Mein 40-40 Experiment

Mein 40-40 Experiment

In wenigen Tagen erreiche ich, so Gott will, die 40.
Ich muss zugeben, dass mich diese Zahl ehrfürchtig macht. Nachdenklich. Das hätte ich nie gedacht. Seit Wochen beschäftigt mich dieser Geburtstag – zuerst, weil ich mit mir gerungen habe, ob ich diesen Geburtstag groß oder klein oder gar nicht feiern soll. Welche Erwartungen habe ich selbst, welche haben andere? Warum will ich lieber alleine sein und fühle mich dabei doch unglücklich? Was steckt dahinter…?


Je näher ich dem Datum komme, desto mehr Frieden habe ich. Ich bin gar nicht da. Ich bin weg – mit meiner Familie. Vor zwei Wochen wollte ich noch unbedingt groß Essen gehen – mir was gönnen, heute war ich voll und ganz mit einem Snack und einem Brötchen mit Nutella am Morgen zufrieden.
Ich habe keine Erwartungen mehr. Warum? Weil ich bei allem Nachdenken Dankbarkeit bekommen habe. Für Menschen, die mich geprägt haben. Freunde, die geduldig mit mir waren, einen langen Weg meines Lebens mit mir gegangen sind, mich gelehrt und herausgefordert haben, damit ich die Person bin, die ich jetzt gerade bin. Ich bin dankbar für meine Familie, für kleine und große Wunder in meinem Leben und ich bin dankbar, dass Gott scheinbar noch etwas mit mir vor hat und noch nicht am Ende ist – sonst wäre ich nicht mehr hier.
Man sagt so schön „Aller guten Dinge sind drei!“ – also habe ich mir etwas vorgenommen. Zum dritten mal werde ich die Bibel komplett durchlesen. 2015 habe ich das zum ersten Mal gemacht, nämlich vom 01.-30. Mai pro Tag 40 Kapitel. Zum zweiten Mal habe ich das genau 5 Jahre später gemacht: 2020. Auch hier vom 1.-30. Mai. Die Bibel in 30 Tagen. Puh. Es war beide Male herausfordernd und gleichzeitig heilsam und gut. Eigentlich hatte ich es erst im nächsten Jahr wieder vor, aber ich habe im Gebet viel über die Zahl 40 nachgedacht und Gott hat mir einiges dazu gesagt. Deshalb habe ich beschlossen, bereits in diesem Jahr die Bibel noch einmal komplett zu lesen – und zwar in den ersten 40 Tagen meines 41. Lebensjahres. Die ersten 40 Tage gehe ich bewusst eine Wüstenzeit und erwarte neues, erfrischendes von Gott.
Warum schreibe ich das hier? Weil es mir hilft, comittet zu bleiben. Ich möchte mich daran halten und da ich dieses mal, nicht wie 2015, keine „Mitstreiter“ bei mir habe, die mir in den Hintern treten, wenn ich mal zu müde bin, mache ich es öffentlich:) Ich möchte dann und wann ein Update geben, was bewegt mich? Was trifft mich? Welche Fragen habe ich – ihr werdet also Anteil haben an meinem 40-40 Experiment.
Ich bin gespannt, was mir Gott dieses Mal bewusst machen wird:-)
Countdown zur 40: Let’s go!