„Ich möchte Jesus ähnlicher werden“- das ist ein Satz den ich immer wieder höre und selbst sage. Dabei dachte ich immer daran, dass ich einmal genauso lieben möchte wie Jesus. Bedingungslos. Ich möchte nicht nachtragend sein, ohne Zögern vergeben, Mitleid haben, segnen. Ich möchte erleben dass meine Stimme gehört wird, wenn ich für andere im Gebet einstehe, möchte Wunder sehen, Heilung bezeugen und weise Worte sprechen… so muss es sein, wenn man Jesus ähnlich ist. Dachte ich! Aber dann fiel mir auf, was es auch bedeutet, Jesus ähnlicher zu werden: es bedeutet, dass Menschen sich distanzieren, sich auf den Schlips getreten fühlen. Es bedeutet, dass du lernen musst Grenzen zu ziehen, die Stille zu erkämpfen, wenn du belagert wirst-und dann auszuhalten, wenn sich die anderen zurück ziehen; weil es ihnen zu unbequem wird, weil sie nicht einverstanden sind mit dem was du von dir gibst oder weil sie deine gesunden Grenzen als Ablehnung oder Ignoranz verstehen. Es bedeutet, dass dich manchmal auch Einsamkeit überrollt, du verlassen oder sogar verraten wirst. Es bedeutet, dass du schwierige Fragen gestellt bekommst und manchmal sogar dadurch getestet wirst.
Weiterlesen „Ein (un)attraktiver Auftrag“Monat: Mai 2024
Mein 40-40 Experiment
In wenigen Tagen erreiche ich, so Gott will, die 40.
Ich muss zugeben, dass mich diese Zahl ehrfürchtig macht. Nachdenklich. Das hätte ich nie gedacht. Seit Wochen beschäftigt mich dieser Geburtstag – zuerst, weil ich mit mir gerungen habe, ob ich diesen Geburtstag groß oder klein oder gar nicht feiern soll. Welche Erwartungen habe ich selbst, welche haben andere? Warum will ich lieber alleine sein und fühle mich dabei doch unglücklich? Was steckt dahinter…?
