ALLTAG MIT DEM HEILIGEN GEIST
Am Wochenende hielt ich einen Workshop zum Thema „Wie kann ich meinen Alltag mit dem Heiligen Geist bzw. mit Gott gestalten?“
Hier ein Exzerpt für alle, die es interessiert:)
Kurzer Exkurs:
Esoterik oder Geistlich Gesund?
Manche Übungen (z.B. Meditation), die wir machen, sind für Christen oft abschreckend. Was ist esoterisch, was ist geistlich gesund?
Auch deshalb ist es wichtig, Beziehung mit dem HG zu leben, damit er uns die Gabe der Unterscheidung geben kann und wir unterscheiden können. Wir sollten nicht bei allem mit machen – vor allem, wenn wir dadurch geistliche Türen öffnen könnten – aber wir dürfen die Dinge, die Gott sich ausgedacht hat, auch zurückfordern. Zum Beispiel Meditation, kontemplatives Gebet, Schweigetage, Atemübungen oder Ätherische Öle😊
ICH oder GOTT?
Ein wichtiger Punkt: Dreht sich alles um DICH und EIGENE Kraft? Geht es darum, dass etwas von DIR abhängig ist? Egal ob prophetische Worte, Träume, Auslegungen, Selbstheilung, Selbstregulierung….bei Esoterik geht es um DICH oder um geistliche Wesen, auch Engel oder „das Universum“ – aber nicht um JAWEH- den dreieinigen Gott – vor allem nicht um JESUS.
Der Heilige Geist wirkt durch uns – nicht wir durch ihn!
CHRISTUS bewirkt – nicht ICH!
Darin liegt einer der Haupt-Unterschiede.
Ein weiterer Unterschied wird erkenntlich, wenn du weiter liest und du die „Früchte“ bzw. die Ergebnisse anschaust, die durch die Übungen langfristig entstehen.
ALLTAG
Unser tiefer Wunsch: Ein erfülltes Leben. (Johannes 10,10ff)
“Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.” Matthäus 11,28
Viele von uns haben diesen Vers schon oft gehört.
Und immer wieder nehmen wir uns diese Zeit zu Jesus zu gehen mit unseren Sorgen und Nöten. Bis sich der Alltag wieder langsam einschleicht:
Die To-Do-Liste wird voller, die Sorgen größer, die Staubschicht auf der Bibel langsam dicker…
Wir wollen gesunde Ehen – aber wir vergessen zu investieren.
Wir wollen eine tiefe und enge Beziehung mit Gott, aber wir wollen nicht investieren.
Wir wollen kein Burn out – und vergessen zu investieren.
Beispiel: Ich wollte mir die Auszeit im Lesehotel aufbewahren für den Herbst, weil ich da sicher wieder sehr müde und überlastet bin. Vernünftiger war es aber, die Auszeit JETZT zu nehmen, damit sich nichts bis zum Herbst aufstaut! Ich musste JETZT Zeit investieren, damit es nicht zu spät ist.
Ein Leben in der Fülle – was bedeutet das?
Laut Galater 5 gibt es eine Frucht des Geistes. Diese besteht aus:
Liebe
Freude
Friede
Langmut
Freundlichkeit
Güte
Treue
Sanftmut
Selbstbeherrschung
“Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.”
DAS ist für mich ein Leben in der Fülle. Ich bin gelassen. Ohne Stress. Ohne Wut. Einfach gelassen in Jesus. Ich bin nicht neidisch, nicht patzig oder ungeduldig, sondern ruhig, gelassen, fröhlich, friedvoll…
Schlüssel für ein Leben mit dieser Frucht ist, dass man sich wie eine Pflanze in den „Erdboden“ Gottes verwurzelt.
Damit eine Pflanze gesund wächst, muss ich sie immer wieder begutachten, gießen, düngen etc.
Die Beziehung zum Heiligen Geist ist wie so eine Pflanze.
Es braucht Rituale, damit man sich Dinge zu einer Gewohnheit machen kann. Warum?
Man sagt, es braucht 21 Tage, um eine neue Gewohnheit einzuführen und dann 90 Tage beständige Durchführung, damit es zu einer neuen Gewohnheit wird.
Beispiel: Handy oder PC
Beispiel: Tagebuch
Beispiel: Zähneputzen
Es gibt so viele Dinge, die wir täglich aus Gewohnheit tun aber an der Beziehung und dem Connecten mit dem Heiligen Geist hängt es immer wieder.
RUHE bei JESUS finden – geht nicht, wenn man das nur einmal macht. Es muss Gewohnheit werden!
Dabei ist es genau das, was Jesus sagt: Wenn ihr IMMER zu mir kommt, werdet ihr Ruhe finden für euer Leben.
Weil wir die Sorgen nicht mehr mit herumtragen, die Scham nicht schleppen und Dinge nicht Wurzeln schlagen können.
Es gibt so viele Esoterik Angebote, Mediationskurse, Yoga, Ideen zur Selbstheilung und Angebote, um zu sich selbst zu finden und aus der eigenen Kraft heraus gesund und heil zu werden – viele nehmen das an, obwohl man da wieder selbst aktiv sein muss.
Was für ein Angebot ist es von Jesus, dass er sagt: „Ich kümmere mich darum. Aber es wäre schön, wenn du zu mir damit kommst und mir nicht einfach den Sack hinknallst?!“
Das Leben mit Jesus ist eine Balance. Jesus selbst hatte immer wieder Zeiten, in denen er sich zurückzog und Zeiten, in denen er mit vielen zusammen war und auch Zeiten, wo er mit wenigen zusammen war. Es hat sich nicht abgeschottet, um das Leben alleine zu leben.
Eine Frage, die mir gestellt wurde: Wie sieht gesunder Umgang mit TV und Handy aus?
Ich würde die Frage anders formulieren: Wie kann ich meine Abhängigkeit loswerden?
Es gibt keine Pauschalregel!
Wenn du Zeiten mit Gott hast und den Heiligen Geist mit reinnimmst, dann wird er dir aufzeigen. Die Frage ist, ob du drauf hören willst! Denn oft spüren wir die Antwort schon, aber wir versuchen es zu ignorieren.
Beispiel: Ich hatte lange kein Problem mit social media und habe es genutzt, um Menschen zu erreichen mit Inputs und Gedanken. Aber irgendwann merkte ich, dass es eine Zeit gab, wo ich mehr Frust und Wut bekam, wenn ich andere Posts las. Keine Frucht des Heiligen Geistes. Also habe ich aufgehört Instagram zu nutzen und habe mein Konto gelöscht. Vielleicht werde ich es bald wieder anfangen zu nutzen – aber zur Zeit merke ich, dass es mir nicht gut tut.
Ich frage den Heiligen Geist und bitte ihn, mich aufzurütteln, wenn es nicht gut für meinen Geist ist. Egal ob es Serien, Filme oder Musik oder sonst was ist.
Wie geht das? Wie kann ich lernen, das zu unterscheiden und wie kann ich wachgerüttelt werden?
1. Erster Schritt: “ENTSCHEIDUNG zur SENSIBILITÄT”
Es braucht, wie bei allem, eine klare Entscheidung von DIR! Erst, wenn ich die Entscheidung klar für mich treffe und fest mache, kann ich entsprechende Schritte angehen. Sonst werde ich beim nächsten Gegenwind direkt aufgeben.
1. Frage: WILLST DU den Heiligen Geist / Gott in dein Leben integrieren und es MIT IHM leben und bist du bereit, die Konsequenzen zu tragen?
– Auf Dinge verzichten um etwas zu gewinnen
– Weniger Zeit für Stress, mehr Zeit für Ruhe
– Es kostet Kraft und Entscheidung und Fokus
– Schreibe kurz Ideen auf und bitte den Heiligen Geist, dir Impulse zu geben. Wann und wie (welche Ressourcen) kannst du nutzen, um täglich Zeit für ihn zu haben?
Gebet: Heiliger Geist, ich möchte dich besser in meinen Alltag mit hineinnehmen. Bitte hilf mir, deine Stimme zu hören und wahrzunehmen.
Bitte gib mir einen Impuls, wie ich das tun kann und was ich aufhören oder starten kann, damit unsere Beziehung vertieft wird.
2. RAHMEN SCHAFFEN
Also Handy aus. Telefon aus. Auf den See. In dein Bett – oder wo auch immer. Aber nimm Ablenkungen raus! Ungeteilte Aufmerksamkeit für Jesus!
Idee: Plane dir bewusst für die nächsten 21 Tage Zeiten ein, in denen du für den Heiligen Geist Fokus hast. Starte nicht gleich mit 1 Stunde aber beginne mit 10 Minuten und steigere dann.
Dazu gehört auch: Atmosphäre schaffen:
Räume Ablenkungen weg. Schaue, dass der Ort für dich angenehm gestaltet ist. Räume auf, dekoriere und nutze z.B. Ätherische ÖleÄtherische Öle: Bewirken etwas im Gehirn und im Nervensystem. Gerüche können uns an Situationen erinnern und lösen dieselben Gefühle aus, die „damals“ im Gehirn in Verbindung mit dem Geruch abgespeichert wurden. Dabei spielen die sogenannten „Spiegelneuronen“ eine wichtige Rolle.
Beispiel: Wenn ich frischen Espresso in der Bialetti auf dem Herd rieche, dann riecht es wie in Italien bei meiner Nonna. Und ich fühle mich wohl und glücklich.
Beispiel: Feuer
Wenn ich Brandgeruch rieche, bekomme ich leichtes Herzrasen und bin alarmiert weil es bei uns brannte, als ich 7 Jahre alt war.
Wir können unser Nervensystem stimulieren und in Ruhe versetzen, wenn ich bei ruhigen Ritualen bestimmte Gerüche aufnehme. Ich reguliere sozusagen mein Nervensystem, sodass der Körper zur Ruhe kommt, indem ich meine Seele und meinen Geist zur Ruhe bringe.
Tipp: Wenn du also bewusst zur Ruhe kommst und es regelmäßig einübst, inhaliere doch diese Öle, damit dein Körper weiß, jetzt kommt diese Phase des Tages.
3. MEDITATION:
„Glücklich ist, wer nicht dem Rat gottloser Menschen folgt, wer nicht mit Sündern auf einer Seite steht, wer nicht mit solchen Leuten zusammensitzt, die über alles Heilige herziehen, sondern wer Freude hat am Gesetzt/Wort des Herrn und darüber nachdenkt – Tag und Nacht. Er ist wie ein Baum, der nah am Wasser gepflanzt ist, der Frucht trägt Jahr für Jahr und dessen Blätter nie verwelken.“ (Psalm 1,1-3)
a) MIT EINEM BIBELTEXT
Du kannst einen Bibeltext nehmen und Vers für Vers darüber meditieren. So liest du nicht nur den Text, sondern machst es zu einer Begegnung mit Gott. In der Bibel wird immer wieder davon gesprochen, wie wichtig ist es, über die Gebote und das Wort Gottes nachzudenken und zu meditieren. Es nicht einfach nur zu lesen mit den Augen, sondern aufzunehmen. Das braucht Zeit und eine bewusste Haltung.
Zum Beispiel:
Psalm 8
HERR, unser Herrscher! Groß ist dein Ruhm auf der ganzen Erde! Deine Hoheit reicht höher als der Himmel.
Stell dir vor, du liegst auf einer Wiese unter einem Baum. Du schaust die Baumkrone hinauf und siehst durch die Blätter hinweg den Himmel. Wolken ziehen darüber. Du setzt dich auf und schaust in die Ferne. Der Horizont ist endlos. Wo hört der Himmel auf?
Aus dem Lobpreis der Schwachen und Hilflosen baust du eine Mauer, an der deine Widersacher und Feinde zu Fall kommen.
Stell dir vor, du stehst immer noch auf diesem Hügel. Unten im Tal siehst du hunderte, tausende von Menschen. Alte Frauen, die sich kaum noch aufrecht halten können. Männer, die hinken. Da läuft ein Kind mit einer leeren Essenschale in den Händen. Andere quälen sich, um auf die Knie zu gehen. Menschen mit Wunden, Menschen, die verwahrlost aussehen, Menschen, die abgemagert sind, hungrig und in Not. Alle diese Männer schauen zum Himmel und beten. Sie loben Gott. Sie sagen: „Herr, unser Herrscher! Groß ist dein Ruhm auf der ganzen Erde! Deine Hoheit reicht höher als der Himmel“.
Ihre Gebete bilden eine Art Nebel. Dämonische Wesen kommen nicht hindurch. Sie sind geblendet von diesem hellen Nebel, und können nicht hören, wie die Menschen beten und Gott loben. Sie ziehen schließlich ab.
Ich bestaune den Himmel, das Werk deiner Hände, den Mond und alle die Sterne, die du geschaffen hast: Wie klein ist da der Mensch, wie gering und unbedeutend! Und doch gibst du dich mit ihm ab und kümmerst dich um ihn! Ja, du hast ihm Macht und Würde verliehen; es fehlt nicht viel und er wäre wie du.
Du stehst auf diesem Hügel und es wird langsam dunkel. Am Horizont geht die Sonne unter. Der Abendstern ist schon hoch am Himmel und leuchtet. Immer mehr Sterne tauchen auf. Hunderte. Tausende. Der Himmel ist voll davon. Die Milchstraße ist deutlich zu sehen. Wieder wird dir bewusst, wie groß Gott ist. Du kommst dir winzig vor. Klein. Aber dann spürst du, wie Gottes liebevoller Blick auf dir ruht. Er sieht dich. Dich. Genau da, wo du gerade bist.
Du hast ihn zum Herrscher gemacht über deine Geschöpfe, alles hast du ihm unterstellt: die Schafe, Ziegen und Rinder, die Wildtiere in Feld und Wald, die Vögel in der Luft und die Fische im Wasser, die kleinen und die großen, alles, was die Meere durchzieht. HERR, unser Herrscher, groß ist dein Ruhm auf der ganzen Erde!
Was passiert in dir, wenn du diese Worte hörst?
Was sagt Gott dir? Jetzt in diesem Moment?
b) MIT EINEM WORT AUS DEM WORT
Nimm dir einen Bibeltext und bitte Gott dir aufzuzeigen, bei welchem Vers oder Wort du hängen bleiben sollst. Frag ihn, was er dir damit sagen möchte.
Bei welchem Wort oder Satz bleibst du hängen? Schreib ihn auf und frage den Heiligen Geist, warum dich dieser Satz so bewegt? Was möchte er dir sagen? Halte Dialog mit ihm.
Psalm 23:
Ein Lied Davids. Der HERR ist mein Hirt; darum leide ich keine Not. Er bringt mich auf saftige Weiden, lässt mich ruhen am frischen Wasser und gibt mir neue Kraft. Auf sicheren Wegen leitet er mich, dafür bürgt er mit seinem Namen. Und muss ich auch durchs finstere Tal – ich fürchte kein Unheil! Du, HERR, bist ja bei mir; du schützt mich und du führst mich, das macht mir Mut. Vor den Augen meiner Feinde deckst du mir deinen Tisch; festlich nimmst du mich bei dir auf und füllst mir den Becher randvoll. Deine Güte und Liebe umgeben mich an jedem neuen Tag; in deinem Haus darf ich nun bleiben mein Leben lang.
c) SCHAFFE DIR EINEN IMAGINÄREN SAFE-PLACE
Du kannst Gott bitten, dir einen imaginären Ort zu zeigen, an dem er sich mit dir treffen möchte. Ein Ort, an dem nur er und du sind. Das kann ein Garten sein, ein Platz am Meer, in der Wüste….bitte ihn dir zu zeigen, wo er sich seine Date-Zeit mit dir wünscht.
Zeichne dir diesen Ort, mache ein Foto, wenn du in einer Gegend bist, die deinem safe-Place ähnelt oder lass dir ein Bild von KI erstellen😊
3. TRAINIERE
Erst einmal, um diese Beziehung zu festigen. Um zu hören und zu prüfen. Es geht hier in erster Linie um DEINE Beziehung mit dem Heiligen Geist. Denn erst, wenn du IHN kennst und er dir Dinge anvertraut, kannst du sie für andere und für die Gemeinde nutzen.
Gott möchte immer zuerst zu DIR reden. Bitte ihn, dir dabei zu helfen, seine Stimme zu hören und lasse dich darauf ein. Achte dabei, dass es erstmal nur um DICH geht und nicht um andere. Weder um eine Ermutigung für andere, noch um Dienst an anderen. Erst einmal nur darum, dass du prüfen lernst, was Gott sagt und was er dir geben möchte bzw. was er von DIR möchte.
a) JESUS BEGEGENUNG
Du kannst die Augen schließen und Gott bitten, dir zu begegnen. Zum Beispiel in deinem imaginären Ort. Stelle ihm Fragen wie:
„Kannst du mir zeigen, wo du bist?“
„Jesus, gibt es eine Lüge, die ich über mich selbst glaube?“
„Kannst du mir zeigen, warum ich diese Lüge glaube?“
„Was ist die Wahrheit über mich? Kannst du sie mir sagen?“
Stelle einen Dialog mit Jesus her und schreibe dir auf, was er zu dir sagt. Prüfe anhand der Bibel. Bringt das, was Gott dir sagt gute Früchte in dir hervor oder Angst? Spürst du Beklemmung oder Freiheit? Bringt es dich näher zu Gott oder weiter weg?
Prüfe dabei, was die Dinge, die Jesus dir sagt, in dir auslösen. Sind es gute Früchte oder schlechte Früchte? Lerne auch hier zu unterscheiden, denn der Feind schleicht sich gerne mal getarnt in solche Begegnungen. Wenn das der Fall ist und du es erkennst, kannst du laut im Namen Jesu beten und sagen, dass in diesem Raum nichts und niemand außer der Heilige Geist anwesend sein darf.
b) PROPHETIE FÜR DICH
Bitte Gott dir etwas über dein HEUTE zu sagen, bevor der Tag startet.
z.B. kannst du fragen und aufschreiben, welcher Person du heute begegnen wirst. Oder ob er dir eine Ahnung geben kann von dem, was heute passiert. Schreibe es auf um am Abend zu prüfen und gehe mit Gott darüber ins Gespräch.
c) GO
Frage Gott:Gott, was möchtest du, was ich jetzt tue? – ohne dass es mit anderen Menschen zu tun hat.
Beispiel: Als ich mich entschieden hatte, mehr mit dem Heiligen Geist unterwegs zu sein, spürte ich während meiner Studienarbeit am Schreibtisch, dass ich mich in den nächsten Zug setzen soll um in die Stadt zu fahren. Ich hatte keine Ahnung warum oder weshalb. Also flitzte ich zum Bahnhof, schreib meinem Mann eine Nachricht, dass ich bis unbestimmte Zeit in der Stadt bin und erst später nachhause komme. Ich lief vom Bahnhof in die Innenstadt, spürte, dass ich mich an die Mauer am Platz der alten Synagoge setzen sollte. Ich saß da. 5 Minuten. 15 Minuten. 30 Minuten – am Ende eine ganze Stunde. Ich hatte keine weiteren Impulse. Ich saß da und wartete aber nichts passierte. Also fuhr ich wieder nach Hause. Ich bin überzeugt, dass Gott an dem Tag prüfen wollte, wie ernst es mir ist und ob ich wirklich losgehe, auch wenn ich nicht weiß, warum. Da ist nun 15 Jahre her – seitdem habe ich mehr und mehr Einblicke in seine Vorhaben bekommen und bekomme nun klarere Anweisungen😊
4. ROUTINE
Wenn du das trainiert hast, wirst du auch im Alltag Impulse bekommen, seine Stimme hören und es wird für dich natürlich sein, ihn zu fragen, was zu tun ist. Ihn zu bitten dich zu trösten und zu handeln.
Du wirst nicht mehr die 10 Minuten am Morgen „brauchen“ oder alle Ablenkungen wegräumen müssen, weil du ihn aus 1000 Stimmen heraushörst. Lass es zu einer neuen Gewohnheit werden, Zeit mit ihm zu verbringen, damit es zur Routine wird und du immer mehr verwurzelt bist in ihm.
DANN werden die Früchte wachsen und der Alltag mit ihm wird ganz natürlich.
5. REFLEKTION UND PLANUNG
Nimm dir Zeit, das in deinen Kalender einzuplanen!
– Täglich
– Wöchentlich
– Monatlich
– Jährlich
Zeit für dich und Jesus alleine – Wie kann das aussehen?
Wanderung, SUB, Ins Bett, Garten…
Überlege dir, was DIR gut tut und dich möglichst nicht ablenkt.
Was ist DEIN Safe Place mit Gott? Nutze diesen Ort und lass niemand anderen mit hinein.
Zeit für dich und deine Familie mit Jesus
Wie gestaltet ihr den Sabbat?
Klares Gebot. Ausruhen und Ruhe bei Gott suchen und finden. Machst du das?
Wenn nicht: Zielverfehlung! Ändere das, denn auch das Sabbat-Gebot dient in erster Linie DIR. Es ist Gottes Burn-Out Prävention. Wenn du dich belastet und beladen fühlst, prüfe, ob es vielleicht damit zusammenhängt, dass du den Sabbat nicht mit Fokus auf Gott lebst.
Zeit für dich und anderen in Gemeinschaft
Auch hier: Lass dich vom Heiligen Geist gebrauchen.
Mit wem soll ich mich heute treffen? Was möchtest du der Person sagen?
Was möchtest du ihr schenken?
Auch mal anonym machen – prüfe, wann etwas von DIR abhängig wird.
Zeit zu dienen
Wo nutzt du die Gaben, die der Heilige Geist dir gibt?
Sie dienen der Gemeinde laut Paulus. Zur Erbauung. Zum Aufbau.
Nutzt du dich und was Gott dir gegeben hat für andere?
Bitte den Heiligen Geist zu zeigen, welche Gaben du hast und wie du sie einbringen kannst.
Reflektiere auch regelmäßig: Wie sieht es aus mit meiner Beziehung zum Heiligen Geist? Braucht es etwas Neues? Höre ich (auf) ihn? Warum / Warum nicht? Was hindert mich oder lenkt mich ab? Was braucht „Beschneidung“? Was musst gedüngt werden?
Genau, wie ein Ehe-Check.
Beispiel: Jedes Jahr gehen Nathanael und ich bewusst für ein Wochenende um extern Impulse zu bekommen.
Wir geben Impulse, wir helfen anderen auch ab und zu durch Ehe-Mentoring – aber wir holen selbst auch Impulse und unterstellen uns auch in diesem Bereich Leiterschaft.
Immer wieder check up: Wie geht es uns? Was braucht es? Wo leben wir uns auseinander? Was zieht uns wieder zusammen?
Heiliger Geist, hier bin ich. Wie kann ich unsere Beziehung praktisch pflegen, damit der Alltag ein Highlight mit dir wird?