Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!“

Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!“

Portugal ist Europameister. Herzlichen Glückwunsch. Gelesen hat man jedoch meistens „Christiano Ronaldo und sein Team…“ oder „Christiano Ronaldo und seine Mannschaft“….Was wäre das „Team“ Portugal ohne seinen glänzenden Star?

Ja, er polarisiert. Der relativ gutaussehende, sportliche und zugegebenermaßen sehr talentierte Fußballer. Die einen lieben ihn, die anderen wünschten sich, dass Frankreich den Sieg holt, nur damit Ronaldo nichts zu Lachen hat und sich in seinem Stolz suhlen kann.

Aber: Ich darf ihm dankbar sein, denn das Finalspiel hat mir doch Einiges klar gemacht: Weiterlesen „Das Leben – ein Team-Spiel oder „Es geht auch ohne dich!““

„Säkularer worship“ oder „Wenn dir die Sprache fehlt“

„Säkularer worship“ oder „Wenn dir die Sprache fehlt“

Als ich heute Morgen im Auto fuhr, machte ich das Radio an. Noch am Überlegen, ob ich lieber ne neue Worship-CD reinmache, spielt der Radiosender einen Song an, den ich noch nie gehört hatte. Die ersten Zeilen: „Ich seh durch deine Augen mein Herz in deiner Hand, die Welt um uns herum steht still in Raum und Klang“. Ich werde hellhörig. Klingt für mich wie ein Worship-Song. „Hab ich da zufällig nen christlichen Sender erwischt?“. Weiterlesen „„Säkularer worship“ oder „Wenn dir die Sprache fehlt““

Werde, was du glaubst!

Werde, was du glaubst!

Seit knapp zwei Jahren besitze ich ein wichtiges und persönliches Notizbuch.
In diesem Notizbuch notiere ich immer wieder verschiedene Dinge über mich:

1. Welche Frau ich werden möchte,
2. welche Wahrheiten mir andere zusagen (Ermutigungen, Prophetien, Eindrücke),
3. Was Gott mir in meiner persönlichen Gebetszeit zusagt.

Die Idee dazu gab mir eine Freundin in Südafrika, nachdem wir ein langes Gespräch über meine Unsicherheiten, mein mangelndes Selbstwertgefühl und meine Selbstzweifel hatten. Seitdem habe ich nun dieses Buch, das mich ermutigt und dazu herausfordert, nicht stehen zu bleiben.
Jahrelang hatte ich Entschuldigungen, mit denen ich mich selbst rechtfertigen wollte. Erklären wollte, warum ich mit manchen Situationen wie umgehe, warum ich Ängste habe, warum ich mich angegriffen fühlte etc. Immer wieder ruhte ich mich darauf aus und sagte:
„Ich bin eben so!“

In vielen Gesprächen erlebe ich oft die gleiche Haltung: Es wird auf die Vergangenheit geschaut (schwieriges Elternhaus, heftige Situationen, Verletzungen) und der Ist-Zustand als endgültig angesehen.
Als ich vor einigen Jahren schon seit längerem mit schweren Depressionen zu kämpfen hatte, hatte ich genau diese Entschuldigung immer wieder parat, wenn es schwierig wurde: „Aber ich schaff das nicht. Ich bin doch depressiv!“. Eine Bekannte sagte knallhart zu mir: „Vielleicht ist es mal Zeit, sich nicht immer hinter der Krankheit zu verstecken!“ Puh. Ich war sauer. Wie konnte sie es wagen? Heute habe ich immer mehr gelernt, ihre Absicht dahinter zu verstehen: Ich möchte nicht da stehen bleiben und mich selbst damit zufriedengeben. Es ist hart, aber ich will ankämpfen gegen Ist-Zustände und lieber ein Ziel vor Augen haben. Darum lese ich nun immer wieder meine Notizen in dem Buch und lese mir laut vor, wie ich sein möchte und was in mir steckt und sage mir selbst, woran ich noch arbeiten möchte und was ich ablegen will.

In der Bibel, in Matthäus 9,27 steht ein Absatz über die Heilung von zwei Blinden Männern. Sie bitten Jesus, ihnen zu helfen und sie sehend zu machen. Sie laufen ihm sogar bis zu seinem Haus hinterher. Jesus fragt sie, ob sie ihm denn zutrauen, dass er sie heilen kann. Als sie es bejahen, sind sie geheilt. Einfach aus ihrem Glauben heraus. Sie haben sich nicht mit dem Ist-Zustand zufriedengegeben. In meiner neuen Lieblings-Auslegung der „Message“ Übersetzung steht da ein Satz, den ich mir mal wieder stark angestrichen habe: „Become what you believe!“ (Werdet, was ihr glaubt). Jesus sagt also: Ihr glaubt, dass ihr geheilt seid, also seid geheilt.

Für mich steckt in dieser Aussage so viel mehr, was ich in meinem Leben annehmen möchte: Ich möchte daran glauben, dass ich mehr sein kann, als die Desirée, die ich jetzt bin. In mir steckt ein Ebenbild Gottes, das verzerrt, verletzt und verschmutzt wurde durch Einflüsse, Verletzungen und Situationen.(HeartDeeds Impuls: Der schmutzige Spiegel )

Ich glaube, dass diese Desi, die Gott in mir sieht, in mir drin ist. Also beschließe ich, diese Wahrheit für mich wieder zu entdecken, sie wieder mehr ans Licht zu holen und dieses Ebenbild wieder mehr strahlen zu lassen. Das geht nur, wenn ich nicht nach hinten blicke, sondern nach vorne. Wenn ich selbst tiefer schaue und mir zuspreche, was ich glaube, wer ich wirklich bin! Und plötzlich werden die Stimmen der Lüge leiser und die Stimme der Wahrheit lauter!

Werde, was du glaubst!

Worship als Lebensstil

Worship als Lebensstil

Seit Kurzem lese ich die englische „Message“ Übersetzung der Bibel. Es ist eine sehr freie, eher sinngemäße Übersetzung, verständlich und anwendbar für den Alltag. Als ich neulich in Matthäus 7 landete, stach mir eine Aussage ganz besonders ins Auge. Es war der Absatz, der in anderen Übersetzungen mit „Warnung vor falschen Propheten“ betitelt ist. Und darin steht in der Message Übersetzung: „Who preachers ARE is the main thing, not what they say“ (deutsch: „Wer Prediger wirklich SIND ist die Hauptsache, nicht, was sie sagen!“)  Weiterlesen „Worship als Lebensstil“

Runaway

Runaway

Manchmal weiß man eigentlich ganz genau, was zu tun ist. Manchmal hört man diese Stimme tief im Innern und ignoriert sie doch.

Vor einigen Jahren hatte ich diese Situationen mehr als häufig:

Ich fragte Gott im Gebet immer wieder nach seinem Plan für mich. Wollte wissen, warum er mich so gemacht hat wie ich bin und wo er mich benutzen möchte um einen Unterschied in der Welt zu machen.

Und doch hatte ich extreme Angst diesen Plan zu hören und noch mehr die nötigen Schritte zu gehen.

Am meisten aber wahrscheinlich hatte ich Angst vor mir selbst. So wie der Prophet Jeremia im ersten Teil der Bibel: Er hatte einen klaren Auftrag und sagte dann: „Nicht ich. Ich bin zu jung. Ich kann das nicht!“

Aber wie gut ist es, dass Gott nichts von uns erwartet, was er nicht in und durch uns erfüllen könnte. Er ermutigte Jeremia mit einer krassen Aussage: „Hab keine Angst, denn ich bin mit dir!“

Den Song, der durch diese Bibelstelle und die Situationen entstanden ist, findest du oben.

 

 

No better place

No better place

Kennst du diese Fotos, an denen dir Menschen sagen: „Du siehst darauf unglaublich glücklich aus?“

Oder die Momente, in denen du von Bekannten oder Freunden gespiegelt bekommst, dass du außergewöhnlich zufrieden und glücklich schaust?

Ich schon. Beim reflektieren und anschauen dieser Fotos fällt mir auf, warum ich darauf glücklich aussehe: Ich fühlte zu diesem Zeitpunkt, dass ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Weiterlesen „No better place“

Gestorben…

Gestorben…

Gestorben ist er, weil es seine Bestimmung war.

Erst verraten, dann geschlagen, schließlich gekreuzigt.

 

Begraben wurde er, von seinen Freunden.

Voller Trauer und hinter einem Stein lag er aufgebahrt.

 

Auferstanden ist er, weil es seine Bestimmung war.

Am dritten Tag. Weil er stärker ist.

Und trotzdem…

 

Gestorben ist er in deinem Leben.

Erst beschimpft, dann ignoriert und schließlich vergessen.

 

Begraben wurde er von dir.

Voller Wut und hinter einer Mauer aus Zorn und Hilflosigkeit aufgebahrt.

 

Auferstanden ist er, weil es seine Bestimmung war und doch…

Ist er für dich immer noch gestorben.

Ist er für dich immer noch bedeutunglos.

Ist er für dich immer noch ein „Hirngespinst“.

 

Aber was würde passieren, wenn du plötzlich merktest,

dass ER es ist, der die Kraft hat, die Mauer einzustürzen.

Dass ER es ist, der die Kraft hat, neues Leben zu erwecken.

Neues Leben, neue Kraft, neue Hoffnung, neue Liebe

In dir. Durch dich. Einfach, weil es wahr ist:

Er ist auferstanden.

Wann lässt DU ihn auferstehen und siegen?

Die betende Ballerina

Die betende Ballerina

(Inspiriert durch das Buch „Kreiszieher“ von Mark Batterson)

Was wäre, wenn…?

Was wäre, wenn wir plötzlich nicht mehr von Wundern hörten, sondern selbst Zeuge von Wundern wären?

Was wäre, wenn wir erleben würden, dass das befreundete Ehepaar kurz vor dem Scheidungstermin wieder zueinander findet und einen Neuanfang wagt, der gefüllt ist mit einer Liebe, die zuvor nie da war?

Was wäre, wenn die Freundin, bei der ein Tumor entdeckt wurde, plötzlich die Diagnose erhält, dass der Tumor kleiner wird und sich gar in Luft auflöst?

Was wäre, wenn unsere Kirchenbänke plötzlich voll besetzt wären – nicht nur am Sonntag während der Gottesdienste die voller Leben und Freude sind, sondern auch unter der Woche, einfach, weil Menschen die Nähe Gottes, Gemeinschaft und Frieden aufsuchen?

Was wäre, wenn wir zufrieden und glücklich wären; nicht, weil wir alles besitzen und reich sind, sondern weil wir uns geliebt fühlen, Wunder und Frieden erleben und uns das ausreichend erfüllt?

Was wäre, wenn Tränen plötzlich zu einem Lachen werden?

Was wäre, wenn wir nicht einfach nur davon Träumen würden, sondern diese Träume wahr würden?

Es wäre eine Situation, in der wir es wagen, Gott konkret und dauernd um etwas zu bitten. Es wäre eine Situation, in der wir Gottes Willen erkennen, seinen Herzschlag spüren und nicht mehr selbstsüchtig denken, sondern für andere im Gebet einstehen.

Es wäre eine Situation, in der wir ein Gottesbild haben, das davon geprägt ist, wie sehr Gott uns liebt und das Beste für uns im Sinn hat. Ein Gottesbild, das von Vertrauen geprägt ist.

Es wäre eine Situation, in der wir nicht still in unserem Kämmerchen leidend, in Opferhaltung beten würden, sondern in der wir aufstehen und Kreise ziehen würden.

Kreise um unser Anliegen.

Kreise im Gebet.

Es wäre eine Situation, in der wir alle zu betenden Ballerinas werden würden, die ihre Pirouetten drehen in Demut, aber mit Grazie, mit Autorität, mit einem starken Willen und dem Blick nach oben; mit Erwartung, mit Glaube und mit Vertrauen. Vor allem aber mit Durchhaltevermögen.

 

Etwas bleibt…

Etwas bleibt…

„Gib mir ´n kleines bisschen Sicherheit in einer Welt in der nichts sicher scheint!…Gib mir irgendwas das bleibt.“

Diese Bitte von Silbermond im Song „Etwas bleibt“ kam mir heute Morgen als erster Satz in den Sinn.

„Sicherheit“ ist ein wichtiges Bedürfnis des Menschen und schaue ich mir die Nachrichten an, scheint es, als werde dieses Bedürfnis heute immer größer. Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen und man fragt sich immer öfter „In was für einer Welt leben wir eigentlich?“. Alles scheint aus den Fugen zu geraten und Träume und Hoffnungen spielen Sand in deiner Hand….gerade noch gespürt, jetzt mit dem Wind vertrieben. Weiterlesen „Etwas bleibt…“