz innehielt, um zu prüfen, ob mich diese sehr jugendliche Schreibart stört, (Ich dachte, ich fühle mich jung – aber beim Lesen hab ich dann doch gemerkt, dass ich älter geworden bin:-)) habe ich das Buch gerne und interessiert weiter gelesen, denn es ist praktisch, strukturiert und vor allem hilfreich.
Entspannung und Fokussierung müssen sich nicht ausschließen – das macht Lukas Herbst durch dieses Buch deutlich. Meine Empfehlung: Bereits beim Lesen das Gelesene umsetzen und die Kapitel entspannt und mit Fokus lesen und reflektieren, bevor es ans nächste geht.

Jetzt die große Frage: Habe ich durch das Buch eine Antwort auf die Frage erhalten, WIE ich Entspannt gespannt sein kann bzw. wie ich entspannt fokussiert leben kann? Ja und Nein. Es gibt den Blick auf die Wurzel, es gibt Reflektionsmöglichkeiten, es gibt auch praktische Tipps und vor allem Entspannung bei der Panikmache („Das alles soll/muss ich JETZT auf EINMAL ALLES umsetzen?“) und doch ist es mit dem Lesen nicht getan: Es ist an MIR, am Leser, sich Zeit zu nehmen um alles zu reflektieren und zu prüfen, welcher Schritt dran ist. Und es ist an MIR, einen Plan und eine Struktur zu entwickeln, die es mir möglich macht. Was ich aber sagen kann: Ich wurde inspiriert und ermutigt, die Tipps und Ideen aus dem Buch nun praktisch anzuwenden!

FAZIT:
Ein Buch, das auf frische, ermutigende und persönlich ansprechende Art dabei hilft, sich persönlich ohne Stress oder Druck, dafür mit entspanntem Fokus, zu reflektieren und weiterzuentwickeln.

FÜR WEN EMPFEHLE ICH DAS BUCH?
Für junge Leserschaft
Für Menschen, die es praktisch mögen
Für LeserInnen, die sich nicht durch einen jungen Schreibstil abschrecken lassen und sich auf den Inhalt konzentrieren
Für alle, die es lieben, genauer hinzusehen, zu hinterfragen und Schritt für Schritt weiter zu kommen.
Für das 16-Jährige ICH von damals:)

Lebensweg oder „Wohin schaue ich?“

Lebensweg oder „Wohin schaue ich?“

Leben.
Ein Weg.
Viele Schritte.
Mit welchem Fokus?
Wohin schaue ich?
Auf das, was andere tun?
Wie weit SIE gekommen sind?
Auf das, was SIE erreicht haben?
Bin ich motiviert durch IHRE Ziele?
Wohin schaue ich?
Nach unten?
Gehe ich Schritt für Schritt ohne zu wissen, wohin es mich führt?
Betrachte ich die Art meines Gangs?
Schaue ich auf die wunden Füße?
Auf die Schmerzen und die Blasen, die sich auf dem Lebensweg entwickelt haben?
Wohin schaue ich?
Nach oben?
Nichts ahnend, was kommt?
Bin ich ein „Hans-guck-in-die-Luft“?
Stolpere. Falle. Weine, weil ich gehofft hatte, getragen zu werden?
Wohin schaue ich?
Wo ist mein Fokus?
Auf diesem Weg.
Mit meinen Schritten.
In diesem Leben.
Ich schaue nach vorne.
Ich habe Jesus im Fokus.
Um dann am Ende, das Ziel zu erreichen.
Um weiter gehen zu können.
Auf dem Lebensweg – der nicht mehr endet.

Finde Frieden im Stress: Deine Reise ins Land der Ruhe

Finde Frieden im Stress: Deine Reise ins Land der Ruhe

Ich liebe es festzustellen, dass nicht nur ich mir aussuche, welche Bücher ich wann lese, sondern dass der Heilige Geist das perfekte Timing kennt. Bei diesem Buch war es auch so. Das Jahr ist nun schon fast drei komplette Monate alt und ich finde mich fast wöchentlich in einem Strudel von To-Dos, selbst erstellten Deadlines und dem Seufzen, wenn ich meinen Terminkalender anschaue. Dabei wollte ich doch gerade in diesem Jahr bewusster, ruhiger und entspannter Leben. Ich wollte meinen Fokus auf das Thema „Prophetie“ legen, mehr Zeit in der Ruhe haben um bewusst zu beten, zu hören und aufzuschreiben, was Gott mir sagt und das dann alles mit meinem Mann für die Kirche zu besprechen und zu prüfen. Außerdem wollte ich diese Zeiten auch dafür nutzen, Predigten vorzubereiten und ich wollte bestimmte Bereiche in der church durch prophetische Eindrücke prägen. Aber: Dafür benötige ich weniger Todos und mehr Zeit zum HÖREN. Es läuft anders als gedacht…Vieles muss aufgeholt werden, die Kirche wächst stätig und vieles muss angepasst und verändert werden – wir befinden uns in einer Art Umbruch. Gerade JETZT möchte ich aus der Ruhe heraus aktiv sein und nicht einfach reagieren und abarbeiten…

Dein Land der Ruhe“ kam daher gerade recht. Ich saß in den letzten 10 Tagen täglich da, las, pausierte, machte Notizen, reflektierte und betete. Meine Vorstellung von einem „netten Buch, das ein paar Inspirationen zum Ruhezeiten-Nehmen gibt“, wurde umgeworfen. Stattdessen beschreibt die Theologin und Coachin Cornelia Schmid quasi eine Reise zu dem Land der Ruhe, welches wir in der Gegenwart Jesu finden. Diese Reise ist dabei auch eine Reise durch die Bibel – Gottes Geschichte mit dem Menschen, seine Verheißungen an Abraham, ein Land zu besitzen, in dem Gottes Volk zur Ruhe kommen wird, die lange Wüstenzeit von Israel, weil sie sich von Gott entfernten, über Jesus, der zusagte, dass jeder, der „mühselig und beladen ist“ zu ihm kommen darf um Ruhe zu finden.
Sie erklärt, was der Gedanke von „Sabbat“ ist und zeigt auf, wie wir selbst in Stress, im Alltag und in turbolenten Zeiten Ruhe und Frieden finden können: Der Schlüssel ist der GEIST! (Nicht gleichzusetzen mit der Seele). Und dann zeigt sie auch noch verschiedene „Werkzeuge“ auf, die man im Glaubensleben nutzen kann, um Ruhe zu finden, in Gottes Gegenwart einzutauchen und die Seele Seele sein zu lassen, während der Geist auftankt, sich stärkt und ruht.
Die Autorin nutzt immer wieder Bibelstellen, persönliche Beispiele, Zeugnisse und Beispiele aus ihren Coaching-Seminaren, wodurch ich mich sehr abgeholt fühlte.
Ich beobachte, wie ich seit Tagen achtsamer mit meinen Gefühlen umgehe: Reagiert die Seele oder der Geist? Warum? Wie kann ich meine Seele beruhigen? Und dann gehe ich ins Gebet und bitte den Heiligen Geist, mir aufzuzeigen, wo ich vergeben darf, wo ich loslassen darf, wo ich meine Seele beruhigen darf. Ich suche die Gegenwart Gottes, statt selbst zu „werkeln“…nur ein kleines Resultat des Buches.

Ein Hinweis aber: Es lässt sich nicht so leicht einfach mal eben durchlesen. Ich ermutige dazu, wie ich, immer wieder Pausen zu machen, Sätze zu unterstreichen oder abzuschreiben, darüber nachzudenken und die Reflektionsfragen zu nutzen. Was ich schön fände, wäre eine Art „Arbeitsheft“ oder „Werkbuch“ oder zumindest ein anderes Format mit breiterem Rand um sich Notizen machen zu können…Jedes Kapitel ist „gehaltvoll“ aber genau deshalb auch lesenswert und bereichernd.

Worte Voller Leben

Worte Voller Leben

Worte voller Leben – Zeitlose Weisheiten für das Hier und Jetzt
Armin Jans
adeo Verlag

*Rezensionsexemplar*

25 Persönlichkeiten, 5 Themenbereiche, unendlich viele Möglichkeiten, um über das Leben, den Glauben – das Hier und Jetzt nachzudenken.
Der Theologe und PR Berater Armin Jans hat in diesem Buch nicht nur wertvolle Zitate von bedeutenden Personen wie Hildegard von Bingen, Ignatius von Loyola, Rainer Maria Rilke oder Thomas von Aquin gesammelt und wiedergegeben – er hat zu jedem Zitat auch tiefgründige Kurzimpulse und Gedanken formuliert. „Diese Worte eignen sich dazu, sie bewusst zu verinnerlichen und wirken zu lassen“, schreibt Jans im Vorwort und genau das rate ich jedem und jeder Leser:in. Kein Zitat, kein Wort, keine Formulierung scheint zufällig oder unbedacht, sondern sorgfältig ausgewählt. Jeder Gedanke ließ mich beim Lesen innehalten und darüber nachdenken. Dieses Buch ist kein Andachtsbuch – kein „Ich lese mal kurz ein paar Seiten“-Werk. Es ist ein Schatz an Gedanken und Worten, die sich der/die LeserIn auf der Zunge zergehen lassen kann. Es ist eine Mischung aus Weisheitsliteratur, Philosophie und praktischer Theologie: Zitate, die von Menschen aus mehreren Jahrhunderten stammen, werden mit der Bibel in Verbindung gebracht und durch Gedanken von Jans ins Hier und Jetzt gesetzt. Wer sich darauf einlässt, kann dadurch sein Glaubensleben nicht nur ergänzen, sondern bereichern.
Ein Buch, das dazu einlädt, sich Zeiten zum Nachdenken und Vertiefen zu nehmen – oder, wie ich, mit einem Gesprächspartner über das Gelesene Wort zu philosophieren.

Von verfaulten Äpfeln

Von verfaulten Äpfeln

Vor Kurzem ging ich in der Dachsteinregion im Schnee spazieren und stieß auf diese zwei Apfelbäume.

Sie waren noch voller Äpfel und der Boden war übersät von verfaulten Früchten. Der schmelzende Schnee hatte sie ans Licht gebracht. Ich blieb eine Zeit stehen und dachte nach: Wie oft versäumen wir es in unserem Leben zu erkennen, dass die „Ernte“ schon längst reif ist?

Vielleicht warten wir auf einen perfekten Zeitpunkt oder wir denken gar nicht erst darüber nach, ob schon was gewachsen ist. Und jammern dann, dass sich nichts in unserem Leben verändert oder tut. Wir suchen nach dem Sinn von dem was wir tun, warten, wollen „Früchte“ sehen und versäumen es, genau hin zuschauen und die Früchte die schon lange da sind, zu ernten und zu genießen, bevor wir weiter aussäen. Manche sind so sehr mit säen und Pflanzen beschäftigt, dass sie vergessen auch zu genießen was bereits gewachsen ist?! Sie lassen ihre Früchte, ihre Erzeugnisse, ihre Gaben, ihr Potential verfaulen…?! Mühsam geht es immer weiter oder man resigniert „es hat ja doch keinen Wert!“

Aber was, wenn doch?! Was, wenn du aufstehst und mal überprüfst, was aus alle dem geworden ist, was du investiert hast? Aus deinen Gebeten, deinen Gesprächen, deinen Ratschlägen, deinen Liebesbeweisen, deinem Investment, deinen schlaflosen Nächten in denen du gebetet oder gearbeitet hast? Es war sicher nicht umsonst und wird es auch nicht sein! Wer säht, wird ernten! Es ist ein Prinzip-ein Gutes:)

Schau an, was schon alles gewachsen und gelungen ist in deinem Leben, teile es, freue dich daran, sei dankbar dafür und dann säe dadurch weiter aus! Es wird Frucht bringen! Die du auch genießen darfst!

Und vielleicht ist heute der perfekte Tag um einer Person Danke zu sagen oder ihr zu helfen: ihr zu sagen wo sie gesät hat und nun Fürchte betrachten kann! Vielleicht hat jemand Anteil an etwas Gutem in deinem Leben? Weil die Person für dich da war, dich ermutigt hat, dich gefördert hat, dir geholfen hat?!

Du bist ein Produkt einer Aussaat und du selbst hast Einfluss und säst durch dein Sein, dein Handeln, dein Beten- schau hin! Lass es nicht verfaulen! Genieße es und dann geht’s weiter:)

Vom Suchen und Halten

Vom Suchen und Halten

Suche!
Suche die Stille um das Laute in dir zu finden!
Suche das Chaos um dann neue Ordnung zu schaffen!
Suche die Wunde um Heilung zu empfangen!
Suche den Schmerz um zu spüren!
Suche die Konfrontation um Frieden zu erfahren!
Suche den Konflikt um weiter zu kommen!
Suche den Sturm um zu erleben, wie sich dessen Stillung anfühlt!
Suche die Fragen um Antworten zu erhalten!

Um zu Suchen musst du halten!
Halt inne – um dann auszuhalten!
Halte die Anspannung – um die Entspannung zu spüren.
Halte fest – um wieder hochgezogen zu werden.

Das Chaos in dir wird sich erst dann ordnen, wenn du dich auf die Suche danach begibst, genau hinschaust und dann Stück für Stück zu sortieren. Wie gut, dass ich darin nicht alleine bin!

„Wer sucht, der wird finden!“
„Kommt her alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken!“

Jesus.


Versagt oder Gewonnen?

„Ich habe versagt“ – diese Antwort hätte ich vor ein paar Jahren noch auf die Frage gegeben, ob ich meine 40-Tage-Bibellese-Challenge durchgehalten habe. „Ich hab es nicht geschafft“, könnte ich auch sagen. Aber ich habe beschlossen auf diese Frage anders zu antworten: „Ich habe sie nicht durchgehalten und trotzdem habe ich gewonnen.“

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Freudige Demut

Heute feiert die christliche Welt Ostern. Das Fest der Hoffnung. Das Fest der Auferstehung.
Es gibt meines Wissens keine Bemühungen, dieses Fest ausfallen zu lassen oder die Feiertage zu kürzen. Warum auch? Die Welt liebt es zu feiern! Je nachdem, wo man in Deutschland (oder auch in den anderen Ländern) hinfährt, trifft man immer wieder auf Gründe zu feiern: Das Weinfest – Wir feiern die Weinernte. Das Mandelblütenfest – wir feiern die Blüten am Mandelbaum. Das Mai-Fest – wir feiern die Fruchtbarkeit, der Feuerwehr-Hock – wir feiern…die Feuerwehr. Es gibt Gründe über Gründe, das Leben zu feiern und wenn es keinen Grund gibt, dann wird einer gefunden.
Aber wie ist es mit dem Thema „Mahnen und Erinnern“? Da gibt es dann wieder ein kleines Problem. Einen ruhigen Tag – ein Tag mit „Tanzverbot“? So was mögen wir dann doch lieber nicht. Wer will uns denn verbieten zu feiern, zu tanzen und die ernsten Themen zu vergessen?

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Der Wert einer „Zweierschaft“

Der Wert einer „Zweierschaft“

Gerade habe ich mein Gespräch mit einer lieben Freundin beendet und lächle.
Ich bin begeistert zu sehen, welche tiefen Themen man in einem 1,5 Stunden langen Gespräch miteinander bereden kann und vor allem, was da so alles ans Tageslicht kommt. Vor allem aber begeistert es mich zu sehen, wie viel sich in den letzten Jahren bei uns geändert hat. Wie viele Berge wir schon im bildlichen Sinne erklommen haben, welche Täler durchquert und welche Hürden gemeistert.

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Leben vs. Hochsensibilität?

Leben vs. Hochsensibilität?

Als ich ein Teenager war, war ich ständig unterwegs: Auf Freizeiten, Jugendtagen, Jugendwochenenden, Veranstaltungen und Events. Ich wollte Menschen um mich haben und liebte es, mich zu engagieren und neue Leute kennen zu lernen. Ich war immer wieder auf Konzerten, stand meist weit vorne und kam nachts vom Springen und Mitsingen verschwitzt nachhause. Mit 18 Jahren kam eine ausgeprägte Depression. Zeitweise durfte ich keine Besuche empfangen, weil ich schon nach einer Person aufgewühlt und panisch wurde. Ich musste mich komplett zurück ziehen, sollte sogar ein Jahr mit der Schule pausieren, damit es nicht zu viel für mich wird und ich erst wieder langsam in den Alltag starten konnte. Innerhalb weniger Monate hatte ich mich zu einem anderen Menschen verändert. Die junge Frau, die immer extrovertiert, leidenschaftlich und überschwänglich war, war plötzlich schüchtern, konnte keine fremden Menschen ansprechen und brauchte Ruhe. Hinzukam, dass innerhalb weniger Monate die Kleidergröße von 36 auf 44/46 gewachsen war…
Ich hatte lange damit zu kämpfen und habe mich gefragt, warum ein Mensch so komplett unterschiedlich sein kann.
War ich denn nun extrovertiert oder bin ich eigentlich introvertiert?
Liebe ich es, unter Menschen zu sein oder liebe ich es, allein zu sein?
Wer bin ich denn nun eigentlich?
Hatte ich mich selbst so in mir getäuscht?
Hatte ich etwas gespielt, was ich eigentlich nicht war? Oder noch viel mehr: Wollte ich jemand krampfhaft sein, der ich eigentlich nicht war und auch nicht sein konnte? Hatte ich mich mit einem Schauspiel überfordert?

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