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Finde Frieden im Stress: Deine Reise ins Land der Ruhe

Finde Frieden im Stress: Deine Reise ins Land der Ruhe

Ich liebe es festzustellen, dass nicht nur ich mir aussuche, welche Bücher ich wann lese, sondern dass der Heilige Geist das perfekte Timing kennt. Bei diesem Buch war es auch so. Das Jahr ist nun schon fast drei komplette Monate alt und ich finde mich fast wöchentlich in einem Strudel von To-Dos, selbst erstellten Deadlines und dem Seufzen, wenn ich meinen Terminkalender anschaue. Dabei wollte ich doch gerade in diesem Jahr bewusster, ruhiger und entspannter Leben. Ich wollte meinen Fokus auf das Thema „Prophetie“ legen, mehr Zeit in der Ruhe haben um bewusst zu beten, zu hören und aufzuschreiben, was Gott mir sagt und das dann alles mit meinem Mann für die Kirche zu besprechen und zu prüfen. Außerdem wollte ich diese Zeiten auch dafür nutzen, Predigten vorzubereiten und ich wollte bestimmte Bereiche in der church durch prophetische Eindrücke prägen. Aber: Dafür benötige ich weniger Todos und mehr Zeit zum HÖREN. Es läuft anders als gedacht…Vieles muss aufgeholt werden, die Kirche wächst stätig und vieles muss angepasst und verändert werden – wir befinden uns in einer Art Umbruch. Gerade JETZT möchte ich aus der Ruhe heraus aktiv sein und nicht einfach reagieren und abarbeiten…

Dein Land der Ruhe“ kam daher gerade recht. Ich saß in den letzten 10 Tagen täglich da, las, pausierte, machte Notizen, reflektierte und betete. Meine Vorstellung von einem „netten Buch, das ein paar Inspirationen zum Ruhezeiten-Nehmen gibt“, wurde umgeworfen. Stattdessen beschreibt die Theologin und Coachin Cornelia Schmid quasi eine Reise zu dem Land der Ruhe, welches wir in der Gegenwart Jesu finden. Diese Reise ist dabei auch eine Reise durch die Bibel – Gottes Geschichte mit dem Menschen, seine Verheißungen an Abraham, ein Land zu besitzen, in dem Gottes Volk zur Ruhe kommen wird, die lange Wüstenzeit von Israel, weil sie sich von Gott entfernten, über Jesus, der zusagte, dass jeder, der „mühselig und beladen ist“ zu ihm kommen darf um Ruhe zu finden.
Sie erklärt, was der Gedanke von „Sabbat“ ist und zeigt auf, wie wir selbst in Stress, im Alltag und in turbolenten Zeiten Ruhe und Frieden finden können: Der Schlüssel ist der GEIST! (Nicht gleichzusetzen mit der Seele). Und dann zeigt sie auch noch verschiedene „Werkzeuge“ auf, die man im Glaubensleben nutzen kann, um Ruhe zu finden, in Gottes Gegenwart einzutauchen und die Seele Seele sein zu lassen, während der Geist auftankt, sich stärkt und ruht.
Die Autorin nutzt immer wieder Bibelstellen, persönliche Beispiele, Zeugnisse und Beispiele aus ihren Coaching-Seminaren, wodurch ich mich sehr abgeholt fühlte.
Ich beobachte, wie ich seit Tagen achtsamer mit meinen Gefühlen umgehe: Reagiert die Seele oder der Geist? Warum? Wie kann ich meine Seele beruhigen? Und dann gehe ich ins Gebet und bitte den Heiligen Geist, mir aufzuzeigen, wo ich vergeben darf, wo ich loslassen darf, wo ich meine Seele beruhigen darf. Ich suche die Gegenwart Gottes, statt selbst zu „werkeln“…nur ein kleines Resultat des Buches.

Ein Hinweis aber: Es lässt sich nicht so leicht einfach mal eben durchlesen. Ich ermutige dazu, wie ich, immer wieder Pausen zu machen, Sätze zu unterstreichen oder abzuschreiben, darüber nachzudenken und die Reflektionsfragen zu nutzen. Was ich schön fände, wäre eine Art „Arbeitsheft“ oder „Werkbuch“ oder zumindest ein anderes Format mit breiterem Rand um sich Notizen machen zu können…Jedes Kapitel ist „gehaltvoll“ aber genau deshalb auch lesenswert und bereichernd.

Vom Suchen und Halten

Vom Suchen und Halten

Suche!
Suche die Stille um das Laute in dir zu finden!
Suche das Chaos um dann neue Ordnung zu schaffen!
Suche die Wunde um Heilung zu empfangen!
Suche den Schmerz um zu spüren!
Suche die Konfrontation um Frieden zu erfahren!
Suche den Konflikt um weiter zu kommen!
Suche den Sturm um zu erleben, wie sich dessen Stillung anfühlt!
Suche die Fragen um Antworten zu erhalten!

Um zu Suchen musst du halten!
Halt inne – um dann auszuhalten!
Halte die Anspannung – um die Entspannung zu spüren.
Halte fest – um wieder hochgezogen zu werden.

Das Chaos in dir wird sich erst dann ordnen, wenn du dich auf die Suche danach begibst, genau hinschaust und dann Stück für Stück zu sortieren. Wie gut, dass ich darin nicht alleine bin!

„Wer sucht, der wird finden!“
„Kommt her alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken!“

Jesus.


BE READY

Vor wenigen Tagen fand ich mich mit Tränen in den Augen im Schlafzimmer. Ich hörte die Berichte über den Krieg in der Ukraine, wartete auf Nachricht von einer Pastorin, die sich auf der Flucht befand und packte Taschen mit Kleidung zusammen. Ich wollte etwas tun. Fühlte mich hilflos und überwältigt.
Mein Handy zeigte neue Nachrichten an. Ich hatte noch einiges an Aufgaben für die Kirche zu erledigen und wusste nicht, was ich tun sollte: Zwei Inputs mussten noch geschrieben werden (Thema: „Die Dreieinigkeit Gottes“ und „Geistlicher Kampf!“), am Abend hatte ich noch ein Meeting und der Vision-Sunday in unserer church stand an. Ich setzte mich aufs Bett und hatte keine Ahnung, warum ich mich überhaupt an meine Aufgaben setzen sollte. Was macht es für ein Sinn? Tatsächlich hörte ich mich selbst halblaut die Frage stellen, warum ich das alles machte. Ist es wichtig, weiter Pläne zu schmieden? Kann ich hier sitzen und einen Kurs für die nächsten Wochen vorbereiten, wenn ein paar Hundert Kilometer weiter Krieg herrscht?
Mein Mann betrat das Zimmer, fragte, wie es mir geht. Ich öffnete den Mund und es sprudelte aus mir heraus:
„Wir müssen am Sonntag den Menschen klar machen, dass es gerade jetzt wichtig ist, Vision zu haben. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir lernen Gottes Stimme zu hören. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir Kirche sind. Beten. Worshippen und der geistlichen und irrdischen Welt sagen, wer Gott ist. Gerade jetzt, wo die Bedrohung von allen Seiten zu sein scheint, müssen wir Menschen darauf aufmerksam machen, dass der Schöpfer des Universums eine Beziehung mit uns will und dass wir eine andere Perspektive brauchen. Das Leben hier ist endlich. Aber haben wir den Blick auf das, was danach kommt?“ Und ich hörte, wie ich zu mir selbst predigte. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich meine geistliche Brille abgesetzt hatte. Ich sah das, was derzeit passierte. Ich sah nicht das, was einmal kommen würde. War mir nicht mehr bewusst, was ich glaubte? Worauf ich eigentlich vorbereitet sein musste?
Jesus warnte seine Jünger vor dem, was noch kommen würde. Gott warnte mich vor einiger Zeit und sagte: „SEI READY!“. Ich weiß jetzt neu, was es bedeutet. Ich tue derzeit alles, um selbst vorbereitet zu sein – praktisch. Aber auch geistlich. Ich will ready sein für das, was kommt. Und ich will ready sein für die Ewigkeit.

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FOKUS und WEITSICHT

FOKUS und WEITSICHT

Endzeit – dieses Wort taucht seit einigen Jahren, vermehrt in den letzten Monaten und vor allem in den letzten Tagen in meinen Gedanken auf. Und auch das Thema „Prophetie“ beschäftigt mich in den letzten Jahren immer mehr. Interessanter Weise höre ich bei diesen Themen immer wieder dieselben Reaktionen: „Oh, bei Prophetie bin ich vorsichtig!“ oder „Ach, dass es Zuende geht haben sie schon vor Hunderten von Jahren gedacht. Und wir sind immer noch da!“

Dabei sagt der Begriff END-ZEIT ja schon viel. Es ist nicht ENDE sondern END-ZEIT also geht es um eine Zeitspanne, die ein Ende darstellt. Für mich bedeutet das, dass es natürlich schon lange Kriege, Zerstörung, Umweltkatastrophen etc. gibt und wir uns damit schon lange in dieser Zeitspanne befinden. Es ist wie ein Zeitstrahl, der bei 0 anfängt und bis 100 geht und wir befinden uns einfach immer näher Richtung 100. Die Tatsache, dass es schon immer Katastrophen gab, sollte uns nicht davon abhalten, bestimmte Dinge ernst zu nehmen. Wenn ich die Bibel ernst nehme, kann ich doch nicht auf der einen Seite daran glauben, dass die Welt von Gott geschaffen wurde, dass er selbst Mensch wurde und nach seinem Tod am Kreuz auferstanden ist – aber auf der anderen Seite die Warnungen und Reden über die Endzeit und auch die prophetischen Eindrücke von Propheten wie Hesekiel, Jesaja, Daniel und Johannes ignorieren.

Weiterlesen „FOKUS und WEITSICHT“
„Ich will so bleiben wie ich bin!?“

„Ich will so bleiben wie ich bin!?“

(Beitrag auf Estherstoechter.wordpress.com)

Während ich am Laptop sitze um diesen Blogpost zu schreiben, stopfe ich eine Handvoll M&Ms in mich rein. Die Gelben mit Erdnüssen.

Tatsächlich kam mir die Idee für den Inhalt dieses Textes in dem Moment, als ich zum Wiederholten mal in die offene Tüte griff und mit mir selbst kämpfte. Denn eigentlich wollte ich keine Süßigkeiten essen. Meine App auf dem Handy, die meine Kalorien zählt hat es mir verboten, denn das Mittagessen war ein bisschen zu groß geraten….Aber wie so oft finde ich selbst wieder Argumente, warum ich diese Hand voll nun doch in meinen weit aufgesperrten Mund stopfe: „Ich lass mir doch von einer App nicht sagen, was ich tun oder lassen darf!“ oder „Ach, jetzt hab ich mir gerade neue Klamotten im Sale schon für den Sommer geleistet, dann wäre Abnehmen ja jetzt eh blöd!“ oder ganz einfach „Ich wollte ja noch einen Blogeintrag machen – dann hab ich wenigstens ein Thema!“

Vielleicht kennst du das auch, dieses Streiten mit sich selbst oder, wie man im Fachjargon sagt, „Selbstverarsche“. Denn es war ja nicht die APP die mir gesagt hat, dass ich abnehmen soll, sondern ich selbst hatte mich endlich mal wieder motiviert genug gefühlt, ein bisschen mehr auf meine Ernährung zu achten und dem Winterspeck ein bisschen Einhalt zu gebieten. Blöd nur, dass ich genau aus diesem Grund dann auch sagen kann, dass ich jetzt einfach nach drei Tagen das Experiment „Jeanstragen ohne rote Ränder am Bauch“ abbreche. Ich bin Weltmeisterin darin mich selbst von etwas abzubringen, nachdem ich endlich mal den Mut und die Motivation gebündelt habe um einen Next Step zu gehen. Und dann bin ich auch die Weltmeisterin im drüber jammern, dass ich es nicht durchgezogen habe.

Es gibt viele Argumente, die mich dazu bringen mein Vorhaben, ein paar Kilos abzunehmen, zu ignorieren: „Mein Mann liebt mich wie ich bin!“, „Gott liebt mich, wie ich bin“, „Es kommt auf die inneren Werte an“ und und und. Und dann kommt der alte Werbeslogan von einer Ernährungsmarke in den Kopf „Ich will so bleiben wie ich bin – DU DARFST!“

Und irgendwie stimmen die Argumente ja auch. Aber gleichzeitig weiß ich, dass ich selbst ja nicht da stehen bleiben will und mich zurücklehnen möchte. Dabei geht es jetzt nicht darum, dass ich immer einen Grund zum Kämpfen brauche oder alles anstrengend sein muss im Leben. Aber es geht darum zu verstehen, dass ich auf der einen Seite natürlich von meinem Mann geliebt werde und dass ich auch von Gott geliebt bin -aber gleichzeitig geht es mir selbst doch auch darum, dass ich gesund lebe, mich wohlfühle. Dass ich so bleiben DARF wie ich bin, aber es nicht MUSS.

Dieser Zwiespalt beschäftigt mich schon mein ganzes Leben: „Gott liebt dich, wie du bist!“ höre ich seit meiner Kindheit. Warum dann verändern? Warum dann abnehmen oder Verletzungen verarbeiten? Warum vergeben und versöhnen? Warum an sich arbeiten – wenn Gott mich doch so geschaffen hat und mich liebt?

Und dann fangen die Argumente an und tatsächlich wirken die kritischen Nachfragen schwerer und man ist kurz davor, die Hand, die gefüllt ist mit den M&Ms, mit Frust, mit Rachegedanken, mit Zweifeln, mit Wut und allem drum und dran wieder in den Mund zu stopfen, sich zurück zu lehnen und einfach zufrieden zu sein mit sich selbst.

Ich habe aber eins gelernt: Ich bin nicht zufrieden mit mir selbst. Denn ich habe immer wieder gemerkt, dass der innere Frieden und die Ruhe DANN da sind, wenn ich verstehe und weiß, dass ich geliebt bin und trotzdem Verletzungen und Verhaltensweisen in und an mir habe, die nicht dem ursprünglichen Gedanken Gottes entsprechen, sondern die entstanden sind in diesem Leben, in dieser Welt die alles andere als Perfekt oder „Das Paradies auf Erden“ ist.

Ich selbst entscheide, was ich in mich „reinstopfe“ – das gilt für das Essen, als auch für die Gedanken. Die Schokolade steht im Regal – manchmal habe ich sie selbst gekauft, manchmal wurde sie mir geschenkt oder mein Mann hat sie besorgt. Sie ist da. Aber sie ist noch nicht in meinem Mund. Und sie ist auch nicht immer und grundsätzlich schlecht. Die Frage ist, ob ich selbst die Kontrolle habe und die Verantwortung übernehme, wenn ich sie öffne und esse.

Verletzungen und der Schmerz der dadurch entsteht – auch sie existieren in unserem Leben manchmal, weil wir sie selbst zufügen, manchmal weil sie uns zugefügt werden und manchmal sogar, weil sie aus anderen Generationen weitergegeben werden. Aber die Frage ist, ob du die Kontrolle hast und den Schmerz in dich hineinstopfst, weil es einfacher ist, sich zurück zu lehnen weil man eben so ist, wie man ist, oder ob es dran ist, aufzustehen, den Schmerz zu betrachten und zu entscheiden, ihn nicht rein zu lassen. Der Schmerz, die Verletzungen können schnell Verhaltensmuster verursachen, die noch mehr Verletzungen hervorrufen oder sogar Verbitterung bewirken. Man macht zu. Man wehrt sich. Man zieht sich zurück

Das ist nicht das Leben, das Gott sich gedacht hat. Jesus selbst sagte einmal, dass er das Leben in der Fülle bereit hält für uns. Eine gesunde Fülle. Eine Fülle, die nicht so ist, wie wenn man gerade 500 Gramm M&Ms in sich reingestopft hat, sondern die Fülle, wie nach einer gesunden, leckeren Bowl. Das ist sein ZIEL für uns. „Sünde“ bedeutet „Ziel verfehlt“. Trage ich weiterhin Verletzungen und Dinge mit mir rum, die mich davon abbringen, mit Frieden und Ruhe ein Leben in der gesunden Fülle zu leben – dann ist das genau so, wie wenn ich mich täglich vollstopfe mit ungesundem Zeug: Ich lehne mich zurück und werde dicker und dicker und irgendwann platz ich!

Ich habe nun runtergeschluckt. Und ich verurteile mich nicht. Ich hab mein Ziel, heute keine Süßigkeiten zu essen, verfehlt. Schade, aber nicht zu ändern. Ich entschließe mich also, den Rest des Tages standhaft zu bleiben. Nicht, weil es eine Regel ist, die ich einhalten soll, sondern weil ICH für mich weiß, dass es langfristig besser ist, wenn ich bedachter esse und mir genüsslich ein Stück Schokolade gönne, wenn es dran ist.

Ich habe in meinem Leben viele Ziele verfehlt – immer wieder. Ich lehne mich nicht zurück und belüge mich, in dem ich sage „Ist doch egal“, aber ich mach mich auch nicht fertig. Ich stehe auf, schaue mir an, was genau es war. Ich bete, dass mir Gott zeigt, wo der Ursprung meiner Verletzungen und Verhaltensmuster liegt, ich bearbeite es mit ihm, geb es ab und versuche, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Ich möchte dich heute ermutigen, die Balance für dich zu finden

Verurteile dich nicht, mach dich nicht fertig. Aber bleib auch nicht resignierend stehen. Gott liebt dich, wie du bist. Aber du musst nicht so bleiben, sondern kannst dich immer mehr zu der Person verändern, die er von Anfang an in dir gesehen hat und immer noch sieht: Rein, kostbar und von unbegrenztem Wert.