Kategorie: Poesie

Lebensweg oder „Wohin schaue ich?“

Lebensweg oder „Wohin schaue ich?“

Leben.
Ein Weg.
Viele Schritte.
Mit welchem Fokus?
Wohin schaue ich?
Auf das, was andere tun?
Wie weit SIE gekommen sind?
Auf das, was SIE erreicht haben?
Bin ich motiviert durch IHRE Ziele?
Wohin schaue ich?
Nach unten?
Gehe ich Schritt für Schritt ohne zu wissen, wohin es mich führt?
Betrachte ich die Art meines Gangs?
Schaue ich auf die wunden Füße?
Auf die Schmerzen und die Blasen, die sich auf dem Lebensweg entwickelt haben?
Wohin schaue ich?
Nach oben?
Nichts ahnend, was kommt?
Bin ich ein „Hans-guck-in-die-Luft“?
Stolpere. Falle. Weine, weil ich gehofft hatte, getragen zu werden?
Wohin schaue ich?
Wo ist mein Fokus?
Auf diesem Weg.
Mit meinen Schritten.
In diesem Leben.
Ich schaue nach vorne.
Ich habe Jesus im Fokus.
Um dann am Ende, das Ziel zu erreichen.
Um weiter gehen zu können.
Auf dem Lebensweg – der nicht mehr endet.

Vom Suchen und Halten

Vom Suchen und Halten

Suche!
Suche die Stille um das Laute in dir zu finden!
Suche das Chaos um dann neue Ordnung zu schaffen!
Suche die Wunde um Heilung zu empfangen!
Suche den Schmerz um zu spüren!
Suche die Konfrontation um Frieden zu erfahren!
Suche den Konflikt um weiter zu kommen!
Suche den Sturm um zu erleben, wie sich dessen Stillung anfühlt!
Suche die Fragen um Antworten zu erhalten!

Um zu Suchen musst du halten!
Halt inne – um dann auszuhalten!
Halte die Anspannung – um die Entspannung zu spüren.
Halte fest – um wieder hochgezogen zu werden.

Das Chaos in dir wird sich erst dann ordnen, wenn du dich auf die Suche danach begibst, genau hinschaust und dann Stück für Stück zu sortieren. Wie gut, dass ich darin nicht alleine bin!

„Wer sucht, der wird finden!“
„Kommt her alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken!“

Jesus.


Du hast mir (nicht) gesagt…

Du hast mir (nicht) gesagt…

Du hast mir nicht gesagt, dass es so hart wird.
Das war auch besser so – denn sonst hätte ich „Nein“ gesagt.

Du hast mir nicht gesagt, dass mich das Gefühl des Allein-seins immer wieder überrollen wird.
Das war auch besser so – sonst würde ich nicht lernen, deine Nähe zu suchen.

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Egal

Ich will nicht, dass du mir egal bist,

dass mir egal ist, was du tust oder machst,

ob du weinst oder lachst,

ob du gerade Schmerzen hast.

Ich will nicht, dass du mir egal bist!

Ich will nicht dass du mir egal bist,

weil mir nicht egal ist

wenn du mich ignorierst,

dich in deinen Lügen selbst verlierst,

weil mir nicht egal ist,

was du denkst über dich,

was du sagst über mich,

ob du glaubst oder nicht,

ob dein Herz zerbricht.

Aber weil meines noch ganz ist

und du noch mitten drin bist,

kann ich so nicht weiter gehn!

Ich kann dich einfach nicht verstehn.

Meine Worte kommen nicht mehr an,

ich weiß nicht, was ich noch machen kann,

ausser mich zu distanzieren,

damit ich mein Herz nicht verlier.

Ich will nicht wütend auf dich sein

Also lass ich dich allein,

Ich denk an dich in diesem Tal

Und merke: dir wirst mir egal

Weil Wut so viel schmerzreicher ist!

Du bist mir egal-

auch wenn ich nicht will, dass du es bist!

Wohin?

Wohin?

Sie trugen dich schon lange
den ganzen Weg bis hierher
und jetzt spürst du die Müdigkeit,
deine Füße sind schwer
und du fragst dich hat sich der Weg gelohnt?
War es weise zu gehn?
Denn hier, wo du gerade stehst, kannst du den Gipfel nicht sehn.
Sondern nur steile Wände und Steine vor dir
deren Anblick dir noch die letzte Kraft rauben.
Es scheint zu schwer.

Dein Blick geht zurück
und du siehst die Strecke,
Ein ganzes Stück,
das du schon gelaufen bist.
Und du bleibst stehen und schaust nach hinten und fragst dich, ob das jetzt alles ist.
Ob es besser ist wieder umzudrehn
Besser ist, den bekannten Weg zu gehen.
Das zu tun was du damals gut kanntest,
Weil die Umgebung vertraut war und du dich in allem Sicher fühltest.

Dein Blick: Wieder nach vorn,
Mit der Frage wie lange es noch dauert, bis endlich neues Land in Sicht ist
Bis du sagen kannst, dass das hier der Platz ist an dem du angekommen bist.

Was gibt dir Kraft?
Der Blick zurück mit der Entscheidung umzukehren
oder der Blick nach vorne mit der Neugier welche Aussicht auf dich wartet?

Bist du motiviert genug, neue Perspektiven erreichen zu wollen oder zu müde von alledem?
Wo stehst du und was ist dein Antrieb? Bleib nicht zu lange stehen.
Entscheide dich für den Weg weiter oder zurück und dann

gehe mit Entschlossenheit!

FREI-TAG

FREI-TAG

Es ist Freitag.
DER Freitag.

Es ist der Freitag, an dem ich daran erinnert werde, wie sehr du gelitten hast.
Ich sehe deine schmerzverzerrten Augen, die gleichzeitig voller Liebe sind.
Ich sehe Filme, Bilder, Theater-Szenen, in denen du diese Last trägst.
Diese Last, dieses Kreuz, dass nicht nur real, sondern auch ein Symbol ist.
Und ich werde daran erinnert, was mir von Kleinauf erklärt wurde:

Das alles ist MEINETWEGEN passiert.
Dieses Kreuz sei Symbol für MEINE Fehler, meine SCHULD und für das, was mich von dir trennt.
Ich sehe dieses Kreuz mit diesem Verständnis und ich sehe deinen Blick.
Und ich kann es kaum ertragen.

Mein Blick will sich abwenden und aus Entsetzen wird Wut.
„Ich habe dich nicht darum gebeten“ schreit meine Seele.
Der Drang in mir einzuspringen wird groß.

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Drachenflug

Drachenflug

Ich will frei wie ein Drachen sein.

Nicht frei wie ein Vogel, der zwar in Freiheit lebt, aber sich immer wieder in seinem Nest versteckt und schreckhaft davon fliegt.

Ich will frei wie ein Drachen sein.

Bunt und facettenreich, hoch steigend und wiegend im Wind.

Ich will mit dem Wind tanzen, ihn nutzen und auskosten,

ich will neue Perspektiven gewinnen und das Leben, wie den perfekten Tag für einen Drachen leben:

Das Licht der Sonne auffangen und dabei in den schönsten Farben leuchten,

den Wind schätzen, der mich erst zum Fliegen bringt und die Weite genießen.

Ich will frei wie ein Drachen sein.

Nicht frei wie der Wind, der weht wo und wann er will und der dabei, je nach Stärke, auch Zerstörung bringen kann.

Ich will frei wie ein Drachen sein.

Frei und doch gebunden. Festgehalten und im Blick dessen, der mich lenkt.

Er lässt mich höher steigen und den Flug genießen und freut sich an mir.

Er steuert mich mit Blick auf den Wind.

Er rennt mit mir, lachend und sich freuend.

Ich will gebunden wie ein Drachen sein.

Verbunden mit dem, der weiß, wann ich höher steigen kann und wann es Zeit ist, die Leine kürzer zu halten.

Gehalten von dem, der den Wind kennt und mich vor ihm schützt, wenn er für mich nicht aushaltbar wäre.

Herausgefordert von dem, der den Wind aber auch nutzt um mir das Fliegen in den höchsten Höhen beizubringen. Nicht um losgelöst fliegen zu können, sondern um das Zusammenspiel zwischen mir und ihm zu festigen.

Er weiß, was er mir zutrauen kann, welche Höhen und Windstärken mich tanzen lassen anstatt mich zu zerstören.

Und ich weiß, dass er mich nicht loslässt.

Ich vertraue, dass er mich hält – auch wenn er dem Wind trotzt.

Ich will frei wie ein Drachen sein – gehalten und verbunden

Bis ich tatsächlich fliege in die allerhöchste Höhe.

Bis ein Teil von mir mit dem Wind verweht und die Schnur und der Lenker immer noch in der Hand des Mannes liegen, der mich dann mit Nachhause nimmt.

Das Dort im Damals und das Hier im Jetzt

Das Dort im Damals und das Hier im Jetzt

Geschrieben im März 2014. 

Wir waren gerade erste wenige Wochen in Kapstadt, wo wir für mehrere Monate in einer Kirche ehrenamtlich arbeiteten und vor allem in Townships tätig waren.
Auch heute, nachdem wir seit 4 1/2 Jahren an einem neuen Ort leben, kenne ich diese Gedanken immer wieder. Damals, zum Zeitpunkt des Verfassens, mit Blick auf Freiburg. Heute mit Blick auf Kapstadt.

Nicht allein – und doch einsam.

Nicht traurig – aber auch nicht fröhlich.

Viele neue Eindrücke, viele neue Menschen.

Und doch hänge ich am Alten fest.

Genug Gründe um glücklich zu sein.

Mehr Gründe um traurig zu sein?

Auf jeden Fall genug Gründe um dankbar zu sein!

Jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde.

Dankbar für die Menschen von Damals.

Dankbar für die Menschen von Heute.

Dankbar für das was war, dankbar für das was ist.

Das Hier ist da, das Jetzt wartet

Zu oft wird es nicht wahrgenommen weil das „Damals“ und das „Dort“ brüllt.

Wie ein Löwe brüllt es in meinem Kopf um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Ich war glücklich.

Das „Dort“ zerrt an dir. Wie ein Kind, das nicht zurückgelassen werden möchte.

Oder zerre ich am „Dort“ um mich wie ein Kind zu fühlen?

Zerre ich am „Dort“ um nicht zurück gelassen zu werden?

„Komm und erlebe mich“ ruft das „Jetzt“ entgegen. Es wartet.

Geduldig. Friedlich und trotzdem in Eile.

Gleich ist er vorbei. Der Moment. Das Hier. Das Jetzt.

Zerrissen

Zerrissen

Wie kann man in dieser Welt leben und dabei das Leid ignorieren?
Wie kann man das Leid in dieser Welt sehen, ohne daran zu zerbrechen?
Wie kann man sich danach sehnen, das Herz Gottes zu spüren
und dabei das Herz gleichzeitig schützen, damit es nicht zerschmettert wird?
Wie kann man die Last, die man bei all dem Leid im Inneren verspürt durch Gebet bei Gott abgeben
ohne zu denken, dass man es sich damit wieder zu leicht macht?
Wie kann man diese Welt lieben, wenn man mit all der schönen Natur, den liebevollen Menschen und den Wundern
auch die Zerbrochenheit, die hasserfüllten Menschen und die Zerstörung dieser Wunder betrachtet?
Wie kann ich mein Leben genießen und wertschätzen und gleichzeitig wissen, dass es Menschen gibt, die missbraucht, gefoltert, vernachlässigt, misshandelt und getötet werden?
Wie kann ich mitleiden ohne Dankbarkeit zu verlieren?
Wie kann ich dieses Leben lieben, das mir geschenkt wurde ohne schlechtes Gewissen?
Und wie kann ich gleichzeitig das schwere und kaputte Leben anderer sehen, ohne mich zu vergessen?
Wie sind die Nachrichten zu ertragen?
Wie kann ich hinsehen und doch nicht danach die Augen wieder für lange Zeit verschließen, weil es so weh tut?
Ist es möglich?
Gibt es Grenzen?
Grenzen für unser Ertragen, für unsere Trauer, für unser Mitleid?
Ich weiß es nicht.
Ich spüre es gerade nicht.
Alles was ich weiß, ist dass ich spüren will.
Ich will spüren, wie es sein wird,
ich will hoffen und glauben, dass es einen Tag geben wird, an dem all das vorbei ist.
Dass es eine Welt geben wird, in der Kinder Kinder sein dürfen – unbeschwert, angstfrei und unangetastet.
Dass es ein Leben geben wird, das nicht endet und das man nicht enden möchte – weil es wundervoll ist.
Ohne Tränen. Ohne Leid. Ohne Schmerz. Ohne Angst.
Ich entscheide mich zu hoffen. 
Ich entscheide mich zu glauben.
Ich entscheide mich hinzusehen um dann die Augen zu schließen.
Im Gebet. 
Um alles, was nicht mehr zu (er)tragen ist, abzugeben an den, der zwar noch mehr leidet, noch mehr trauert und noch mehr Schmerz empfindet als ich es tue,
der aber die vollkommene Liebe ist.
Und die vollkommene Liebe vertreibt jede Furcht.
Die vollkommene Liebe erträgt alles.
Die vollkommene Liebe ist sanftmütig.
Die vollkommene Liebe eifert nicht.
Die vollkommene Liebe ist ewig und hält aus – denn die vollkommene Liebe hat den Ewigkeitsblick.
„Mein Leben, eine Geschichte“ oder „Are you ready?“

„Mein Leben, eine Geschichte“ oder „Are you ready?“

Mein Leben
Eine Geschichte.
Eine Geschichte die von Anbeginn der Zeit mit Feder und Tinte geschrieben wurde.
Geschrieben und erdacht vom Meister aller Schriftsteller,
von ihm- dem Schöpfer aller Kreaturen.

Es ist ein Buch dessen Seiten noch weiß warn,
dessen Inhalt noch frei war und dessen Ende bereits geschrieben ist.

Die ersten Kapitel sind fesselnd und spannend manchmal fast zu belebend
das Herz schlägt beim Lesen der Worte- ich spüre es beben. Weiterlesen „„Mein Leben, eine Geschichte“ oder „Are you ready?““