Schwanger mit Visionen

Schwanger mit Visionen

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Kennst du das?

Du hast einen Traum, eine Idee oder bist begeistert von einem neuen Abenteuer.

Es ist noch nicht ganz ausgereift, aber du ahnst schon Umrisse des fertigen Bildes. Da wächst eine Vision in dir und du kannst es kaum abwarten, diese Vision Realität werden zu sehen.

Ein kleiner Same der Hoffnung und des Traums wächst in deinen Gedanken. Er ist noch nicht sehr groß, aber du teilst ihn voller Vorfreude mit anderen.

Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Manche freuen sich mit dir und ermutigen dich, die weiteren Schritte zu gehen.

Andere belächeln dich. „Keine Ahnung wie du das schaffen willst!“

Wieder andere finden die Idee nicht so schlecht, bieten dir aber gleich verschiedene Pläne, Strategien und Lösungen für Probleme an, die du eventuell noch nicht bedacht hast.

Du wirst durcheinander, hörst die Zweifel der anderen, beginnst selbst zu zweifeln und….treibst deinen Traum ab.

Es kann schnell passieren, dass dein kleiner Hoffnungssame die erste Zeit nicht überlebt. So wie ein Fötus im Mutterleib, kann dein Traum, deine Vision, vielleicht sogar dein dir von Gott gegebener Plan, nicht überleben, wenn er nicht geschützt wird. So wie ein Fötus im Mutterleib geschützt werden muss, in dem die schwangere Mutter gesunde Nahrung, Vitamine und viel Wasser zu sich nimmt, so muss auch oft ein Traum, eine Vision, ein von Gott dir anvertrauter Plan geschützt werden.

Ungesunde Gedanken, Sorgen, Zweifel, also mangelnde Ermutigung, können den Wachstum deines kleinen Traumes stören, verhindern oder sogar ganz stoppen.

In Lukas 1,39ff können wir lesen, was Maria als erstes tat, nachdem sie von einem Engel erfuhr, dass sie schwanger ist: Sie eilte zu ihrer Verwandten Elisabeth die ebenfalls schwanger war und verbrachte eine Zeit bei ihr. Dort bekam sie Unterstützung und Ermutigung. Elisabeth spürte, dass auch in Maria ein Baby heranwuchs. Sie spürte in ihrem Leib, wie das Baby in ihrem Bauch strampelte, als Maria hereinkam und sie freute sich mit ihr und segnete sie.

Ich könnte mir vorstellen, dass Maria zunächst niemand anderem von ihrer merkwürdigen Begegnung mit dem Engel erzählt hat. Alles was sie sagte war: „Amen. Alles was du sagst, soll geschehen!“ und dann ging sie zu Elisabeth.

Aus gutem Grund: Sie suchte sich Ermutigung in einer Verbündeten. Sie holte sich Rat und Unterstützung von einer Freundin, einer Verwandten, die selbst in diesem Umstand war um ihre Gedanken und Sorgen zu teilen aber gleichzeitig ermutigt zu werden, wenn Zweifel aufkamen.

Wenn du mit einem Traum, einer Vision, einem Plan den Gott dir vielleicht aufs Herz gegeben hat, „schwanger gehst“, möchte ich dir heute Mut zusprechen!

Es wird vielleicht nicht jeder verstehen oder nachvollziehen können. Vielleicht hast du diesen Traum auf deinem Herzen und niemand sonst kann ihn mit dir teilen. Vielleicht hast du schon Gegenwind bekommen aber tief in dir drin weißt du, dass es dran ist diesen Schritt zu gehen…dann möchte ich dich ermutigen: Gehe weiter!

Maria hätte nach dem jüdischen Gesetz gesteinigt werden müssen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen sie beschimpft, belächelt und ihr gedroht haben.

Aber sie wusste genau, mit wem sie gesprochen hatte. Sie hatte diese Stimme gehört und sie spürte in ihrem Leib, dass diese Zusage Gottes eintreffen sollte.

Wenn du dir genau so sicher bist, dann halte Stand.

Schütze diesen kleinen Samen bis er groß genug ist.

Teile ihn nur mit Menschen, von denen du weißt, dass sie dich darin unterstützen, mit dir beten und dich ermutigen, sogar segnen so wie Elisabeth.

Hole dir Rat von engen Begleitern, Mentoren und Freunden, denen du vertraust und die in dein Leben sprechen dürfen weil sie dich bereits oft im Hoffnungslosen ermutigt haben und diesen Weg gemeinsam mit dir gegangen sind.

Aber lass nicht zu, dass dieser kleine „Visions-Fötus“ zu früh stirbt und nicht geboren wird.

Es ist an dir: Schütze deinen Traum und hilf ihm zu wachsen, bis er ans Licht kommt, atmet und lebt!