„Ich habe versagt“ – diese Antwort hätte ich vor ein paar Jahren noch auf die Frage gegeben, ob ich meine 40-Tage-Bibellese-Challenge durchgehalten habe. „Ich hab es nicht geschafft“, könnte ich auch sagen. Aber ich habe beschlossen auf diese Frage anders zu antworten: „Ich habe sie nicht durchgehalten und trotzdem habe ich gewonnen.“
Weiterlesen „Versagt oder Gewonnen?“Schlagwort: Freiheit
Freudige Demut
Heute feiert die christliche Welt Ostern. Das Fest der Hoffnung. Das Fest der Auferstehung.
Es gibt meines Wissens keine Bemühungen, dieses Fest ausfallen zu lassen oder die Feiertage zu kürzen. Warum auch? Die Welt liebt es zu feiern! Je nachdem, wo man in Deutschland (oder auch in den anderen Ländern) hinfährt, trifft man immer wieder auf Gründe zu feiern: Das Weinfest – Wir feiern die Weinernte. Das Mandelblütenfest – wir feiern die Blüten am Mandelbaum. Das Mai-Fest – wir feiern die Fruchtbarkeit, der Feuerwehr-Hock – wir feiern…die Feuerwehr. Es gibt Gründe über Gründe, das Leben zu feiern und wenn es keinen Grund gibt, dann wird einer gefunden.
Aber wie ist es mit dem Thema „Mahnen und Erinnern“? Da gibt es dann wieder ein kleines Problem. Einen ruhigen Tag – ein Tag mit „Tanzverbot“? So was mögen wir dann doch lieber nicht. Wer will uns denn verbieten zu feiern, zu tanzen und die ernsten Themen zu vergessen?
Prinzessin oder Königin?
(Dieser Post ist mein Teil einer Predigt vom 21.03.2021). Du findest den Link zur Predigt HIER
Vor zwei Wochen saßen meine 4-jährige Tochter und ich am Frühstückstisch und philosophierten ein bisschen. Wir redeten über Gott und die Welt und stellten uns die verschiedensten Fragen. Was man halt mit 4-jährigen so macht:)
Und meine Tochter fragte mich plötzlich:
“Mama, ich bin als Königin geboren worden, oder?! Oder als Prinzessin?”
Jetzt muss man bei dieser Frage erwähnen, dass wir unserer Tochter schon immer versuchen zu erklären, dass Gott der KÖNIG ist und wir seine Kinder sind. Also eine für uns recht normale Frage im Kontext “Ein Kind Gottes sein”.
Ich: “Naja, als Königskind meinst du?”
Sie: Nein, ich bin eine Königin UND eine Prinzessin! Ich bin beides!”
Diese Aussage brachte mich zum schmunzeln und dann merkte ich, was für eine Wahrheit darin steckt.
Weiterlesen „Prinzessin oder Königin?“Drachenflug
Ich will frei wie ein Drachen sein.
Nicht frei wie ein Vogel, der zwar in Freiheit lebt, aber sich immer wieder in seinem Nest versteckt und schreckhaft davon fliegt.
Ich will frei wie ein Drachen sein.
Bunt und facettenreich, hoch steigend und wiegend im Wind.
Ich will mit dem Wind tanzen, ihn nutzen und auskosten,
ich will neue Perspektiven gewinnen und das Leben, wie den perfekten Tag für einen Drachen leben:
Das Licht der Sonne auffangen und dabei in den schönsten Farben leuchten,
den Wind schätzen, der mich erst zum Fliegen bringt und die Weite genießen.
Ich will frei wie ein Drachen sein.
Nicht frei wie der Wind, der weht wo und wann er will und der dabei, je nach Stärke, auch Zerstörung bringen kann.
Ich will frei wie ein Drachen sein.
Frei und doch gebunden. Festgehalten und im Blick dessen, der mich lenkt.
Er lässt mich höher steigen und den Flug genießen und freut sich an mir.
Er steuert mich mit Blick auf den Wind.
Er rennt mit mir, lachend und sich freuend.
Ich will gebunden wie ein Drachen sein.
Verbunden mit dem, der weiß, wann ich höher steigen kann und wann es Zeit ist, die Leine kürzer zu halten.
Gehalten von dem, der den Wind kennt und mich vor ihm schützt, wenn er für mich nicht aushaltbar wäre.
Herausgefordert von dem, der den Wind aber auch nutzt um mir das Fliegen in den höchsten Höhen beizubringen. Nicht um losgelöst fliegen zu können, sondern um das Zusammenspiel zwischen mir und ihm zu festigen.
Er weiß, was er mir zutrauen kann, welche Höhen und Windstärken mich tanzen lassen anstatt mich zu zerstören.
Und ich weiß, dass er mich nicht loslässt.
Ich vertraue, dass er mich hält – auch wenn er dem Wind trotzt.
Ich will frei wie ein Drachen sein – gehalten und verbunden
Bis ich tatsächlich fliege in die allerhöchste Höhe.
Bis ein Teil von mir mit dem Wind verweht und die Schnur und der Lenker immer noch in der Hand des Mannes liegen, der mich dann mit Nachhause nimmt.

