Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!“

Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!“

Portugal ist Europameister. Herzlichen Glückwunsch. Gelesen hat man jedoch meistens „Christiano Ronaldo und sein Team…“ oder „Christiano Ronaldo und seine Mannschaft“….Was wäre das „Team“ Portugal ohne seinen glänzenden Star?

Ja, er polarisiert. Der relativ gutaussehende, sportliche und zugegebenermaßen sehr talentierte Fußballer. Die einen lieben ihn, die anderen wünschten sich, dass Frankreich den Sieg holt, nur damit Ronaldo nichts zu Lachen hat und sich in seinem Stolz suhlen kann.

Aber: Ich darf ihm dankbar sein, denn das Finalspiel hat mir doch Einiges klar gemacht: Du kannst noch so gut aussehen, noch so gut sein und noch so sehr denken, dass DU derjenige bist, auf den es ankommt – letztendlich geht es aber um Teamwork.

Bei einem Interview mit Manuel Neuer fragte der Reporter, ob sie denn Jonas Hector nach seinem entscheidenden Elfmeter ordentlich gefeiert hätten. Neuer, ganz mit dem Team-spirit der deutschen Nationalelf, antwortete, dass JEDER Spieler sein Bestes gegeben hat und es natürlich super war, dass Hector das Tor geschossen hat und sich auch alle darüber freuten, aber dass die gesamte Mannschaft viel geleistet hätte und am Sieg teilhat.

Schaue ich das Leben an, sehe ich immer wieder, auch im Kirchenumfeld, wie jeder danach bestrebt ist zu gelten, herauszustechen und eben immer wieder auch dieser „Christiano Ronaldo“ zu sein, der SEIN Team voranbringt und auf den es ankommt.

Und ja,Jeder ist wichtig. DU bist wichtig. Nur du hast Begabungen, Ideen, Kreatitivät, Talente, die DU auf DEINE Weise einbringen kannst. So wie Leo Bigger gerne sagt „Wenn du nicht der DU bist, wer ist dann der DU?“. Gleichzeitig sollten wir aber eben genau das im Blick haben: ICH bin TEIL eines TEAMS. Ich ergänze andere durch meine Art, so wie andere mich durch ihre Art ergänzen. Gemeinsam schafft man Großes. Ja, es passieren mal Fouls im Leben, Verletzungen, Ego-Zocke und manchmal ermahnt doch auch ein „Führungsspieler“ mit vielleicht zu harten Worten. Das Leben ist aber besser zu bewältigen, wenn man es im Team angeht.

Auch in der Kirche ist es so viel wichtiger, ein Team um sich zu haben, die verschiedenen „Spieler“ passend zu ihren Gaben in der richtigen Position einzusetzen und gemeinsam das Ziel zu verfolgen.

Vielleicht ist es dran, sich selbst mal zurückzunehmen und lieber ein paar Pässe zuzuspielen, damit andere glänzen können, weil sie durch diesen einen „Pass“ ihre Situation und Position voll ausnutzen konnten.

Wen kannst du diese Woche unterstützen um ein Tor zu erzielen?

Wer braucht vielleicht Rückendeckung?

Wer benötigt Ermutigung und die Zusage, dass er/sie am richtigen Platz ist, auch wenn gerade vielleicht kein Abschluss gelingt?

Egozocker hat die Welt schon genug. Sonst stehst auch du vielleicht mal heulend an der Ersatzbank, verletzt und enttäuscht, dass du selbst nicht glänzen kannst, während das Team dir schmerzhaft klar macht, dass es auch ohne dich ganz gut klar kommt:)

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