Kleines tapferes Herz

Kleines tapferes Herz

Kleines, tapferes Herz

12.03.2014 – Kapstadt

 

Kleines, tapferes Herz schlägt in ihrer Brust.

Eines von vielen in dieser Gegend.

Sie hat schon viel gesehen.

Sie hat schon viel gehört und ist doch noch so jung.

Ihre Augen strahlen, sind unschuldig und rein.

Traut man sich tiefer zu blicken sieht man mehr.

Angst und Hoffnung, Erinnerungen und Träume, Trauer und Zufriedenheit.

Es passt nicht zusammen. Es ist zu verwirrend. Es kann eigentlich nicht sein – und doch ist es so.

Kleines, tapferes Herz schlägt in ihrer Brust.

Manchmal leise und sachte, manchmal schnell und laut.

Wie Paukenschlag ertönt es, wenn der Hass die Straßen regiert.

Kurz mag es aussetzen, wenn die Angst an die Tür klopft, fast lauter als der Knall, der von der Straße tönt, kurz bevor die Patronen leise zu Boden klirren.

Schnell schlägt es vor Freude, wenn sie kommen. Die Hoffnungsträger, die die das Licht bringen.

Leise schlägt es und ganz sachte, wenn zu ihm gesprochen wird. Zu IHM, bei dem Angst, Hass und Gewalt keinen Platz kennt. Zu IHM, der Liebe ist.

Es wird ruhig, das kleine Herz. Langsam beginnt es immer mehr, in seinem Rhythmus zu schlagen.

Er hört den Puls, den Schlag dieses Herzens. Es ist rein und unbefleckt in einer unreinen und befleckten Welt.

Kleines, tapferes Herz schlägt in ihrer Brust.

Klein und tapfer – wie sie selbst!

 

Der erste Gedanke…

Der erste Gedanke…

Wenn du ein Baby im Bauch trägst, musst du dich schon mal daran gewöhnen, dass du selbst irgendwann erst an zweiter Stelle kommst….

Das habe ich bereits in der Schwangerschaft gemerkt, wenn (zum Glück seltener als vorher befürchtet) Hände anderer Menschen meinen Bauch „betasteten“ und gleich nach dem „Hallo“ fragten, wie es dem Baby ginge. „Keine Ahnung, wie es dem Baby geht, aber mir geht es SCHLEEECHT!!!“ hätte ich manchmal zu gerne los geschrien.
Gut, dass ich einige Monate Zeit hatte mich daran zu gewöhnen, denn seitdem meine süße Tochter da ist, ist es nicht anders. Weiterlesen „Der erste Gedanke…“

Kleider machen Leute

Kleider machen Leute

„Ich habe einen ganzen Kleiderschrank voll nichts anzuziehen!“ – dieser Spruch hing mal an meinem Kleiderschrank. Ich denke, jede Frau kennt das: Man hat einen Schrank voll mit Kleidungsstücken aber nie ist das Richtige dabei und man hat schließlich einfach NICHTS anzuziehen.

Bei mir ist gerade zusätzliche Krise, weil ich (noch) nicht in meine Klamotten passe, die mir vor der Schwangerschaft passten, aber nicht mehr in die Kleidung, die mir während der Schwangerschaft passte. Ich habe fest vor abzunehmen – also warum für viel Geld „Zwischenkleidung“ kaufen? Einerseits klingt das logisch, andererseits fördert es Frust.

Letzten Sonntag stellte sich mir aber nicht nur die Frage nach der textilen Kleidung…verschiedene Situationen verlangten von mir eine Entscheidung nach der „inneren“ Kleidung. Bei Frustsituationen, Unstimmigkeiten oder Diskussionen kann ganz schnell der Satz „Außen hui, Innen pfui“ Wirklichkeit werden.

Noch schlimmer wird es, wenn das Innere dann nach Außen kommt. Was kann man tun, wenn man wütend, gereizt, genervt oder einfach negativ ist?

Ich habe beschlossen, jeden Morgen beim Blick in den Kleiderschrank mit der textilen Kleidung auch die „innere“ Kleidung anzuziehen (und diese möglichst nicht vor dem Schlafengehen abzulegen sondern gleich anzubehalten).

Im Kolosserbrief 3,12 steht: „Geschwister, ihr seid von Gott erwählt, ihr gehört zu seinem heiligen Volk, ihr seid von Gott geliebt. Darum kleidet euch nun in tiefes Mitgefühl, in Freundlichkeit, Bescheidenheit, Rücksichtnahme und Geduld. Geht nachsichtig miteinander um und vergebt einander, wenn einer dem anderen etwas vorzuwerfen hat. Genauso, wie der Herr euch vergeben hat, sollt auch ihr einander vergeben. Vor allem aber bekleidet euch mit der Liebe; sie ist das Band, das euch zu einer vollkommenen Einheit zusammenschließt.“

Ich glaube, wenn diese „innere“ Kleidung an einem haften bleibt, fällt nicht mehr ins Gewicht, ob man Jogginghose, Jeans und Shirt oder Designeroutfit trägt!

 

Warum Stress nicht göttlich ist

Warum Stress nicht göttlich ist

Immer wieder ertappe ich mich bei der Aussage „Ich bin gestresst!“.
Das passiert sehr häufig.
In den letzten Tagen kam dieser Gedanke immer wieder. „Ich bin gestresst!“.
Nachdem wir in den letzten Wochen Besuch von wunderbaren Menschen hatten, stand es nun wieder für mich an, neben dem Mama-Sein auch den Haushalt wieder auf Vordermann zu bringen, Worship zu leiten, Kontakte zu pflegen und Routine in meinen Alltag zu bekommen – dabei aber die große Frage nach dem WIE? Weiterlesen „Warum Stress nicht göttlich ist“

Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!“

Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!“

Portugal ist Europameister. Herzlichen Glückwunsch. Gelesen hat man jedoch meistens „Christiano Ronaldo und sein Team…“ oder „Christiano Ronaldo und seine Mannschaft“….Was wäre das „Team“ Portugal ohne seinen glänzenden Star?

Ja, er polarisiert. Der relativ gutaussehende, sportliche und zugegebenermaßen sehr talentierte Fußballer. Die einen lieben ihn, die anderen wünschten sich, dass Frankreich den Sieg holt, nur damit Ronaldo nichts zu Lachen hat und sich in seinem Stolz suhlen kann.

Aber: Ich darf ihm dankbar sein, denn das Finalspiel hat mir doch Einiges klar gemacht: Weiterlesen „Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!““

„Säkularer worship“ oder „Wenn dir die Sprache fehlt“

„Säkularer worship“ oder „Wenn dir die Sprache fehlt“

Als ich heute Morgen im Auto fuhr, machte ich das Radio an. Noch am Überlegen, ob ich lieber ne neue Worship-CD reinmache, spielt der Radiosender einen Song an, den ich noch nie gehört hatte. Die ersten Zeilen: „Ich seh durch deine Augen mein Herz in deiner Hand, die Welt um uns herum steht still in Raum und Klang“. Ich werde hellhörig. Klingt für mich wie ein Worship-Song. „Hab ich da zufällig nen christlichen Sender erwischt?“. Weiterlesen „„Säkularer worship“ oder „Wenn dir die Sprache fehlt““

Werde, was du glaubst!

Werde, was du glaubst!

Seit knapp zwei Jahren besitze ich ein wichtiges und persönliches Notizbuch.
In diesem Notizbuch notiere ich immer wieder verschiedene Dinge über mich:

1. Welche Frau ich werden möchte,
2. welche Wahrheiten mir andere zusagen (Ermutigungen, Prophetien, Eindrücke),
3. Was Gott mir in meiner persönlichen Gebetszeit zusagt.

Die Idee dazu gab mir eine Freundin in Südafrika, nachdem wir ein langes Gespräch über meine Unsicherheiten, mein mangelndes Selbstwertgefühl und meine Selbstzweifel hatten. Seitdem habe ich nun dieses Buch, das mich ermutigt und dazu herausfordert, nicht stehen zu bleiben.
Jahrelang hatte ich Entschuldigungen, mit denen ich mich selbst rechtfertigen wollte. Erklären wollte, warum ich mit manchen Situationen wie umgehe, warum ich Ängste habe, warum ich mich angegriffen fühlte etc. Immer wieder ruhte ich mich darauf aus und sagte:
„Ich bin eben so!“

In vielen Gesprächen erlebe ich oft die gleiche Haltung: Es wird auf die Vergangenheit geschaut (schwieriges Elternhaus, heftige Situationen, Verletzungen) und der Ist-Zustand als endgültig angesehen.
Als ich vor einigen Jahren schon seit längerem mit schweren Depressionen zu kämpfen hatte, hatte ich genau diese Entschuldigung immer wieder parat, wenn es schwierig wurde: „Aber ich schaff das nicht. Ich bin doch depressiv!“. Eine Bekannte sagte knallhart zu mir: „Vielleicht ist es mal Zeit, sich nicht immer hinter der Krankheit zu verstecken!“ Puh. Ich war sauer. Wie konnte sie es wagen? Heute habe ich immer mehr gelernt, ihre Absicht dahinter zu verstehen: Ich möchte nicht da stehen bleiben und mich selbst damit zufriedengeben. Es ist hart, aber ich will ankämpfen gegen Ist-Zustände und lieber ein Ziel vor Augen haben. Darum lese ich nun immer wieder meine Notizen in dem Buch und lese mir laut vor, wie ich sein möchte und was in mir steckt und sage mir selbst, woran ich noch arbeiten möchte und was ich ablegen will.

In der Bibel, in Matthäus 9,27 steht ein Absatz über die Heilung von zwei Blinden Männern. Sie bitten Jesus, ihnen zu helfen und sie sehend zu machen. Sie laufen ihm sogar bis zu seinem Haus hinterher. Jesus fragt sie, ob sie ihm denn zutrauen, dass er sie heilen kann. Als sie es bejahen, sind sie geheilt. Einfach aus ihrem Glauben heraus. Sie haben sich nicht mit dem Ist-Zustand zufriedengegeben. In meiner neuen Lieblings-Auslegung der „Message“ Übersetzung steht da ein Satz, den ich mir mal wieder stark angestrichen habe: „Become what you believe!“ (Werdet, was ihr glaubt). Jesus sagt also: Ihr glaubt, dass ihr geheilt seid, also seid geheilt.

Für mich steckt in dieser Aussage so viel mehr, was ich in meinem Leben annehmen möchte: Ich möchte daran glauben, dass ich mehr sein kann, als die Desirée, die ich jetzt bin. In mir steckt ein Ebenbild Gottes, das verzerrt, verletzt und verschmutzt wurde durch Einflüsse, Verletzungen und Situationen.(HeartDeeds Impuls: Der schmutzige Spiegel )

Ich glaube, dass diese Desi, die Gott in mir sieht, in mir drin ist. Also beschließe ich, diese Wahrheit für mich wieder zu entdecken, sie wieder mehr ans Licht zu holen und dieses Ebenbild wieder mehr strahlen zu lassen. Das geht nur, wenn ich nicht nach hinten blicke, sondern nach vorne. Wenn ich selbst tiefer schaue und mir zuspreche, was ich glaube, wer ich wirklich bin! Und plötzlich werden die Stimmen der Lüge leiser und die Stimme der Wahrheit lauter!

Werde, was du glaubst!

Worship als Lebensstil

Worship als Lebensstil

Seit Kurzem lese ich die englische „Message“ Übersetzung der Bibel. Es ist eine sehr freie, eher sinngemäße Übersetzung, verständlich und anwendbar für den Alltag. Als ich neulich in Matthäus 7 landete, stach mir eine Aussage ganz besonders ins Auge. Es war der Absatz, der in anderen Übersetzungen mit „Warnung vor falschen Propheten“ betitelt ist. Und darin steht in der Message Übersetzung: „Who preachers ARE is the main thing, not what they say“ (deutsch: „Wer Prediger wirklich SIND ist die Hauptsache, nicht, was sie sagen!“)  Weiterlesen „Worship als Lebensstil“

Runaway

Runaway

Manchmal weiß man eigentlich ganz genau, was zu tun ist. Manchmal hört man diese Stimme tief im Innern und ignoriert sie doch.

Vor einigen Jahren hatte ich diese Situationen mehr als häufig:

Ich fragte Gott im Gebet immer wieder nach seinem Plan für mich. Wollte wissen, warum er mich so gemacht hat wie ich bin und wo er mich benutzen möchte um einen Unterschied in der Welt zu machen.

Und doch hatte ich extreme Angst diesen Plan zu hören und noch mehr die nötigen Schritte zu gehen.

Am meisten aber wahrscheinlich hatte ich Angst vor mir selbst. So wie der Prophet Jeremia im ersten Teil der Bibel: Er hatte einen klaren Auftrag und sagte dann: „Nicht ich. Ich bin zu jung. Ich kann das nicht!“

Aber wie gut ist es, dass Gott nichts von uns erwartet, was er nicht in und durch uns erfüllen könnte. Er ermutigte Jeremia mit einer krassen Aussage: „Hab keine Angst, denn ich bin mit dir!“

Den Song, der durch diese Bibelstelle und die Situationen entstanden ist, findest du oben.