Belehrst du noch oder lebst du schon?

Belehrst du noch oder lebst du schon?

Gehörst du auch zu den Optimierern? Zu denen, die sich Situationen anschauen und schnell das sehen, was man besser machen könnte?

Ich gehöre zu diesen Menschen. Es hat sich schon stark geändert und ich habe meine Focus mehr auf Ermutigung gesetzt, und trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ich weiter denke, visioniere und mir vorstelle, wie es besser sein könnte….

Jesus war auch so ein Typ. In seiner Welt ging damals ziemlich viel daneben. Da rannten Geistliche rum, die das, was Gott vor Jahren als Ratschläge und Gesetze gegeben hatte, so wortwörtlich nahmen und das Herz dahinter nicht sahen, dass sie verurteilten und anprangerten. Da ist ziemlich viel anders gelaufen, als es sollte und Jesus sah das. Er war voller Leidenschaft und ich bin sicher, es hat ihn seeeehr aufgeregt. Sicher war in ihm auch so ein italienisches Temperament wie es bei mir manchmal zum Vorschein kommt…

Aber Jesus hat eine Sache anders gemacht als wir es oft tun. Mir wurde das klar, als ich gestern eine Message von Judah Smith (The City Church Seattle) gesehen habe und dann noch heute Morgen in der Bibel Johannes 3,17 aufschlug. Eine Stelle die mir Gott in den letzten Wochen ständig aufs Herz legt. Bisher hatte ich es einfach gelesen aber heute habe ich gefragt: „Was soll das? Was willst du mir denn genau sagen? Was hab ich bisher nicht verstanden, dass ich diese Stelle ständig lesen soll?“ und ich las nochmal in drei Übersetzungen nach:

„Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt um sie zu verurteilen, sondern um sie zu retten.“ (Neue Genfer Übersetzung)

NIV: „For God did not send his Son into the world to condemn the world, but to save the world through him“

In der englischen Message-Übersetzung steht es (ins Deutsche übersetzt) ungefähr so: „Gott hat sich nicht die Mühe gemacht, seinen Sohn dafür in die Welt zu senden, dass er mit dem Finger auf andere zeigt und anprangert und der Welt sagt, wie schlecht sie ist. Er kam um zu helfen und die Dinge wieder gerade zu biegen.“

Wow! Jesus sieht genau so, was falsch läuft. Er sieht, was nicht mehr so läuft, wie es ursprünglich gedacht war. Auch damals sah er, dass die religiösen Menschen alles gesetzlich nahmen und das Herz Gottes dahinter nicht verstanden. Er hätte also, wie es für einen Preacher typisch ist, sich auf den Berg stellen können und darüber reden können. Er hätte mit dem Finger auf andere zeigen und alles auflisten können, was falsch läuft.

Hat er aber nicht.

Er hat stattdessen einfach das Gegenteil vorgelebt. ER hat durch sein Vorleben anderen die Augen geöffnet, so dass sie aufmerksam wurden.

Sie hinterfragten sich nicht selbst, sondern das, was Jesus tat. Sie zeigten mit dem Finger auf ihn, weil er sein Leben nicht so lebte, wie sie es für richtig und göttlich hielten. Und was tut er? Er lächelt und antwortet mit Metaphern. Er überlässt es ihnen, zu verstehen. Er überlässt die Reflektion und das Hinterfragen ihnen selbst.

Sein Finger zeigt auf sich und auf Gott. Sein Finger zeigt nicht auf andere.

Es ist immer leicht, zu zeigen, was schlecht läuft, was andere falsch machen und was besser laufen könnte.

Gerade heute ist es so einfach, seinen Kommentar auf Facebook öffentlich abzugeben, zu nörgeln und zu verurteilen. Es ist herausfordernder, selbst den Unterschied zu machen und einfach vorzuleben, was besser sein könnte, oder?! Und trotzdem möchte ich diese Herausforderung annehmen und dich auch herausfordern!

Meine Frage an mich selbst: Wohin zeigt mein Leben? Wohin zeigt mein Zeigefinger?

Gott ist Liebe!
Er lebt in uns!
Reden wir über seine Liebe oder leben wir sie schon?

 

 

 

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